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Brille

Kinderchaos

Und dann war die Brille kaputt

Als ich gestern in den Kindergarten kam zum abholen, hat mein Sohn mich erst gar nicht bemerkt. Ist auch gar nicht schlimm. Wenn wir es nicht gerade eilig haben, was selten vorkommt, dann dränge ich ihn nicht, sondern setze mich einfach auf die Bank oder den großen Baumstamm und warte.

So auch gestern. Als er mich dann bemerkte, rief er “Oh, meine Mama ist da!”, kam auf mich zu und sagte “Mama, meine Brille ist kaputt!”

Ich hatte sofort mit dem allerschlimmsten gerechnet – Gläser kaputt – und fragte entsetzt “Wie, kaputt?!”

Er drückte mir dann seine mit Tesa geflickte Brille in die Hand und erzählte dass sein Freund den Bügel abgebrochen hat und einer der Erzieher es dann notdürftig geflickt hätte. Ich nahm die Brille dann auseinander um mir den Schaden genauer anzusehen. Das Gelenk war gebrochen. Ob man das einfach wieder reparieren konnte wusste ich nicht. Der Optiker war gefragt.

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Kinderchaos

Augenpflaster-Update

Es gibt ein Augenpflaster Update. Zunächst muss ich aber mal berichten was mir so für Vorurteile entgegen schlagen seit der Butscher Pflaster trägt.

Die Vorurteile kommen nicht von Kindern. Das mal vorweg. Bei den Kindern gibt es so was nicht. Da ist solch eine Veränderung vielleicht 1-2 Stunden ein Thema. Weil ist ja was besonderes. Aber nur aus Neugier, nicht weil sie etwas doof finden oder sich lustig machen. Das wird einfach hingenommen. Gelegentlich werden besonders coole Motive kommentiert. Das war es dann aber.

Ganz im Gegensatz zu den Erwachsenen.

  • “Schielt er oder wieso macht ihr das?” – Augenpflaster bzw. “Okklusionstherapie” wird in erster Linie eingesetzt bei “funktionell bedingter Sehschwäche” (Amblyopie). Zur genauen Erklärung: Ein Auge sieht schlechter als das andere. Der Kopf blendet dieses aus, da das schlechtere Auge für ihn hinderlich ist. Ende vom Lied: Räumliches Sehen schwindet, Auge wird noch schlechter. Dem wird mit Augenpflaster entgegen gewirkt! Das gute Auge wird behindert damit der Kopf gezwungen ist mit dem schlechten Auge zu sehen. Beim schielen muss man erst mal untersuchen woher das kommt! Oft (Oft! Nicht “immer”!) ist dies nicht mit Augenpflastern zu therapieren. Ich habe z.B. als Kind auch leicht geschielt. Das kam von eienr Muskelschwäche. Ich musste dann in der Sehschule die Augen trainieren.

 

  • “Fängt er dadurch nicht an zu schielen?” – Nein!

 

  •  “Das schadet doch mehr als dass es hilft” – Also ich weiß echt nicht woher die Leute das haben, die so etwas sagen. Aber wenn man das wie verordnet durchzieht und den Kindern auch anständig und kindgerecht erklärt wieso das sein muss, dann hilft es sehr wohl! Und zwar merklich! Die Frage sollte viel eher sein: Was ist die mögliche Konsequenz daraus wenn man keine Therapie macht?

 

  • “wird er nicht gehänselt?” – Nö. Die einzigen die das zum Thema machen seid ihr!

 

Das waren die Aussagen die mir eingefallen sind und die gehäuft vorkamen.

Mittlerweile waren wir wieder beim Augenarzt und waren wirklich erstaunt. Er klebt nur für 3 Stunden jeden Tag ab, mir kommt das reichlich wenig vor. Aber es ist schon viel besser geworden. Ich habe mir das absolut nicht vorstellen können. Aber man hat es direkt beim Sehtest gemerkt. Noch bevor die Ärztin etwas gesagt hat, wusste ich dass das Kleben ein voller Erfolg ist.

Wo er vorher schon arg kämpfen musste und mehr geraten hat als erkannt, hatte er dieses mal die ganze Reihe und die kleinere danach sehr souverän gemeistert. Erst danach kam er wieder ins straucheln und musste dann zugeben dass er es nicht mehr erkennt.

Wir bekamen ein Rezept für neue Augenpflaster und bleiben bei den 3 Stunden jeden Tag. Im August, kurz vor der Einschulung ist der nächste Termin.

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Augenarztupdate – Wir kleben jetzt!

Augenpflaster

Wie die treuen Leser wissen, trägt der Butscher seit über einem Jahr eine Brille – Im Februar war unser halbjährlicher Augenarzttermin und die Ärztin hat festgestellt dass die Brille nun endlich richtig ist. Beim letzten Termin wurden die Werte noch mal korrigiert, da stimmte der Brechungswinkel noch nicht.

Für die, die sich damit nicht auskennen: Bei einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) stimmt der Brechwinkel, in dem das Bild auf die Netzhaus projiziert wird nicht, dieser Winkel wird korrigiert. Stimmt dieser Wert auch bei der Brille nicht, kann man bestimmte Dinge trotz Brille nicht richtig sehen.

Ich muss ja sagen, dass ich mich da beim Arzt immer ein bisschen fühle wie beim Tennis 😂 Der Butscher sitzt auf dem Untersuchungsstuhl, bekommt von der Ärztin einen Kreis in die Hand der eine Öffnung hat. Dann stellt sie sich an die Wand gegenüber und fängt den Sehtest an. Die Kreise haben die Öffnungen dann Oben, Unten, Rechts oder Links. Und der Butscher muss dann den Kreis den er in der Hand hat so drehen wie die vorne an der Wand, auf die die Ärztin gerade zeigt. Und ich sitze dann seitlich und gucke erst links zur Ätzin was sie zeigt und dann rechts zum Butscher ob er es richtig sieht und den Kreis entsprechend dreht. Und so geht das imemr hin und her. Und ich fühle mich reichlich albern dabei immer hin und her zu gucken, aber ich kann nicht anders 🙈

Dieses Mal hat er es sehr gut gemacht. Die Ärztin hat jetzt aber beschlossen dass wir kleben müssen. Sie hatte mir letztes Jahr schon gesagt dass wir das wahrscheinlich machen, da das rechte Auge viel stärker beeinträchtigt ist als das Linke. Durch das stundenweise abkleben des “guten” Auges, soll das “schlechte” besser sehen lernen. Sich quasi anstrengen besser zu werden. 3 Stunden täglich sollen wir abkleben.

Sie erklärte ihm das persönlich und gab ihm zwei Blätter zur Auswahl. Das waren wohl zwei verschiedene Firmen die Augenpflaster für Kinder anbieten. Er sollte sich aussuchen von welchem Hersteller ihm die Motive besser gefallen. Er entschied sich für Piratoplast. So verließen wir die Praxis mit einem Rezept für 100 Augenpflaster, dem Blatt für eine Piratoplastbestellung in der Apotheke und einem Kontrolltermin für Anfang Mai.

Die Augenpflaster bestellten wir dann auch direkt in der nächsten Apotheke. Entgegen meiner Angst dass er sich weigern könnte, war er mit Eifer dabei sich Motive auszusuchen. Ich habe da mal wieder mehr Bedenken im Kopf gehabt als das Kind. Wir Erwachsenen sollten uns echt mehr Beispiele an unseren Kindern nehmen!

Die Augenpflaster konnten dann zwei Tage später schon abgeholt werden und das kleben begann.

Augenpflaster2

Zuerst nur zuhause, damit er sich dran gewöhnt. Die Ärztin hatte mir erklärt dass es vorkommen kann dass er Gläser umwirft oder ähnliches. Und wir sollten aufpassen und ihn nicht alleine lassen. Immerhin fehlt ihm durch das Pflaster das räumliche Sehen. So hatte ich die ersten Tage ziemliche Angst wenn er Treppen lief oder ähnliches. Aber er machte das echt gut und es gab keine Unfälle.

Wir fingen dann an ihm das Pflaster morgens vor dem Weg zur KiTa zu kleben. Damit er nicht mittags zuhause nur das Pflaster hat, sondern dann eben quasi schon damit durch ist wenn er heim kommt. Da er Donnerstags Schwimmunterricht hat, wird das sonst auch ziemlich knapp mit den drei Stunden, denn im Wasser hält das Pflaster nicht. Die Erzieher haben damit auch schon Erfahrung, da ein Mädchen im Kindergarten ebenfalls ein Augenpflaster hat.

Wie mir unser Erzieher letzte Woche sagte, sind es nicht immer exakt drei Stunden. Meistens wird es später. Bedingt durch 22 Kinder die rumwuseln guckt man halt nicht imemr auf die Uhr und der Butscher denkt da auch nicht minütlich dran. Ich habe dann abgewunken. Das ist nicht schlimm. Wenn der Butscher damit kein Problem hat, hab ich auch keins. Und ich glaube die Augenärztin wird damit erst Recht keine Probleme haben. Lieber etwas länger als zu kurz oder gar nicht.

Die anderen Kinder haben das Augenpflaster auch gut aufgenommen. Auch da hatte ich bedenken. Und wieder haben mir die Kinder gezeigt, dass diese Bedenken eher erwachsener Natur sind und sie selber da überhaupt keine Probleme haben. Es gab die eine oder andere Frage “Wieso hast du denn jetzt auch ein Pflaster am Auge?” – aber nach der Erklärung war die Aufregung dann auch vorbei.

Ich bin gespannt wie sich das Auge bis Mai macht. Ich werde dann entsprechend berichten.

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Wie die Brille in unseren Alltag einzog

Nun, da wir uns alle daran gewöhnt haben, möchte ich mal darüber bloggen wie das Kind zu seiner Brille kam.

Im März 2015 waren wir bei unserem Kinderarzt zur U8. Die Untersuchung lief top.. bis auf den Sehtest. Den bestand er nicht. Schon bei der 3. Reihe war Schluss und ich dachte erst, mein Sohn hätte keine Lust. Dass er wirklich schlecht sehen konnte, darüber machte ich mir gar keine Gedanken. In unserer Familie gibt es keine Menschen mit angeborenen Sehschwächen. Klar, die Omas, Opas und so weiter haben Brille bedingt durch Alterssehschwächen. Aber KEINER hatte als Kind schon eine Brille. Bis auf zwei Kinder meines Onkels, das kommt aber von mütterlicher Seite (eingeheiratet), die Mutter trägt auch Brille.

Ich musste als Schülerin mal in die Sehschule. Aber nur weil ich ab einem bestimmten Punkt doppelt sah, meine Augenmuskulatur war rechts zu schwach und musste trainiert werden. Dafür musste ich mehrere Nachmittage zum Training in die Praxis kommen, danach war alles gut.

Wieso sollte also mein Sohn plötzlich schlecht sehen können? Der Arzt gab mir eine Überweisung zum Augenarzt mit, ich machte gleich am nächsten Tag einen Termin bei einem Augenarzt mit Sehschule aus.

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