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Der Ring ist weg

Seit Freitag suche ich meinen Ehering. Oder besser gesagt wir suchen den Ehering. Denn mittlerweile sucht auch mein Mann wie verrückt. Ich habe ihn offenbar in einem Anfall von Stilldemenz verlegt.

In der Schwangerschaft konnte ich ihn nicht mehr tragen. Ich hatte ja Wassereinlagerungen und teilweise auch dicke Finger. Nach der Entbindung fing ich an ihn wieder zu tragen, aber nur ab und zu, da ich manchmal durch komische Liegepositionen mit Baby im Bett, wieder geschwollene Hände hatte und weil unsere Ringe so breit sind, dass die Haut am Ringfinger sich erst wieder dran gewöhnen muss. Dadurch ist mir jetzt auch erst aufgefallen dass er nicht mehr da ist. Ich hab zwar zwischendurch immer mal gedacht „Wo liegt der eigentlich?“ – kam dann aber nicht dazu nachzuschauen weil irgendwas anderes dazwischen kam – ein mauliges großes Kind, ein hungriges kleines Kind, ein Mann der nach Socken verlangt oder der Hund der unbedingt jetzt SOFORT!!! Gassi muss. Argh!

Sorgen habe ich mir nie gemacht denn ich hab eigentlich feste Plätze. Wenn ich meinen Ring ablege, dann packe ich denn entweder an meinen Schreibtisch aufs Regal oder auf meinen Nachttisch. Ganz selten liegt er mal in der Küche, wenn ich ihn zum Teig kneten oder ähnlichem ausziehen muss. Und dann lege ich ihn meistens danach an den Schreibtisch oder ziehe ihn wieder an. Nur isser jetzt eben nicht mehr da. Nicht da wo er sonst ist, nicht darunter oder darüber, nicht in der Ecke, nicht auf dem Boden.. er ist verschwunden. Und ich könnte permanent heulen.

Ich versuche mich daran zu erinnern wo er sein könnte, aber in meinem Kopf ist nichts. Nur ne Wand. Und mein Mann hilft mir nicht gerade dabei, der macht mich nur wuschig denn mittlerweile ist er sich nicht mal mehr sicher ob er ihn nicht versteckt hat. Was er übrigens schon oft gemacht hat. Schon am ersten Tag nach der Heirat. Als ich meinen nagelneuen, glänzenden Ring behutsam auf die Ablage am Badezimmerspiegel packte und duschen ging. Danach war er weg. Und ich in heller Panik schon kurz davon den Abfluss abzuschrauben aus Angst er wäre reingefallen.

Ich bin mir jeden Tag unsicherer welches der letzte Platz gewesen sein könnte wo er lag. Aber verloren habe ich ihn ganz bestimmt nicht. Meine Angst den Ring zu verlieren ist dafür viel zu groß. Ich würde den nie in eine Jackentasche oder Hosentasche stecken. Ich hab den Ring einmal unterwegs ausgezogen weil die Finger dick wurden. Da hab ich den Ring ins Portemonnaie gepackt und mich gefühlt minütlich versichert dass das Portemonnaie noch da ist. Hingegen wächst mit jedem Tag die Angst dass er vielleicht runtergefallen ist und z.B. beim staubsaugen eingesaugt wurde und so im Müll landete. Wobei ich mir dann sage: „Jeder normale Mensch würde das beim ausleeren ( (wir haben einen Dyson, also nix mit Beutel) bemerken“ – oder? ODER???

Ich fische dan jedenfalls jedes Mal Legoteile raus. Und der Ring ist größer und glänzender als das Lego-Zeug. Vor allem muss das Ding ja eigentlich einen Höllenlärm machen im Staubsauger.

Mittlerweile hab ich natürlich den Staubsauger auseinander genommen und auch den Dreck da drin einmal durchgebaggert! Den kompletten Schreibtisch durchsucht, in sämtlichen Ablagen mehrmals gesucht, den Nachttisch sowie den Wickeltisch durchsucht und weggeschoben, unterm Bett geschaut, in Jacken, Taschen etc. pp. und nichts gefunden.

Und langsam aber sicher beschleicht mich Angst und Verzweiflung. Angst dass er wirklich für immer weg sein könnte. Und Verzweiflung weil ich langsam nicht mehr weiß wo ich noch suchen soll. 😢

Babymonate Kinderchaos

Und? Wie ist das jetzt so als Zweikindmama? 

Die Nordbabydame ist nun schon neun Wochen und zwei Tage bei uns. Ich bin also „schon“ über zwei Monate zweifache Mutter. Ich habe mir in der Schwangerschaft öfter mal Gedanken gemacht wie es sein wird. Ob ich alles schaffe?  Würde ich beiden Kindern gerecht werden? Würde ich einen geregelten Alltag hin bekommen? Wird der Haushalt schaffbar sein? Und teilweise hatte ich echt Panik dass alles scheitert.

Inzwischen bin ich in meiner neuen Rolle angekommen. Und auch der Butscher ist in seiner Rolle als großer Bruder angekommen. Er macht das wirklich großartig. Er versteht wenn ich mal nicht direkt kommen kann wenn er mich ruft. Er tröstet seine Schwester wenn sie weint und ich z. B. gerade auf der Toilette bin. Und er streichelt sie jeden Morgen zum Abschied ❤️

Der Haushalt ist nicht schaffbar. Jedenfalls nicht aktuell. Hier sieht es teilweise aus wie bei Hempels unterm Sofa.

Vor zwei Wochen habe ich mit Herr Nord komplett aufgeräumt und geputzt und mir vorgenommen jeden Tag bestimmte Dinge im Haushalt zu machen damit es so sauber bleibt. Pustekuchen! Ist nicht möglich. Ich muss mich aufteilen zwischen Haushalt, Nordbabydame, Butscher, Hund und Mann und irgendwie noch schauen dass ich mich selber nicht vergesse.Und die Prioritäten setze ich nun mal nicht beim Haushalt sondern bei meinen liebsten.

Mein Schreibtisch versinkt im Blätterchaos und ich glaube ich habe noch niemals so viele Unterlagen gesucht wie aktuell. Ich bin schon froh wenn ich die Küche einigermaßen geregelt bekomme und die Wäsche gewaschen und getrocknet kriege. Wäsche falten ist teilweise schon schwer. Der letzte Berg stand hier fünf Tage im Wohnzimmer und ich habe zwischendurch diverse Sachen rausgekramt 😆 Und gefaltet habe ich die nach den 5 Tagen auch nur, weil ich den Korb dann ganz dringend brauchte. Für den nächsten Wäscheberg. 🙈

Im Wohnzimmer kann man auf diversen Möbeln Kunstwerke in den Staub malen. Wann ich die Fenster das letzte Mal geputzt habe weiß ich gar nicht! Aber man kann noch rausgucken, das ist die Hauptsache 😜 Im Flur liegt Sand ohne Ende. Den bringt der Butscher immer aus dem Kindergarten mit. Und Staubsaugen ist auch nur noch so einmal die Woche drin, Staub wischen eher Wunschdenken. Und in der Küche steht noch das komplette Geschirr vom Abendessen, während ich hier Nachts um 4 Uhr beim stillen den Artikel am Smartphone weiter schreibe, den ich seit einer Woche schon als Entwurf gespeichert habe und schon längst posten wollte.

Aber das ist nicht so schlimm. Schlimmer wäre für mich, wenn ich das Gefühl hätte das eins meiner Kinder leidet oder zu kurz kommt. Gut, der Butscher bekommt im Moment definitiv weniger Aufmerksamkeit als die Nordbabydame, aber das liegt am Babysein. Sie muss gestillt, gewickelt und rumgetragen werden. Er hat das alles schon hinter sich. Und das habe ich ihm alles genau so auch mal erklärt. Nicht weil er sich beschwert hat, sondern weil ich dem schon vorweg gehen und es gar nicht so weit kommen lassen wollte. Und das schöne an dem großen Altersabstand ist, dass er das auch versteht. Die Gespräche mit ihm sind toll. Und er sieht auch das vieles so läuft wie vorher auch. Das „in den Kindergarten bringen“ zum Beispiel. Und er hat auch Exklusivzeit. Egal ob mit mir puzzeln oder spielen oder neulich mit Papa im Kino einen Männernachmittag mit dem LEGO Batman Movie. Da blieb ich mit dem Baby zuhause.

Das haben wir schon vor der Geburt so abgesprochen, das wir schauen dass der Butscher auch Zeit mit mindestens einem Elternteil alleine hat ohne Baby. Im Moment hat er die meiste Exklusivzeit mit Papa. Das finde ich aber auch sehr gut. Denn er war bisher mehr Mamakind und die beiden waren nicht so eng. Da ist das eine gute Gelegenheit dass die beiden sich annähern, denn ich finde er braucht seinen Papa mehr als er manchmal denkt.

Allgemein finde ich es richtig toll wie sich das alles fast von alleine in halbwegs geregelte Bahnen gelenkt hat. Ich hatte mir viel mehr Sorgen gemacht, mir alles schlimmer vorgestellt die erste Zeit. Die Panik hätte ich mir schenken können. Denn jetzt weiß ich dass das unnötig war. Ich muss nicht alles schaffen. Ich muss nicht alles perfekt machen. Die oberste Priorität ist der zwischenmenschliche Aspekt. Wir als Familie. Alles andere findet sich von alleine in einer angemessenen Zeit. Und wer es hier zu chaotisch findet darf gerne wieder gehen 👋 😊

Allgemein Babymonate

Wie geht es uns so? 

Bis auf den Versatile-Artikel hab ich ja seit dem Geburtsbericht nichts geschrieben.

Das liegt daran dass einfach noch kein wirklicher Rythmus eingekehrt ist. Es ist absolut nicht absehbar wann die Nordbabydame Hunger hat, wie sie schläft oder ob sie Koliken hat. Und ich kann sowieso davon ausgehen dass sie schreit, wenn ich gerade eine Minute am Computer sitze 😉

Aber uns geht es gut! Die kleine Dame hat etwas Schnupfen, aber das haben wir im Griff. Ist ja in dieser Zeit auch nicht unüblich. Ich bin froh wenn es dabei bleibt. Denn beim Butscher im Kindergarten ging diese Woche gar nichts mehr. Kindergarten fiel komplett aus weil die meisten Erzieher mit einem grippalen Infekt krank zuhause lagen.

Da wir ja nun endlich wissen was ich da geschlechtlich ausgebrütet habe, konnten wir endlich ausgiebig dem Shoppingfieber frönen und die Nordbabydame entsprechend austatten. Hier mal ein kleiner Teil der neuen Gaderobe – meine Babywalz-Sale-Schnäppchen!

Bis 62/68 ist die junge Dame nun glaube ich sehr gut augestattet. Denn zu dem Babywalz-Einkauf kamen noch zwei Shoppingtouren zu BabyOne und eine Bestellung bei Lidl. Ich bin ganz froh dass letztere einen Onlineshop haben! Wenn es da Babyklamöttchen gibt, will ich mich nämlich nicht unbedingt mit der Meute im Laden um die Sachen zanken, da lasse ich es dann lieber gnaz bleiben und verzichte dankend. Die meisten Mütter wissen was da abgeht wenn Kindersachen im Angebot sind 🙈

Der Butscher hat sich mittlerweile auch schon an sein Geschwisterchen gewöhnt. Als er sie zum ersten Mal im Krankenhaus sah, meinte er „Du darfst nach Hause kommen, aber das Ding bleibt da!“ – für einen 5-jährigen ist so ein kleines Baby auch sehr befremdlich und im ersten Moment halt alles andere als toll. Mittlerweile sieht er das anders. Abends, wenn ich ihm ein Hörspiel anmache, liegt sie mit ihm in seinem Bett, die beiden schauen sich an und er freut sich.

Und wie man sieht, hat er sich auch schon getraut den Wagen zu schieben 😊

In der kommenden Woche steht auch so einiges an. Meine Abschlussuntersuchung – kaum zu glauben dass die Geburt schon wieder so lange her ist 😱 – die U3 Untersuchung und die erste Impfung sowie ein Elternabend zur Einschulung des Butschers. Im Moment kommt so einiges zusammen.

Ich habe auch so vieles zu verbloggen, ich hoffe ich komme bald dazu. Ich bin auch ein bisschen traurig das ich nicht dazu kam über meinen Krankenhausaufenthalt vor der Geburt zu schreiben. Aber vielleicht hole ich das auch noch nach. Freut euch auf einige kommende Updates 🙂 Unter anderem auch zum Thema Stillen!

Allgemein Schwangerschaft

Wochenwechsel, ganz viel Regen und Strohwitwenzeit

Heute: SSW22 / 21+0

Heute ist Wochenwechsel. Schon wieder. Mir kommt es so vor, als ob wir vor kurzem erst den Schwangerschaftstest gemacht hätten.
Ja die zweite Schwangerschaft geht echt schnell vorbei. Schneller als die erste. Das liegt sich an mehreren Faktoren. Man kann sich beim zweiten Mal nicht so extrem auf die Schwangerschaft konzentrieren wie beim ersten. Es ist ja schon ein Kind da, dass auch Aufmerksamkeit braucht und auch einfordert. Man macht sich in der zweiten Schwangerschaft auch einfach mehr Gedanken: Werden sich die Geschwister verstehen? Werde ich beiden Kindern gerecht? Und so weiter…

Die junge Dame turnt derweil munter im Bauch herum. Die letzten beiden Nächte habe ich kaum geschlafen, weil sie vor allem Nachts ganz schön munter ist. Aber es war auch einfach zu warm. Wir hatten bestimmt so 28 Grad im Schlafzimmer. Und das ist mir viel zu viel. Selbst mit Fenster auf (was wir eigentlich ständig auf haben) wurde das nicht besser.

Massenweise Regen

Und dabei hat es gestern so toll abgekühlt. Naja.. ich glaube wir hätten aber auch alle auf die Abkühlung verzichtet wenn uns der Rest erspart geblieben wäre. Ich hatte gestern Kaffeebesuch. Noch nachträglich zum Geburtstag. Das letzte Wochenende war ja nicht so toll zum draußen sitzen, so das ich dass dann auf dieses Wochenende verschob. Wir saßen Nachmittags gemütlich auf der Terrasse im Schatten unseres Sonnenschirms, da kamen dann gegen 16 Uhr die ersten Tröpfchen. Wir räumten den Tisch, blieben aber – jeder mit einem Glas Wasser – unter dem Schirm sitzen. So dass wir im Fall der Fälle nur noch uns selber und die Gläser reinbringen müssten. Es hörte schnell wieder auf und ich war ein bisschen traurig. Etwas mehr Regen hätte ich mir schon gewünscht. Alleine schon für den Garten. Hätte ich da gewusst was noch kommt…

Keine halbe Stunde später, wir hatten uns in der Zwischenzeit reingesetzt, weil es begann zu donnern, hagelte es plötzlich. Und keine kleinen Körner! Einige davon hatten schon Golfballgröße. Es knallte ganz schön gegen die Fenster, auf die Terrassensteine und den Tisch draußen und ich beeilte mich die Rolläden runter zu lassen. Denn: Lieber einen kaputten Rolladen als kaputtes Glas! Noch währen ich die Rolläden runter lies, gesellte sich zum Hagel ein heftiger Regen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir hatten schon schlimme Regenfälle. Aber das gestern hat alles übertroffen. Es regnete so heftig dass sogar die Regenrinne es nicht mehr schaffte und das Regenwasser Wasserfallartig aus der Regenrinne fiel. Der Ablauf im Hinterhrof sprudelte Zentimeterhoch das Wasser wieder raus. Unser Hof schwamm und mein Mann schrie „Das läuft in den Keller!“

Oh neiiiin! Das hatte ich fast vergessen. Wir haben zwei Lüftungsschächte für die Kellerräume, das sind nach außen so geschlitzte Steine. Die Schlitze sind so hoch dass dort kein Wasser reinlaufen kann. Aber der Stein, der zum Innenhof geht, ist offenbar an der Unterseite undicht. Der müsste neu verspachtelt werden oder sonst was. Ich bin da kein Experte. Aber auf jeden Fall kommt dort das Wasser rein. Wenn im Hof das Wasser steht, läuft es von dort in den Keller. Als ich unten an kam fing es gerade an zu laufen. In Bächen rann das Wasser die Wand herunter. Wir stopften Handtücher, die vor der Waschmaschine auf ihre 60°C-Runde warteten in den Schacht und legten weitere Handtücher vor die Wand. In der Hoffnung dass das erst mal reicht. Aber es mussten noch andere Maßnahmen her!

Ich warf mir kurzerhand die Jacke über, ging barfuß durch zentimeterhohes Wasser zum Gartenhaus und schnappte mir den nächsten Besen um das Wasser aus dem Hof Richtung Einfahrt und Straße zu „kehren“. Mein Mann versuchte es zwischenzeitlich ziemlich niedlich mit dem Kehrblech vom Handfeger 😀 Als er das mit dem Besen sah, meinte er gleich „Gibt mir auch einen!“ und ich wurde von meiner Schwiegermutter abgelöst. Mit vereinter Kraft war der Hof dann schnell leer, so dass kein Wasser mehr vor der Treppe und dem Luftschacht stand.

Die Handtücher im Keller waren nass. Aber mehr auch nicht. Die drehen inzwischen ihre wohlverdiente 60°C-Runde. Die Nachbarn hat es schlimmer erwischt. Die haben eine Kellergarage, also eine tiefer gelegte. Das heißt das Haus selbst ist ebenerdig und die Einfahrt sehr steil nach unten. Das ganze Wasser lief natürlich die Einfahrt runter, in die Garage und den restlichen Keller. Wir hatten uns gerade von dem Schreck und dem Wasser kehren erholt, da fuhr die Feuerwehr in die Straße um den Keller der Nachbarn auszupumpen. Ist natürlich richtiger Bockmist für die Nachbarn 🙁

Vielleicht habe ich auch unruhig geschlafen weil ich Angst hatte dass es Nachts auch noch mal so heftig regnet und uns dann, ohne die Kehrmaßnahmen, der Keller doch noch richtig voll läuft.

Strohwitwe voraus!

Nächste Woche werde ich sicher auch unruhig schlafen. Denn von Montag bis Freitag bin ich Strohwitwe. Herr Nord fährt, wie alle zwei Jahre zur Branchenmesse und wird auch dort übernachten. Denn er ist an allen Tagen Vollzeit auf der Messe und wird Abends noch zusätzliche Kundentermine haben.

Strohwitwenzeit ist mich mich immer eine bittersüße Zeit. Ich vermisse Herr Nord natürlich immer sehr. Jetzt gerade wo ich Schwanger bin natürlich noch mal eine ganze Ecke extremer als sonst. Vor allem Abends im Bett, wenn nichts mehr zu tun ist am allermeisten. Es fehlt der andere Mensch im Bett, das vertraute gleichmäßige Atmen, die albernen Worte die wir manchmal noch wechseln, das Kuscheln, die Nähe, die Sicherheit dass jemand da ist.

Aber es gibt mir auch Zeit für mich. Wenn Herr Nord abwesend ist, plane ich für diese Tage immer Gerichte die ich gerne esse, er aber absolut nicht mag. Dinge mit Käse („iiih, Käse! Geh mir weg damit!“), Bolognese („Das sieht aus wie schon mal gegessen!“) oder Kürbiscremesuppe („Ich will was zum kauen haben, wenn ich esse! Püriertes krieg ich noch früh genug im Altersheim!“)

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Ein Kindergartenjahr und ein Elternsprecherjahr endet

Im Moment ist es still hier. Obwohl ich richtig Bock zum bloggen habe. Aber aktuell passiert hier nicht sooo viel.

Heute ist der letzte Kindergartentag. Die Ferien haben schon vor zwei Wochen angefangen und bis heute gab es Bedarfsdienst. Nun ist die KiTa ab Montag dreieinhalb Wochen geschlossen. Für mich ist somit auch der letzte Tag als Elternsprecherin angebrochen. Im nächsten Jahr werde ich das nicht mehr machen. Ich hätte es in Erwägung gezogen, wäre ich nicht schwanger. Aber so werde ich mich dazu definitiv nicht überreden lassen. Es ist mir mit Baby einfach zu viel und es ist leider auch ein sehr undankbarer Job.

Ich kann jedem Elternteil trotzdem nur empfehlen mal Elternsprecher zu werden. Man bekommt da einen ganz anderen Blick auf die Dinge die so im Kindergarten laufen. Oft will keiner freiwillig dieses Amt machen, bei den Wahlen schauen alle betreten zu Boden. Bei uns war es im letzten Jahr noch schlimmer da es im Jahr davor ein großes Theater  gab und so natürlich wirklich niemand mehr freiwillig wollte.

Da ich mich bei den Streiks sehr engagiert habe, wurde ich quasi in das Amt gedrängt und mit der Hinsicht dass wir sonst Nachmittags im Kindergarten zwangsweise wählen müssten, wo die meisten doch was besseres zu tun haben.. hab ich mich eben geopfert. Mir wurde viel Unterstützung zugesprochen. Davon habe ich dann im restlichen Jahr aber nicht wirklich viel gemerkt. Vor allem bei unserem jährlichen Frühlingsbasar nicht. Den musste ich dann wegen mangelnder Teilnehmer und Helfer absagen. Vor allem Helfer fehlten und das hat mich sehr enttäuscht. Das war nicht einmal eine Hand voll die sich bis zur Absage eingetragen hatten. Keiner wollte beim Aufbau helfen oder einen Kuchen backen. Ich hörte ganz oft „Ich habe Samstag was besseres zu tun als da zwei Stunden in der Halle zu stehen“ – Dass ich als Organisatorin da den ganzen Samstag opfere (von 8-16 Uhr mindestens) und mir auch was besseres vorstellen kann, daran hat natürlich keiner gedacht. Man macht das ja für den Kindergarten in den das eigene Kind geht. Hallo? Sind da zwei Stunden oder ein Kuchen echt zu viel verlangt?

Aber ich muss auch ehrlich sein und darf mich da nicht ausschließen. Denn ich habe auch dazu gehört. Also zu den Leuten die mich in meinem Jahr als Elternsprecherin doch traurig gestimmt haben :-/ Das Jahr als Elternsprecherin hat mir eben auch persönlich die Augen geöffnet und ich habe schon ein schlechtes Gewissen gehabt. Denn ich habe auch nicht geholfen im vorherigen Jahr. Weder beim Flohmarkt noch beim Adventsbasteln oder was sonst so anstand. Okay, ich war komplett neu im Kindergarten, das hat da zum Teil mit reingespielt. Viele der Eltern kennen sich schon seit der Krippe, die sind schon angekommen und kennen alles, vor allem kennen die sich auch untereinander und ich bin ja nicht nur im Kindergarten neu sondern auch allgemein hier im Ort neu gewesen. Als Neuling ist das alles sehr.. äääh.. viel und man hat da noch so gewisse Berührungsängste. Aber zum Teil war es auch der Gedanke „Machen ja die anderen“ und das ist eigentlich scheiße, denn wenn das jeder denkt macht es eben keiner.

Für mich war daher der Erzieherstreik im Frühjahr 2015 die Möglichkeit doch etwas zu tun und zu unterstützen. Und so war ich dann quasi die Deligierte  unseres Kindergartens, die mit anderen Eltern aus der Gemeinde vor dem Rathaus streikte und einen ganzen Stapel Briefe mit Rückforderungen der KiTa-Beiträge dem Bürgermeister persönlich übergab. Und es hat ja auch etwas gebracht.

Für das nächste Jahr werde ich zwar keine Elternsprecherin, aber ich habe mir vorgenommen zu unterstützen wo ich kann.

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Rotzekrank

Am Sonntag bin ich mit Halsschmerzen aufgewacht. Leider blieb es nicht dabei. Abends war mir so elend dass das Essen auswärts in der Gaststätte für mich pure Quälerei war.

Ich war am Montag direkt beim Arzt und fühl mich einfach nur hundselend und rotzekrank. Und kann nix anständiges nehmen, weil Schwanger. Und natürlich passt man in den ersten 12 Wochen noch mal besonders auf mit Medikamenten!

Mein Doc hat mir Hepar Sulfuris D10 verordnet. Zudem viel schlafen, viel Trinken, inhalieren…

Meine Nebenhöhlen sind dicht, ich habe Fieber, Husten natürlich auch (ich hasse Husten!) und ich mag absolut nicht krank sein. Lang ging es mir nicht so elend wie im Moment.

Zudem bin ich eigentlich als Betreuungsperson für zwei der drei Ausflugstage des Kindergartens eingetragen. Aber das geht absolut nicht. Ich kann mich ja nicht mal richtig um mich selbst kümmern, wie soll ich das denn dann mit Kindern machen?! Und das auch noch mehrere Stunden im Freien. Da sterbe ich! *schnief*

Auch wenns mir echt gegen den Strich geht den Kindergarten so hängen zu lassen. Aber zum Glück hat die Erzieherin viel Verständnis für mich gezeigt, die wissen ja auch schon von der Schwangerschaft.

Ich liege seit Tagen fast nur noch im Bett. Der Haushalt sieht aus wie reingekotzt. Sorry für die Beschreibung, es ist halt wirklich so. Aber ich hab auch weder Kraft noch Motivation iiirgendwas zu tun. Zum Glück hilft das Hepar Sulfuris sehr gut. Sonst quäle ich mich immer mindestens eine Woche mit dem Husten bis sich da mal was löst. Aber jetzt kann ich direkt Schleim abhusten und habe auch nicht das Gefühl dass ich „unnötig“ Husten muss, sondern wirklich nur wenn mein Körper sich befreien will von was.

Hoffentlich hat sich diese blöde Erkältung bald vom Acker gemacht. Ich hasse Krank sein! Vor allem in der Schwangerschaft!