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Unser Test mit dem Qeridoo Kidgoo 2

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Über Twitter und Instagram konnte man es ja schon lesen: Wir haben bei MiBaby einen Kidgoo 2 für einen Produkttest gewonnen. Meinen Test bei MiBaby habe ich schon abgeschlossen, wenn das Testergebnis veröffentlicht wird, setze ich den Link auch als Update hier im Artikel 🙂

Aber ich möchte euch natürlich auch ausführlich hier im Blog über den Fahrradanhänger berichten.

Der Qeridoo Kidgoo 2 ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Fahrradanhänger für ein oder zwei Kinder. Er ist außerdem mit dem mitgelieferten kleinen Vorderrad als Buggy nutzbar und optional kann man auch ein großes Joggerrad dazu kaufen. Mit Adaptern oder einer Weber Babyschale ist er auch schon für die kleinsten nutzbar.

Ankunft und Zusammenbau

Der Anhänger wurde uns direkt vom Hersteller per UPS geliefert.

Der Aufbau war sehr einfach und dank der bebilderten Anleitung auch gut verständlich. Einzig das Aufklappen der Fahrerkabine bereitete mir etwas Schwierigkeiten. Ich bin halt ein Schwächling seit der Schwangerschaft! Das es so schwer ging, schiebe ich aber einfach mal darauf, dass der Kidgoo 2 noch nie aufgeklappt und der Stoff eben noch nicht gedehnt war.

Nachdem Federung, Räder, Griff und Bremse angebracht waren, musste ich dann noch den Sitz ausbauen. Da unsere Tochter ja erst 5 (fast 6) Monate alt ist, kann sie noch nicht ohne weiteres Zubehör im Qeridoo transportiert werden. Es muss eine Werber Babyschale* her oder, in unserem Falle, die Adapter für den MaxiCosi*. Dabei gilt es aber zu beachten dass im Falle der Adapter dann nur noch EIN Kind im Kidgoo 2 zu transportieren geht. Da ja der Sitzeinhang komplett ausgebaut wird.

Allerdings ist diese Transportmöglichkeit die sicherste die geht mit Fahrrad. Wo ist das Kind sicherer als dreifach befestigt in seinem Autositz? (Dreifach: 1. Festgeschnallt im Sitz, 2. Sitz befestigt auf Adapter verbunden mit dem Chassis und 3. die Babyschale wird zusätzlich noch einmal mit einem Gurt gesichert).

Der komplette Zusammenbau inklusive auspacken, inspizieren und Adapter anbringen dauerte ca. eine Stunde.

Alles was dann noch fehlt, ist die Kupplung am Fahrrad. Eine wird mitgeliefert. Jede weitere kann man direkt beim Hersteller oder diversen Onlineshops wie z.B. Amazon* für 14,90 EUR oder günstiger bestellen. Das anbringen am Fahrrad ist etwas fummelig. Denn die Kupplung muss waagerecht sein und beim zuschrauben dreht sie sich zum Schluss leider mit. Was mich einige Flüche gekostet hat. Aber wenn sie sitzt, dann sitzt sie. Macht man ja nur ein mal.

Unterwegs mit dem Fahrrad

Die Deichsel lässt sich sehr einfach am Fahrrad anbringen. Mit zwei Handgriffen ist sie befestigt und wirkt auch sehr sicher. Beim neuen Modell 2017 wurde die Deichsel geändert. Im Vergleich zum Vorgängermodell wirkt diese durch ihre Kanten robuster. Zudem wurde der vordere Teil, der mit dem Fahrrad verbunden wird, komplett verändert.

Auch das anbringen der Deichsel am Anhänger geht mit einem Klick.

Die einstellbare Blattfederung leistet richtig gute Dienste. Vor allem für ein Baby ist ein gefederter Anhänger wichtig und sinnvoll. Immerhin haben die kleinsten auch empfindliche Rücken. Und da können grobe Holperstrecken wie Feldwege oder Kopfsteinpflaster schon zur Gefahr werden. Aber durch die Blattfederung fährt das Kind sehr ruhig und wird nicht durchgeschüttelt. Ihr gefällt es unterwegs sogar sehr gut. Sie hat noch nicht ein einziges gemeckert im Gegensatz zum liegen im Kinderwagen.

Engere Kurven sind dank der Flexbar-Deichsel auch kein Problem. Der Qeridoo verhält sich vorbildlich. Das einzige was ich persönlich etwas irritierend finde, ist dass es manchmal quietscht. Das ist aber sicher dem Material geschuldet und nicht weiter schlimm.

Wenn nur ein Kind im Anhänger mit fährt, kann man die Gurte zum Anschnallen mittig platzieren, so dass auch mit nur einem Kind eine optimale Gewichtsverteilung gegeben ist. Und so hat das Kind natürlich mehr Platz 🙂

Insgesamt ist der Kidgoo 2 innen sehr komfortabel ausgestattet. Der verstellbare 5-Punkt-Gurt ist gut gepolstert. Dazu gibt es zwei verstellbare Kopfstützen und eine durchgängige Rückestütze, beides offenbar mit Memoryschaum. Auch der Fußraum ist geräumig. So sind die Kinder unterwegs bequem und sicher untergebracht.

Auch an die Sonne hat Qeridoo gedacht. Ein Sonnensegel ist integriert und kann durch die Klettseiten stufenlos variiert werden. So scheint dem Kind auch nie die Sonne ins Gesicht. Beim einem anderen bekannten Hersteller war (und ist bis heute) kein Sonnensegel dabei. Man muss sich dies separat kaufen oder eines selber nähen. Dabei denke ich dass dies ein wichtiges Accessoire ist. Immerhin können die Kinder festgeschnallt im Radanhänger der Sonne nicht ausweichen und man kann sich die Richtung in die man fährt ja nicht unbedingt aussuchen. Wie schnell erleiden Kinder einen Hitzeschlag wenn sie der Sonne ausgesetzt sind?

Ein drittel Sonnenverdeck. Das Sonnenverdeck kann bis zum Ende der breiten Klettstreifen reichen 🙂

Das integrierte Regenverdeck lässt sich bei schönem Wetter einfach aufwickeln (siehe Bild) und oben befestigen. Bei Regen ist es sehr schnell mit den beiden seitlichen Reißverschlüssen verschlossen und hält auch gut was aus. Es gibt noch ein zusätzliches Regenverdeck* von Qeridoo. Ich bezweifle aber dass man das benötigt!

Bei Regen müssen die Kinder übrigens auch nicht im stickigen Anhänger sitzen. Qeridoo hat sich ein zusätzliches Belüftungssystem ausgedacht:

Seitlich am linken Fenster und hinten über dem Gepäckfach befinden sich Lüftungsgitter die sich separat öffnen lassen. Sicher auch praktisch bei sehr warmen Temperaturen für zusätzlichen Durchzug 🙂

Als Buggy

Das Buggyrad wird einfach in die Halterung eingesteckt, macht *klick* und sitzt bombenfest. Die Frage „Wohin mit der Deichsel“ stellt sich auch nicht, diese kann man nämlich einfach unter dem Kidgoo 2 verstauen, in dem man sie nach hinten gerichtet in die Deichselhalterung klickt. So kann man also bequem das Buggyrad einpacken, mit dem Rad zu einem Event oder dem Spielplatz fahren und dann vor Ort den Anhänger als Buggy nutzen ohne das irgendwelche Teile im Weg sind.

Der Schiebegriff vom Kidgoo 2 lässt sich mehrfach in der Höhe verstellen, so dass sowohl große als auch kleine Personen bequem schieben können.

Am Schiebegriff befindet sich dann auch die Bremse des Kidgoo 2. Eine Stiftbremse die im Radkranz einhakt. Mit etwas Kraft muss man den Hebel runterdrücken und der Kidgoo steht bombenfest. Per seitlichem Knopfdruck lässt sich die Bremse lösen.

Als Buggy ist der Kidgoo 2 trotz seiner Größe erstaunlich wendig. Das Buggyrad lässt sich aber auch feststellen, falls nötig.

Sicherheit

Auch Sicherheit wird natürlich beim Kidgoo nicht vernachlässigt. Die erhältlichen Farben sind allesamt sehr auffällig und im Straßenverkehr gut sichtbar. Reflektoren gibt es vorne, hinten und seitlich an den großen Speichenrädern. Abends wird allerdings zusätzliches Licht benötigt. Ein entsprechendes Set ist beim Hersteller erhältlich. Aber natürlich hilft hier auch der örtliche Fahrradhändler weiter.

Zur Ausstattung gehört natürlich auch das obligatorische Fähnchen. Die Fahnenstange ist zweiteilig, so dass man den unteren Teil stecken lassen kann und nicht jedes Mal die ganze Stange raus- und wieder reinfummeln muss.

Leider vergessen viele Radfahrer das Fähnchen gerne. Ich sehe täglich viele Fahrradanhänger die ohne Fahne unterwegs sind. Dabei wird diese dringend benötigt für die Sichtbarkeit und ist gesetzlich vorgeschrieben!

Stauraum, jede Menge Stauraum!

Was mich wirklich absolut begeistert ist der Stauraum, den der Kidgoo 2 bietet. Angefangen im Fahrgastraum, wo jedes Kind seitlich eine Tasche für Getränke, Snacks oder das geliebte Schnuffeltuch hat, damit der Kram unterwegs nicht im Anhänger rumliegt.

Dazu einen riesigen Gepäckraum mit einer Extratasche für das Buggyrad und andere Kleinteile. Sowie zwei Aufsatztaschen hinten an der Klappe vom Gepäckfach.

Und wenn man den Kidgoo als Buggy schiebt, kann man sein Smartphone in der dafür vorgesehenen Tasche verstauen. Diese ist mit einer Touch-Folie ausgestattet, so dass man das Smartphone bequem durch die Folie bedienen kann.

Mein HTC 10* hat inkl. Bumper sehr gut rein gepasst und die Bedienung funktionierte perfekt. Bis auf den Fingerabdrucksensor natürlich. Das geht dann nicht.

Insgesamt bietet der Kidgoo 2 einen Stauraum von 82L, was schon sehr beachtlich ist.

Wie lange passen die Kinder rein?

Ohne Adapter oder Babyschale ist der Qeridoo Kidgoo 2 ab 12 Monaten nutzbar (Mit Adaptern natürlich schon früher) und dann bis 6 Jahre bzw. bis das Kind 117cm groß oder 22kg schwer ist. Der Butscher würde also sogar noch knapp reinpassen mit seinen 116cm. Aber da wir die Adapter nutzen, fährt nur die Nordbabydame damit.

Übrigens finde ich die Sitzposition im Anhänger sehr gut. Die Babyschale ist leicht nach hinten geneigt, so dass sie im Gegensatz zum Auto fast liegt. Im Auto ist die Schale definitiv mehr nach vorne geneigt (auch mit Isofix-Sation, da ist es nur nicht ganz so extrem wie ohne).

Fazit

Ich bin begeistert vom Qeridoo. Ich muss gestehen dass mir diese Marke vorher nicht bekannt war. Ich kannte nur die üblichen Verdächtigen, vor allem eben dadurch, dass wir früher einen für den Butscher hatten. Wir hatten schon überlegt wieder einen Anhänger anzuschaffen. Vor allem da ich keinen Führerschein habe, ist ein Anhänger für mich schon sehr praktisch um etwas Mobiler zu sein. Als ich dann aber die aktuellen Preise sah, war ich ehrlich gesagt etwas geschockt.

Der Qeridoo Kidgoo 2 kostet aktuell ca. 499 EUR. Dafür bekommt man einen großen Anhänger mit einer sehr guten, einstellbaren Federung, viel Stauraum und jeder Menge Extras. Vor allem aber bekommt man einen Anhänger, bei dem man das Gefühl hat dass sich da Menschen, die selber Kinder haben, Gedanken gemacht haben was nützlich sein könnte und was nicht. Der Qeridoo Kidgoo 2 wirkt insgesamt sehr durchdacht und macht vieles richtig.

Ich bin gerne mit dem Anhänger unterwegs und kann ihn wirklich empfehlen. Er hat die ganzen Wochen über alles mitgemacht, selbst Matschfahrten über Feld und Schotter und ich habe mich nie über ihn geärgert. Das einzige Manko: Er passt auch zusammen geklappt nicht in unseren Golf 7. Ist halt so. Ist ja auch nicht schlimm. Hätte ich den jetzt nicht gewonnen, sondern müsste ihn wieder abgeben, würden wir uns definitiv einen Qeridoo zulegen. Denn ich bin überzeugt, dass man da am meisten Leistung für sein Geld bekommt.

Und, Lust bekommen? Hier könnt den Qeridoo Kidgoo 2 kaufen*

Sicherheitsupdate! ACHTUNG:

Wer einen Qeridoo Kidgoo Modell 2017 hat, sollte sich dies hier genau durchlesen, überprüfen und gegebenfalls das kostenlose Sicherheitsupdate bestellen:

http://qeridoo.de/sicherheits-upgrade-kidgoo-2017-deichselhalterung

Update Modell 2018

Auf der Babywelt Messe durfte ich mir das neue Kidgoo Modell genau anschauen und mit jemandem von Qeridoo sprechen. Das hat mich sehr gefreut.

Die tollste Neuerung von Qeridoo beim Kidgoo Modell ist die Fußbremse. Es gibt also keine Handbremse mehr, sondern eine sehr leicht zu betätigende Fußbremse! Ich bin verliebt *__*

Die Reifen haben ein Profilupdate bekommen sowie reflektierende Streifen seitlich. Zudem wurde das Design leicht verändert, was jetzt sehr edel aussieht und es reflektiert jetzt auch der ganze Stoff des Kidgoo 2018. Auf den Fotos leuchtet er deshalb so schön.

Auf die Deichsel wurde leicht verändert. Beziehungsweise eigentlich nicht die Deichsel, sondern die Kupplung für das Fahrrad. Die war ja wirklich klobig und schwer. Die neue Version ist schwarz, um einiges leichter und nicht so klobig. Davon habe ich leider kein Foto gemacht. Tut mir Leid.

Die Gepäckklappe wurde ebenfalls verändert. Diese wird jetzt nicht mehr mit Clips geschlossen, sondern nur noch von Gewichten beschwert. Liegt also nur noch auf.

Der Kidgoo 2018 ist laut Qeridoo ab ca. April 2018 erhältlich. Ich werde bei Bedarf updaten!

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