Kinderchaos

Augenpflaster-Update

Es gibt ein Augenpflaster Update. Zunächst muss ich aber mal berichten was mir so für Vorurteile entgegen schlagen seit der Butscher Pflaster trägt.

Die Vorurteile kommen nicht von Kindern. Das mal vorweg. Bei den Kindern gibt es so was nicht. Da ist solch eine Veränderung vielleicht 1-2 Stunden ein Thema. Weil ist ja was besonderes. Aber nur aus Neugier, nicht weil sie etwas doof finden oder sich lustig machen. Das wird einfach hingenommen. Gelegentlich werden besonders coole Motive kommentiert. Das war es dann aber.

Ganz im Gegensatz zu den Erwachsenen.

  • „Schielt er oder wieso macht ihr das?“ – Augenpflaster bzw. „Okklusionstherapie“ wird in erster Linie eingesetzt bei „funktionell bedingter Sehschwäche“ (Amblyopie). Zur genauen Erklärung: Ein Auge sieht schlechter als das andere. Der Kopf blendet dieses aus, da das schlechtere Auge für ihn hinderlich ist. Ende vom Lied: Räumliches Sehen schwindet, Auge wird noch schlechter. Dem wird mit Augenpflaster entgegen gewirkt! Das gute Auge wird behindert damit der Kopf gezwungen ist mit dem schlechten Auge zu sehen. Beim schielen muss man erst mal untersuchen woher das kommt! Oft (Oft! Nicht „immer“!) ist dies nicht mit Augenpflastern zu therapieren. Ich habe z.B. als Kind auch leicht geschielt. Das kam von eienr Muskelschwäche. Ich musste dann in der Sehschule die Augen trainieren.

 

  • „Fängt er dadurch nicht an zu schielen?“ – Nein!

 

  •  „Das schadet doch mehr als dass es hilft“ – Also ich weiß echt nicht woher die Leute das haben, die so etwas sagen. Aber wenn man das wie verordnet durchzieht und den Kindern auch anständig und kindgerecht erklärt wieso das sein muss, dann hilft es sehr wohl! Und zwar merklich! Die Frage sollte viel eher sein: Was ist die mögliche Konsequenz daraus wenn man keine Therapie macht?

 

  • „wird er nicht gehänselt?“ – Nö. Die einzigen die das zum Thema machen seid ihr!

 

Das waren die Aussagen die mir eingefallen sind und die gehäuft vorkamen.

Mittlerweile waren wir wieder beim Augenarzt und waren wirklich erstaunt. Er klebt nur für 3 Stunden jeden Tag ab, mir kommt das reichlich wenig vor. Aber es ist schon viel besser geworden. Ich habe mir das absolut nicht vorstellen können. Aber man hat es direkt beim Sehtest gemerkt. Noch bevor die Ärztin etwas gesagt hat, wusste ich dass das Kleben ein voller Erfolg ist.

Wo er vorher schon arg kämpfen musste und mehr geraten hat als erkannt, hatte er dieses mal die ganze Reihe und die kleinere danach sehr souverän gemeistert. Erst danach kam er wieder ins straucheln und musste dann zugeben dass er es nicht mehr erkennt.

Wir bekamen ein Rezept für neue Augenpflaster und bleiben bei den 3 Stunden jeden Tag. Im August, kurz vor der Einschulung ist der nächste Termin.

Allgemein

Ganz schlimme Stilldemenz

Dass es hier im Moment so ruhig ist, liegt nicht dran dass ich nichts zum verbloggen habe. Im Gegenteil. Da gibt es eine Menge.

Es liegt eher daran, dass ich es nicht mehr weiß. Gestern hatte ich einen halben Blogartikel gedanklich vorformuliert, dachte „oh ja, super, genau so! Muss ich nachher unbedingt tippen“  – kam dann natürlich nicht dazu Und heute ist alles weg. Ich weiß noch nicht mal genau um was es eigentlich ging.

Die Stilldemenz hat mich voll im Griff. Dabei stille ich nicht mal mehr. Irgendwie scheint es da um den 5.-6. Monat einen hormonellen(?) Höhepunkt zu geben. Ich hoffe jedenfalls dass der Höhepunkt jetzt erreicht ist. Noch schlimmer kann es ja eigentlich nicht mehr werden.

Seit Wochen nehme ich mir vor hier und da anzurufen. Termine umzulegen, hier wie vereinbart Bescheid zu geben, dort etwas zu erfragen.. und vergesse es wieder bevor ich den Anruf tätigen konnte.

Oder neulich stand ich in der Küche vor dem offenen Kühlschrank und überlegte krampfhaft was ich eigentlich dort wollte. Und dann fiel mir ein dass ich meinem Sohn eigentlich seinen Schlafanzug holen wollte. Der natürlich nicht im Kühlschrank lag. Ich war da vollkommen falsch

So weit ist es mittlerweile also schon. Kann ja nicht mehr lange dauern bis ich mal mein Kind irgendwo vergesse

Babymonate

5 Monate Nord(herz)baby

Es ist unfassbar wie schnell die Zeit rennt. Ich habe wirklich das Gefühl das wird mit jedem Kind schneller.

Heute ist mein Mädchen schon 5 Monate auf der Welt und bereichert unser Leben, macht uns komplett. Das heißt auch nächsten Monat schon ein halbes Jahr 😱

Kaum zu glauben dass sie schon so lange da ist. Hielt ich sie nicht letzte Woche erst zum ersten Mal im Arm? Aber nein. Draußen ist es inzwischen warm. Der Sommer steht vor der Tür. Es ist definitiv nicht mehr Winter.

Gewachsen ist sie auch. Letzte Woche habe ich mal gemessen und maß 64cm, wenn ich mich nicht vermessen habe, aber das dürfte hinkommen. Das sind gut 15cm mehr als bei ihrer Geburt. Die meisten 56er Sachen haben wir schon aussortiert, manches passt aber noch. Je nachdem wie die Sachen ausfallen.

Nachts schläft sie echt gut. Spätestens gegen 22 Uhr schließt sie ihre Äuglein, wird dann gegen 4 Uhr wach für ihre Flasche und schläft dann weiter bis ich sie wecken muss weil wir zum Kindergarten müssen. Wenn man sie schlafen lässt, schläft sie teilweise bis 9 Uhr. Ansonsten macht sie nach dem Kindergarten- und Gassigang noch mal ein Nickerchen.

Was sie vor allem für sich entdeckt hat sind Pupsgeräusche mit der Zunge und den Lippen. Die macht sie gerne und oft. Egal wo. Das hat der Butscher nicht gemacht. Manchmal muss ich sie umziehen weill sie sich dadurch total nass gesabbert hat. Sind nämlich ziemlich feuchte Pupse 😂

Wir haben vor kurzem mit der Beikost angefangen. Ja, ich weiß, heikles Thema 🙄 Liebe Leser, ich verfechte den Ansatz Leben und Leben lassen. Es gibt wenige NoGos, Kinder schlagen oder ohne Autositz fahren lassen, wo ich mich wirklich aufregen würde oder meine etwas sagen zu müssen. Ich weiß absolut nicht wieso teilweise so viel Aufhebens darum gemacht wird, WANN mit Beikost angefangen wird und wann nicht. So lange sich das ganze im Rahmen der Empfehlungen bewegt und niemand das Kind zwingt,  ist doch alles okay!

Ich habe das sowohl beim Butscher als auch beim Mädchen nach Gefühl und Intuition gemacht. Habe auf Anzeichen geachtet… Und ich denke das ist alles schon ganz richtig so 😉
Pastinake mag sie absolut nicht. Das spuckt sie wieder aus. Kürbis ist der große Renner bei ihr. Da hat sie mir sogar den Löffel aus der Hand genommen weil es nicht schnell genug ging 😂

Ansonsten macht die Nordbabydame manchmal über Nacht riesige Fortschritte. Bis letzte Woche dachte ich noch, dass mit dem Krabbeln dauert sicher länger als beim Sohn. Aber jetzt plötzlich robbt sie durch das Laufgitter (meist rückwärts) und versucht die Beine unter den Körper zu bekommen. Das klappt natürlich noch nicht wirklich. Deshalb wird dann gemeckert und geweint.

Seit zwei Tagen wird aber sowieso generell sehr viel geweint. Sie ist unausstehlich, fängt aus dem nichts heraus an zu weinen, sabbert viel, kaut auf allem rum und hat rote Bäckchen – kurz: Sie zahnt! Und da kann man ja bekanntlich nicht wirklich viel machen. Beißring ins Kühlfach legen, Zahnfleisch massieren, Mammut Zahni-Gel oder Osanit-Kügelchen geben. Beides hab ich (noch) gar nicht da – ja ich weiß, für einen alten Hasen bin ich schlecht vorbereitet! Ich bin echt mal gespannt wann der erste Zahn raus schaut.

Kinderchaos Meilensteine

Erste Schritte in die Selbstständigkeit – Allein zuhause

Der Butscher ist inzwischen 6 Jahre alt. Ein ganz schönes Alter schon. Erinnert ihr euch noch was ihr damals schon alles durftet?

Es ist das Alter in dem man zur Schule kommt. Selbstständiger wird. Es wird langsam Zeit etwas loszulassen. Ich durfte in dem Alter schon alleine zum Bäcker. Und natürlich zu meinen Freunden eine Straße weiter. Der Bäcker war direkt um die Ecke.

Das geht hier leider nicht. Denn es gibt einen Bäcker in der Nähe. Aber da würde ich nicht mal meinen ärgsten Feind hin schicken zum Brötchen holen. Zur Tanke darf er nicht. Die liegt nicht mehr hier im Wohngebiet, da müsste er ohne jegliche Ampel oder Zebrastreifen eine große Straße überqueren. Und im Gegensatz zu meinem Elternhaus, dass abseits jeglichen Verkehrs in einem reinen Wohngebiet ohne Durchgangsverkehr lag, wohnen wir hier fast direkt an einer großen Hauptverkehrsstraße wo öfter auch mal „nette“ Motorradfahrer ihre guten Manieren vergessen sowie die Tatsache, dass hier eine Schule und ein Kindergarten direkt an selbiger Straße sind. Da wird mit 120km/h durch die 50er Zone gebrettert. Daher: Zur Tanke nur mit Begleitung. Noch. Davon werde ich auch erst abrücken wenn ich das Gefühl habe dass es klappt und er nicht unterm Auto oder Motorrad landet.

Alleine bleiben

Ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit ist bei uns, dass der Butscher mittlerweile nicht mehr überall mit uns hin muss. Fast 6 Jahre lang musste er überall mit hin. Zum Einkaufen, zu den langweiligsten Terminen, zum Dönerladen, zur Apotheke. Die einzige Ausnahme war vorher schon: Wenn ich mit dem Hund Gassi war und er keine Lust hatte mit zu gehen. Da befand ich mich ja immer in direkter Umgebung und war maximal 25 Minuten weg. Weil ich nie große Runden ging wenn ich das Kind alleine zuhause wusste.

Das ist jetzt nicht mehr so. Wenn er möchte darf er auch sonst öfter mal zuhause bleiben. Das beschränkt sich aber auf den Wohnort und eine Zeit von maximal zwei Stunden. In die Stadt oder im größeren Umkreis, wo wir nicht innerhalb weniger Minuten zuhause sein können, muss er noch mit. Auch wenn ihm das nicht immer gefällt.

Aber wenn wir bei uns im Ort einkaufen gehen müssen, die Nordbabydame zum Kinderarzt muss oder ähnliches – dann darf er zuhause bleiben.

Aber nur mit Regeln

Natürlich geht dies nicht ohne Regeln!

Die sehen wie folgt aus:

  1. es wird nicht geklettert. Egal um was es geht. Unerreichbares Spielzeug, entdeckte Süßigkeiten, Stifte im oberen Regal – es wird nicht geklettert! Wenn etwas in unerreichbarer Höhe liegt, muss er warten bis wir wieder da sind.
  2. Finger weg vom Herd und ähnlichen Dingen! Wenn er Hunger bekommt, kann er Brot, Obst oder Jogurt essen.
  3. Wenn es klingelt darf er nicht auf machen. Er soll es ignorieren. Der Postbote weiß wo die Pakete hingehören wenn keiner aufmacht. Und alle anderen sollen halt ein anders Mal wieder kommen
  4. Er darf nicht raus zum spielen. Haus verlassen nur in Notfällen. Und dann gegenüber zum Nachbarn laufen.
  5. Falls doch Kontakt vorkommt: Fremden gegenüber nicht erwähnen dass er alleine zuhause ist. Mama ist im Keller und macht Wäsche o.ä.
  6. Wenn irgendetwas ist, ruft er uns an!

Für die letzte Regel hängt auf seiner Augenhöhe am Kühlschrank ein Zettel. Darauf stehen die Notrufnummern der Feuerwehr und Polizei sowie die Handynummern von mir und Herr Nord.

Telefonieren hat er geübt und auch schon mehrmals selbstständig gemacht. Nicht weil etwas war und wir heim kommen mussten (das kam tatsächlich noch nie vor) – sondern weil er z.B. seinen Papa vermisste als der auf Geschäftsreise war. Da hat er sich das Telefon geschnappt und ihn einfach mal angerufen

Das Alleinebleiben klappt sehr gut und wir haben ihn dafür auch schon sehr gelobt. Er hält sich an die Regeln. Er macht kein Chaos und verhält sich anständig, ruhig, beschäftigt sich ohne Dummheiten zu machen. Und ich denke: Richtige Entscheidung! Auch wenn ich beim ersten Mal sehr unsicher war – irgendwann muss man auch mal etwas wagen und seinem Kind etwas zutrauen.

Mit diesem Vorgehen sind wir unter den Bekannten und KiGa-Freunden die ebenfalls inzwischen 6 Jahre alt sind und mit ihm zur Schule kommen offenbar die Exoten. Wenn wir beim einkaufen Kinder nebst Eltern aus seiner Gruppe treffen ist die erste Frage „Wo ist denn der Butscher?“ –  Antwort: „Zuhause“

Die nächste Frage ist dann jedes mal „Mit seiner Oma?“ – Antwort: „Nein, er ist alleine zuhause“

Stille. Blick zum eigenen Kind. Und man sieht jedes Mal direkt wie im Kopf die Rädchen rattern. Mit der Frage „Könnte ich das mit meinem Kind auch machen?“

Ich finde: Ja sollte man können. Nicht unbegrenzt. Siehe oben. Aber ich sehe es im Allgemeinen so: Klar habe ich Kinder bekommen weil ich diese wollte. Die sind aber nicht dazu da meinen Willen und meine innere Glucke zu befriedigen. Sondern es ist meine Aufgabe als Elternteil, sie zu selbstständigen, selbstsicheren Menschen zu erziehen die ich irgendwann reinen Gewissens in die Welt entlassen kann, in dem Bewusstsein dass sie alleine klar kommen, gute Entscheidungen treffen und nicht irgendwann twittern dass sie zwar Gedichte in vier Sprachen analysieren können aber nicht wissen wie das mit der Miete läuft.

Und das fängt halt früh an. Auch wenn ich, wie schon öfter erwähnt, gar nicht glauben kann dass mein Kind schon so groß ist. Er ist es. Und er zeigt mir dass er den Aufgaben gewachsen ist die man ihm zutraut. Oder eher sogar dass ich mir viel zu viele Gedanken mache.

Es ist nicht einfach – das Loslassen

Die Sache mit dem loslassen ist gar nicht so einfach. Wieso sagt einem das eigentlich vorher niemand? Wieso haben unsere Eltern uns das nie gesagt?

Wieso hat mir keiner gesagt dass ich im Gedankenkarussel gefangen sein werde, wenn das Kind zum ersten Mal fremd betreut wird? Wieso hat mir niemand gesagt dass man tausend Tode stirbt und sich die schlimmsten Sachen ausmalt wenn das Kind zum ersten Mal ohne Eltern auf einem Ausflug ist? Und wieso hat mir keiner gesagt dass es unheimlich schwer ist, die Kontrolle aufzugeben die man über dieersten  Jahre, als das Kind Baby und Kleinkind war, so sehr gewöhnt war?

Aber andererseits, hätten wir zugehört? Hätten wir es ihnen geglaubt`Wahrscheinlich hätten wir sie ausgelacht. Es gehört wohl dazu. Man versteht das erst wenn man selber Eltern ist. Wenn man da so sitzt, zuhause, alleine, und sich solche Gedanken macht, dann denkt man automatisch an seine Eltern. Und fragt sich wie die das damals gemacht haben. Wie sie empfunden haben. Ob sie das selbe dachten? Das selbe fühlten?

 

Wie ist das bei euch? Dürfen eure Kinder alleine zuhause bleiben? Dürfen sie andere Dinge machen? Ich würde es wahnsinnig gerne erfahren. Schreibt mir doch einen Kommentar!

Allgemein

Er ist wieder da! 

Ich habe ja Anfang April berichtet dass mein Ehering verschwunden ist. Nun kann ich mit Freude berichten: Er ist wieder da!

Ich kann das immer noch nicht glauben. Wie es dazu kam:

Die letzten Wochen waren schlimm für mich. Immer wieder wälzte ich Gedanken. Fragte mich wo ich ihn liegen gelassen haben könnte und ob ich ihn im Schusselanfall vielleicht sogar mit irgendwas zusammen in die Mülltonne geworfen haben könnte.

Ich fühlte mich nackt ohne meinen Ring. Betrachtete öfter traurig meine leere Hand und unterdrückte so manche Träne. Es fehlte etwas wichtiges. Vor allem an unserem Jahrestag. Und der Hochzeitstag steht auch bald an. Ohne Ring. Schrecklich 😢

Irgendwann kam mir dann so die Idee ob wir denn eigentlich unter unserem Bett genau geschaut haben. Er könnte ja vom Nachttisch gefallen und unters Bett gerollt sein?!

Also lag ich am Vatertag Abends halb unterm Bett. Enttäuscht dass ich nichts fand, außer einer verschollenen Tempopackung und Staub.

Ich lag dort und starrte so vor mich hin, überlegte verzweifelt wo ich noch nachschauen könnte. Und kam dann auf die Idee unsere Matratzen jeweils halb vom Bett zu ziehen um in die Bettritze zu gucken. Ich fand das selber albern. Reine Verzweiflungstat. Ich würfe sowieso nichts finden.

Wir haben ein IKEA NYVOLL (gibt es leider mittlerweile nicht mehr) im klassischen 180cm mit zwei sehr hohen 90cm breiten Matratzen.

Also hiefte ich die Matratzen weg, kletterte auf meine drauf und schaute nach. Und da lag er. Ich konnte es gar nicht glauben. DA LAG ER EINFACH!

Ich schrie vor Freude. Herr Nord kam angerannt weil er dachte es wäre etwas passiert. Und die Nachbarn waren sicher auch irritiert 😂

Mit dem Ring am Finger wedelte ich Herr Nord dann vor der Nase rum und sprang ihn fast an. „Du hast ihn gefunden?“ fragte er ungläubig. „Mhmmmm!“ war alles was ich sagen konnte.  Danach konnte mir keiner mehr die Laune verhageln! Ich war so gut drauf als hätten wir in Lotto gewonnen 😂

Auch jetzt starre ich manchmal noch den Ring an und denke: Unfassbar dass Du wieder aufgetaucht bist!

Manchmal lohnt es sich an den absurdesten Orten zu suchen. Ich weiß bis jetzt nicht wie er da hin gekommen ist. Vermutlich ist er mir Nachts vom Finger gerutscht oder ich hab ihn im Halbschlaf abgemacht. Wer weiß… Ist ja auch alles egal. Hauptsache er ist wieder da!

Kinderchaos Meilensteine

Die Wahl des Schulranzens

Ich glaube nichts ist so wichtig wie die Wahl des richtigen Schulranzens. Im besten Fall tragen die Kinder ihn die ganze Grundschulzeit über auf dem rücken. Früher gab es nur die langweiligen, viereckigen Kästen.. die Prä-90-Generation nickt jetzt wissend 😄 Aber heutzutage kann man sich ja vor Formen und Ausführungen gar nicht entscheiden. Die klassische Kastenform ist längst Geschichte. Es gibt sowohl rucksackartige Schulranzen als auch feste Formen. Es gibt sie in breit und schmal, in hoch und niedrig, mit Beckengurt, ohne, mit verschiedener Polsterung. Da soll man noch durchblicken!

Ich hatte am Anfang zwei Marken auf dem Schirm. Ergobag und Step by Step. Das sind wohl so die gängigsten Marken hier. Beide haben Vor- und Nachteile. Beide werden von verschiedenen Vereinen mit Thema Rückengesundheit empfohlen. Step by Step von der AGR  (Aktion Gesunder Rücken e.V.) und Ergobag vom IGR (Interessengemeinschaft der Rückenschullehrer/Innen e.V.). Auf meine Anfrage an Ergobag wieso Zertifikat vom IGR gewählt wurde und nicht AGR (es hätte mich wirklich interessiert!) kam aber nur eine nichtssagende Antwort. Ein Standardsatz. Das hat mich tatsächlich sehr geärgert. Ich vermute der Mitarbeiter der mir schrieb dufte dazu nichts sagen. Ist okay. Damit hatte ich zum Teil gerechnet. Aber dann kann man auch ehrlich sein und sagen „Das sind interne Entscheidungen zu denen wir keine Auskunft geben“ anstatt mich mit einem nichtssagenden Standardsatz abzuspeisen.

Weiter war ich damit nun jedenfalls nicht. Also fragte ich mal die Freundin meines Bruders um Rat – die ist Physiotherapeutin und spezialisiert sich vor allem auf Kinder – und zeigte ihr den Ergobag Cubo und den Step By Step Comfort. Sie tendierte sofort zum Ergobag. Wegen den gut gepolsterten Trägern, dem breiten Beckengurt und der Einstellmöglichkeiten. Das waren auch meine Gründe zum Ergobag zu tendieren.

Wir fuhren dann vor ein paar Wochen Abends zu Dodenhof und schauten uns dort Ranzen an. Der Butscher hat sowohl den Step by Step als auch den Ergobag anprobiert. Herr Nord war mit dem Verschluss des SbS Comfort total überfordert. Aufmachen war kein Problem. Nur zu bekam er ihn nicht mehr. Und ich ehrlich gesagt auch nicht. Ein dicker Minuspunkt war die meiner Meinung nach billig wirkende Rückenpolsterung und dass man ihn im Gegensatz zum Ergobag nicht auf die Körpergröße einstellen kann. Dem Butscher gefiel der Ergobag Cubo dann auch besser. Er war meiner Meinung nach für ihn auch die bessere Wahl, alleine von der Breite. Er ist ein schmales Kerlchen und der SbS Comfort war breiter als mein Kind 🙈 Zudem machte er automatisch einen Buckel als er den auf dem Rücken hatte. Und dabei war da noch gar nichts drin!

Es sollte also ein Ergobag Cubo sein. Und der ist mittlerweile auch hier eingezogen. Die Farbe „LiBäro“ hat sich der Butscher ausgesucht.

Mit zum Set gehört neben dem Ranzen auch ein Sportbeutel, eine Schlamperrolle und ein Federmäppchen sowie 5 Kletties die man individuell am Ranzen oder am Sportbeutel anbringen kann.

Hier ein paar Detailbilder was Träger und Einstellmöglichkeiten anbelangt. Ich bin echt sehr begeistert wie robust der Cubo ist und wie gut man das einstellen kann ohne sich zu ärgern.

Perfekt eingestellt ist der Ranzen jetzt noch nicht. Er wird aber auch erst im August eingeschult. Bis dahin wächst er noch. Das machen wir erst ca. eine Woche vor der Einschulung.

Von Innen sieht der Ranzen übrigens so aus:

Die mittlere Trennung ist per Klett befestigt und lässt sich rausnehmen oder verstellen.Auch die aufgesetzte Tasche vorne ist sehr geräumig und bietet genug Platz für eine große Brotdose und Trinkflasche. Das ist auch noch ein Thema das mich beschäftigt: Welche Brotdose? Denn die Zeiten in denen ich ihm, wie im Kindergarten, 2-3 verschiedene Dosen mitgeben konnte sind dann definitiv vorbei. Das nimmt Platz weg im Ranzen. Und im Gegensatz zum Kindergarten ist der Ranzen ja für die Schulsachen da und nicht hauptsächlich fürs Essen.

Was ich auch sehr toll finde ist, dass man den Sportbeutel am Ranzen befestigen kann, so dass er diesen nicht unbedingt noch tragen muss und beide Hände frei hat!

Das Mäppchen istschon bestückt beim Kauf. Allerdings werde ich da noch etwas ändern, da mir das so nicht ganz gefällt. Zudem gibt es von der Schule auch einige Vorgaben. Das Einschulungsshopping poste ich dann noch mal separat wenn alles da ist. Die Hälfte der Materialien ist nämlich noch unterwegs.

Habt ihr schon Schulpflichtige Kinder? Welche Ranzen habt ihr gewählt?

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