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Meilensteine

Kinderchaos Meilensteine

Erste Schritte in die Selbstständigkeit – Allein zuhause

Der Butscher ist inzwischen 6 Jahre alt. Ein ganz schönes Alter schon. Erinnert ihr euch noch was ihr damals schon alles durftet?

Es ist das Alter in dem man zur Schule kommt. Selbstständiger wird. Es wird langsam Zeit etwas loszulassen. Ich durfte in dem Alter schon alleine zum Bäcker. Und natürlich zu meinen Freunden eine Straße weiter. Der Bäcker war direkt um die Ecke.

Das geht hier leider nicht. Denn es gibt einen Bäcker in der Nähe. Aber da würde ich nicht mal meinen ärgsten Feind hin schicken zum Brötchen holen. Zur Tanke darf er nicht. Die liegt nicht mehr hier im Wohngebiet, da müsste er ohne jegliche Ampel oder Zebrastreifen eine große Straße überqueren. Und im Gegensatz zu meinem Elternhaus, dass abseits jeglichen Verkehrs in einem reinen Wohngebiet ohne Durchgangsverkehr lag, wohnen wir hier fast direkt an einer großen Hauptverkehrsstraße wo öfter auch mal „nette“ Motorradfahrer ihre guten Manieren vergessen sowie die Tatsache, dass hier eine Schule und ein Kindergarten direkt an selbiger Straße sind. Da wird mit 120km/h durch die 50er Zone gebrettert. Daher: Zur Tanke nur mit Begleitung. Noch. Davon werde ich auch erst abrücken wenn ich das Gefühl habe dass es klappt und er nicht unterm Auto oder Motorrad landet.

Alleine bleiben

Ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit ist bei uns, dass der Butscher mittlerweile nicht mehr überall mit uns hin muss. Fast 6 Jahre lang musste er überall mit hin. Zum Einkaufen, zu den langweiligsten Terminen, zum Dönerladen, zur Apotheke. Die einzige Ausnahme war vorher schon: Wenn ich mit dem Hund Gassi war und er keine Lust hatte mit zu gehen. Da befand ich mich ja immer in direkter Umgebung und war maximal 25 Minuten weg. Weil ich nie große Runden ging wenn ich das Kind alleine zuhause wusste.

Das ist jetzt nicht mehr so. Wenn er möchte darf er auch sonst öfter mal zuhause bleiben. Das beschränkt sich aber auf den Wohnort und eine Zeit von maximal zwei Stunden. In die Stadt oder im größeren Umkreis, wo wir nicht innerhalb weniger Minuten zuhause sein können, muss er noch mit. Auch wenn ihm das nicht immer gefällt.

Aber wenn wir bei uns im Ort einkaufen gehen müssen, die Nordbabydame zum Kinderarzt muss oder ähnliches – dann darf er zuhause bleiben.

Aber nur mit Regeln

Natürlich geht dies nicht ohne Regeln!

Die sehen wie folgt aus:

  1. es wird nicht geklettert. Egal um was es geht. Unerreichbares Spielzeug, entdeckte Süßigkeiten, Stifte im oberen Regal – es wird nicht geklettert! Wenn etwas in unerreichbarer Höhe liegt, muss er warten bis wir wieder da sind.
  2. Finger weg vom Herd und ähnlichen Dingen! Wenn er Hunger bekommt, kann er Brot, Obst oder Jogurt essen.
  3. Wenn es klingelt darf er nicht auf machen. Er soll es ignorieren. Der Postbote weiß wo die Pakete hingehören wenn keiner aufmacht. Und alle anderen sollen halt ein anders Mal wieder kommen
  4. Er darf nicht raus zum spielen. Haus verlassen nur in Notfällen. Und dann gegenüber zum Nachbarn laufen.
  5. Falls doch Kontakt vorkommt: Fremden gegenüber nicht erwähnen dass er alleine zuhause ist. Mama ist im Keller und macht Wäsche o.ä.
  6. Wenn irgendetwas ist, ruft er uns an!

Für die letzte Regel hängt auf seiner Augenhöhe am Kühlschrank ein Zettel. Darauf stehen die Notrufnummern der Feuerwehr und Polizei sowie die Handynummern von mir und Herr Nord.

Telefonieren hat er geübt und auch schon mehrmals selbstständig gemacht. Nicht weil etwas war und wir heim kommen mussten (das kam tatsächlich noch nie vor) – sondern weil er z.B. seinen Papa vermisste als der auf Geschäftsreise war. Da hat er sich das Telefon geschnappt und ihn einfach mal angerufen

Das Alleinebleiben klappt sehr gut und wir haben ihn dafür auch schon sehr gelobt. Er hält sich an die Regeln. Er macht kein Chaos und verhält sich anständig, ruhig, beschäftigt sich ohne Dummheiten zu machen. Und ich denke: Richtige Entscheidung! Auch wenn ich beim ersten Mal sehr unsicher war – irgendwann muss man auch mal etwas wagen und seinem Kind etwas zutrauen.

Mit diesem Vorgehen sind wir unter den Bekannten und KiGa-Freunden die ebenfalls inzwischen 6 Jahre alt sind und mit ihm zur Schule kommen offenbar die Exoten. Wenn wir beim einkaufen Kinder nebst Eltern aus seiner Gruppe treffen ist die erste Frage „Wo ist denn der Butscher?“ –  Antwort: „Zuhause“

Die nächste Frage ist dann jedes mal „Mit seiner Oma?“ – Antwort: „Nein, er ist alleine zuhause“

Stille. Blick zum eigenen Kind. Und man sieht jedes Mal direkt wie im Kopf die Rädchen rattern. Mit der Frage „Könnte ich das mit meinem Kind auch machen?“

Ich finde: Ja sollte man können. Nicht unbegrenzt. Siehe oben. Aber ich sehe es im Allgemeinen so: Klar habe ich Kinder bekommen weil ich diese wollte. Die sind aber nicht dazu da meinen Willen und meine innere Glucke zu befriedigen. Sondern es ist meine Aufgabe als Elternteil, sie zu selbstständigen, selbstsicheren Menschen zu erziehen die ich irgendwann reinen Gewissens in die Welt entlassen kann, in dem Bewusstsein dass sie alleine klar kommen, gute Entscheidungen treffen und nicht irgendwann twittern dass sie zwar Gedichte in vier Sprachen analysieren können aber nicht wissen wie das mit der Miete läuft.

Und das fängt halt früh an. Auch wenn ich, wie schon öfter erwähnt, gar nicht glauben kann dass mein Kind schon so groß ist. Er ist es. Und er zeigt mir dass er den Aufgaben gewachsen ist die man ihm zutraut. Oder eher sogar dass ich mir viel zu viele Gedanken mache.

Es ist nicht einfach – das Loslassen

Die Sache mit dem loslassen ist gar nicht so einfach. Wieso sagt einem das eigentlich vorher niemand? Wieso haben unsere Eltern uns das nie gesagt?

Wieso hat mir keiner gesagt dass ich im Gedankenkarussel gefangen sein werde, wenn das Kind zum ersten Mal fremd betreut wird? Wieso hat mir niemand gesagt dass man tausend Tode stirbt und sich die schlimmsten Sachen ausmalt wenn das Kind zum ersten Mal ohne Eltern auf einem Ausflug ist? Und wieso hat mir keiner gesagt dass es unheimlich schwer ist, die Kontrolle aufzugeben die man über dieersten  Jahre, als das Kind Baby und Kleinkind war, so sehr gewöhnt war?

Aber andererseits, hätten wir zugehört? Hätten wir es ihnen geglaubt`Wahrscheinlich hätten wir sie ausgelacht. Es gehört wohl dazu. Man versteht das erst wenn man selber Eltern ist. Wenn man da so sitzt, zuhause, alleine, und sich solche Gedanken macht, dann denkt man automatisch an seine Eltern. Und fragt sich wie die das damals gemacht haben. Wie sie empfunden haben. Ob sie das selbe dachten? Das selbe fühlten?

 

Wie ist das bei euch? Dürfen eure Kinder alleine zuhause bleiben? Dürfen sie andere Dinge machen? Ich würde es wahnsinnig gerne erfahren. Schreibt mir doch einen Kommentar!

Kinderchaos Meilensteine

Die Wahl des Schulranzens

Ich glaube nichts ist so wichtig wie die Wahl des richtigen Schulranzens. Im besten Fall tragen die Kinder ihn die ganze Grundschulzeit über auf dem rücken. Früher gab es nur die langweiligen, viereckigen Kästen.. die Prä-90-Generation nickt jetzt wissend 😄 Aber heutzutage kann man sich ja vor Formen und Ausführungen gar nicht entscheiden. Die klassische Kastenform ist längst Geschichte. Es gibt sowohl rucksackartige Schulranzen als auch feste Formen. Es gibt sie in breit und schmal, in hoch und niedrig, mit Beckengurt, ohne, mit verschiedener Polsterung. Da soll man noch durchblicken!

Ich hatte am Anfang zwei Marken auf dem Schirm. Ergobag und Step by Step. Das sind wohl so die gängigsten Marken hier. Beide haben Vor- und Nachteile. Beide werden von verschiedenen Vereinen mit Thema Rückengesundheit empfohlen. Step by Step von der AGR  (Aktion Gesunder Rücken e.V.) und Ergobag vom IGR (Interessengemeinschaft der Rückenschullehrer/Innen e.V.). Auf meine Anfrage an Ergobag wieso Zertifikat vom IGR gewählt wurde und nicht AGR (es hätte mich wirklich interessiert!) kam aber nur eine nichtssagende Antwort. Ein Standardsatz. Das hat mich tatsächlich sehr geärgert. Ich vermute der Mitarbeiter der mir schrieb dufte dazu nichts sagen. Ist okay. Damit hatte ich zum Teil gerechnet. Aber dann kann man auch ehrlich sein und sagen „Das sind interne Entscheidungen zu denen wir keine Auskunft geben“ anstatt mich mit einem nichtssagenden Standardsatz abzuspeisen.

Weiter war ich damit nun jedenfalls nicht. Also fragte ich mal die Freundin meines Bruders um Rat – die ist Physiotherapeutin und spezialisiert sich vor allem auf Kinder – und zeigte ihr den Ergobag Cubo und den Step By Step Comfort. Sie tendierte sofort zum Ergobag. Wegen den gut gepolsterten Trägern, dem breiten Beckengurt und der Einstellmöglichkeiten. Das waren auch meine Gründe zum Ergobag zu tendieren.

Wir fuhren dann vor ein paar Wochen Abends zu Dodenhof und schauten uns dort Ranzen an. Der Butscher hat sowohl den Step by Step als auch den Ergobag anprobiert. Herr Nord war mit dem Verschluss des SbS Comfort total überfordert. Aufmachen war kein Problem. Nur zu bekam er ihn nicht mehr. Und ich ehrlich gesagt auch nicht. Ein dicker Minuspunkt war die meiner Meinung nach billig wirkende Rückenpolsterung und dass man ihn im Gegensatz zum Ergobag nicht auf die Körpergröße einstellen kann. Dem Butscher gefiel der Ergobag Cubo dann auch besser. Er war meiner Meinung nach für ihn auch die bessere Wahl, alleine von der Breite. Er ist ein schmales Kerlchen und der SbS Comfort war breiter als mein Kind 🙈 Zudem machte er automatisch einen Buckel als er den auf dem Rücken hatte. Und dabei war da noch gar nichts drin!

Es sollte also ein Ergobag Cubo sein. Und der ist mittlerweile auch hier eingezogen. Die Farbe „LiBäro“ hat sich der Butscher ausgesucht.

Mit zum Set gehört neben dem Ranzen auch ein Sportbeutel, eine Schlamperrolle und ein Federmäppchen sowie 5 Kletties die man individuell am Ranzen oder am Sportbeutel anbringen kann.

Hier ein paar Detailbilder was Träger und Einstellmöglichkeiten anbelangt. Ich bin echt sehr begeistert wie robust der Cubo ist und wie gut man das einstellen kann ohne sich zu ärgern.

Perfekt eingestellt ist der Ranzen jetzt noch nicht. Er wird aber auch erst im August eingeschult. Bis dahin wächst er noch. Das machen wir erst ca. eine Woche vor der Einschulung.

Von Innen sieht der Ranzen übrigens so aus:

Die mittlere Trennung ist per Klett befestigt und lässt sich rausnehmen oder verstellen.Auch die aufgesetzte Tasche vorne ist sehr geräumig und bietet genug Platz für eine große Brotdose und Trinkflasche. Das ist auch noch ein Thema das mich beschäftigt: Welche Brotdose? Denn die Zeiten in denen ich ihm, wie im Kindergarten, 2-3 verschiedene Dosen mitgeben konnte sind dann definitiv vorbei. Das nimmt Platz weg im Ranzen. Und im Gegensatz zum Kindergarten ist der Ranzen ja für die Schulsachen da und nicht hauptsächlich fürs Essen.

Was ich auch sehr toll finde ist, dass man den Sportbeutel am Ranzen befestigen kann, so dass er diesen nicht unbedingt noch tragen muss und beide Hände frei hat!

Das Mäppchen istschon bestückt beim Kauf. Allerdings werde ich da noch etwas ändern, da mir das so nicht ganz gefällt. Zudem gibt es von der Schule auch einige Vorgaben. Das Einschulungsshopping poste ich dann noch mal separat wenn alles da ist. Die Hälfte der Materialien ist nämlich noch unterwegs.

Habt ihr schon Schulpflichtige Kinder? Welche Ranzen habt ihr gewählt?

Kinderchaos Meilensteine

Geburtstag! 6 Jahre Butscher ♥

Heute Nacht habe ich noch schnell den Geburtstagstisch gedeckt und alles vorbereitet. Und dabei immer wieder gedacht „Unfassbar. Ist der wirklich dann schon 6 Jahre alt? Ist es wirklich schon SECHS Jahre her dass ich ein frisch geschlüpftes Butscher-Baby im Arm hatte?“

6 Jahre bist Du nun schon in unserem Leben. Und bald Schulkind. Mein großer Junge. Vor 6 Jahren hast Du uns zu Eltern gemacht. Vor 6 Jahren war dein Papa stolz wie Bolle und meinte du wärst das schönste Baby das jemals in der Klinik zur Welt kam.

Und nun bist du ein hübscher, kluger und gewitzter großer Junge 😍 Im Sommer kommst Du zur Schule. Ein neuer Lebensabschnitt. Für uns beide. Und beide sind wir aufgeregt und unsicher. Aber wir schaffen das. Ganz sicher!

Die Schuluntersuchung hast du super bestanden. In der Vorschulgruppe bist du mit Eifer dabei und löst die Aufgaben mit viel Geschick. Deine Brille und dein Augenpflaster trägst du ganz stolz und kannst super damit umgehen. Du überraschst mich immer wieder. Denn wenn ich unsicher bin und erwarte dass es Probleme gibt, dass du dich weigerst weil du den Sinn hinter etwas nicht siehst oder Angst hast, dann bist du souverän, nimmst die Situation ganz cool an und akzeptierst es, machst das beste daraus. So wie mit der Brille. So wie mit dem Augenpflaster. So wie mit der Schuluntersuchung. Dafür hast du meinen vollsten Respekt. Ich wünschte ich wäre als Kind so wie Du gewesen in solchen Situationen.

Du malst und bastelst wie ein Weltmeister, bringst mir fast täglich deine Kreationen mit nach Hause. Und wirst immer besser! Aber am allerbesten kannst du Lego bauen. Was Du da manchmal an Bauwerken zauberst, verschlägt mir die Sprache. Du hast so tolle Ideen, bist so kreativ.Ich hoffe diese Fantasie und Kreativität werden Dich dein ganzes Leben lang begleiten!

Obwohl du erst nicht in den Schwimmkurs wolltest, bist Du nun gerne dort. Freust dich jede Woche auf eine neue Stunde und tauchst inzwischen sogar nach dem Ring.

Im Kindergarten mögen dich alle. Du hast so viele Freunde, und alle wollten heute neben dir am Geburtstagstisch sitzen. Du bist oft der vernünftige Part, aber nicht nur.. und das darf auch mal so sein 😉 und kannst im Gegensatz zu daheim auch aufräumen und Decken zusammen legen 😁

Deine kleine Schwester hast du auch ins Herz geschlossen und bist ein toller großer Bruder. Wenn sie weint, trötest Du sie. Du sagst ihr gute Nacht, streichelst ihr Wange und kuschelst mit ihr. Im Kindergarten bist du immer ganz stolz wenn dein „kleines Spatzimausi“ mit kommt und die anderen Kinder staunend am Kinderwagen stehen.

Ich bin sicher dass die Schule dir gefällt. Dass es dir Freude macht zu lernen. Dass du dann ganz stolz sein wirst schreiben und rechnen zu können.

Ich bin so stolz auf dich. Mein großer, kluger, hübscher Junge. Ich weiß absolut nicht wie wir das hinbekommen haben dass Du so toll geworden bist. Haben wir als Eltern überhaupt dazu beigetragen? 😄 Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe dass Du dich in den nächsten Jahren genauso toll weiterentwickelst wie bisher. Ich bin da sehr zuversichtlich 😊

Kinderchaos Meilensteine

Mit großen Schritten Richtung Schule

Schule

Schule

Jetzt haben wir also schon März. Der Geburtstagsmonat vom Butscher. Dann wird er 6 Jahre alt. SECHS! Meine Güte.. wann ist der bitte so groß geworden? Meine Baby wird groß.

Gestern waren wir gemeinsam in der Schule, den Antrag für die Ganztagsschule abgeben. Ich hatte ihn vorher gefragt ob er mit mir zur Schule möchte wenn ich den Antrag abgebe, damit er sich mal dort umschauen kann. Da die Schule direkt neben dem Kindergarten liegt, bietet sich das ja an.

Da er zustimmte, gingen wir gestern nach dem Kindergarten also gemeinsam nach nebenan. Leider war das Sekretariat geschlossen. Aber zum Glück kam gerade die Direktorin und nahm den Antrag entgegen. Sie begrüßte auch sehr herzlich den Butscher und ermutigte ihn sich mal umzuschauen.

Er bestaunte vor allem ausgiebig das Aquarium und die Vogelvoliere. In der Schule gibt es nämlich Tiere. Das ist eine der AGs die angeboten werden. Die Kinder kümmern sich dann um die Tiere. Ich finde es toll dass die Kinder diese Möglichkeit haben. Es lehrt Verantwortung und auch Respekt im Umgang mit Lebewesen. Und nicht jeder hat Haustiere oder möchte zuhause welche haben. Überhaupt haben wir da eine richtig tolle Schule. Ich bin richtig neidisch dass ich nie so eine tolle Schule hatte. Oder überhaupt die Möglichkeit eines solch sanften Übergangs wie mein Sohn ihn haben wird.

Da die Schule direkt nebenan ist, gibt es eine Woche lang Schnuppertage. Dort nehmen die zukünftigen Schulkinder stundenweise am Unterricht teil, gehen mit in die Pause und ähnliches. Und einen Tag gibt es eine Schulrallye die die Erzieher für sie veranstalten.

Zudem muss ich mir dadurch keine Sorgen machen dass der Schulweg neu für ihn ist. Er kennt den Weg durch drei Jahre Kindergarten zu Fuß in und auswendig. Wobei er den auch nicht alleine gehen wird. Anfangs werde ich ihn hinbringen und abholen. Es ist für mich unvorstellbar dass er den Weg irgendwann alleine gehen wird. Ohne einen von uns dabei zu haben. Aber der Tag wird kommen. Und ich weiß jetzt schon dass ich an diesem Tag tausend Tode sterben werde und mir Zuhause die schlimmsten Sachen ausmale. Ohne es zu wollen. So ist das halt als Mutter, das Elternangstmonster in einem spielt dann verrückt 😉

Meilensteine

Es wackelt! 

Als ich den Butscher gestern vom Kindergarten abholte, kam er mir direkt  entgegen mit einer großen Neuigkeit: „Mama, ich hab einen Wackelzahn!“ 

Er erzählte dann noch,  dass er es beim Frühstück bemerkt hat und erstmal ziemlich geweint hat. Vor Schock. Aber die andere Jungs haben ihn getröstet. Das hat mir der Erzieher dann auch noch mal bestätigt. Die Jungs waren wohl richtig toll und haben ihm direkt Mut gemacht und ihn aufgebaut 😊

Ich war total baff als er mir den Zahn dann zeigte. Mein Beebie wird groß 😢 Ich kann mir immer noch nicht vorstellen dass er bald zur Schule geht. Aber dieser Meilenstein macht es ein riesiges Stück realer. Ich weiß nicht wie das bei anderen ist, aber bei uns hieß es immer „Wenn der erste Zahn wackelt bist du bereit für die Schule!“ 

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Hallo letztes Kindergarten-Jahr

Heute startete der Kindergarten und die Schule wieder. Allenorts in Niedersachsen und Bremen sicher kollektives, erleichtertes Aufstöhnen sämtlicher betroffener Eltern ;D

So wars natürlich bei uns auch. 3 1/2 Wochen Ferien sind für Kindergartenkinder schon echt lange. Obwohl Herr Nord auch drei Wochen Urlaub hatte und wir viel gemacht haben, wurde es dem Butscher doch irgendwann zu langweilig. Klar, wir als Eltern können nicht den Input geben, den im Kindergarten mehrere Erzieher und 20 Kinder geben. Selbst dann nicht, wenn man allerlei tolle Sachen erlebt und sich auch mal mit dem einen oder anderen Freund verabredet. Und so merkte man das Ende der 3. Woche langsam die Stimmung kippte. Der Butscher war genervt und es gab immer mal wieder kleine und größere Zankereien.

Heute war es dann so weit: Kindergartenstart! Und ich bin ein bisschen sentimental, denn es wird für den Butscher das letzte Jahr sein, nächstes Jahr kommt er in die Schule. Daher warten auf uns dieses Jahr und nächstes Jahr noch ganz viele aufregende Termine. Schuluntersuchung, Schulranzen kaufen etc. Und irgendwie kann ich noch gar nicht glauben dass mein kleiner Junge, den ich gefühlt letztes Jahr noch auf dem Arm hatte, bald in die Schule geht!

Ich hatte gestern zur Vorbereitung noch den Matschsachen und dem Rucksack eine Runde in der Waschmaschine spendiert:
https://www.instagram.com/p/BIpudB1AjFP/

 

Ich hatte so meine Sorge dass das Zeug bei dem aktuellen Mistwetter nicht richtig trocknet, obwohl ich den Wäscheständer natürlich unterm Carport geparkt hatte. Aber die Luft ist ja nun mal auch feucht und die Sonne fehlte. Trocken wurden die Sachen dann doch noch rechtzeitig, zum Glück!

Heute Morgen klingelte dann sehr früh der Wecker und der Butscher musste aus dem Bett geworfen werden. Ich finde dieses Phänomen nach wie vor sehr interessant: Kindergarten = Kind würde bis 11 Uhr pennen wenn man es lässt. Wochenende/Kein Kindergarten = Kind kräht um 6 Uhr dass es wach ist und die Eltern gleich mit aufstehen sollen 😀

Nach der üblichen Morgentoilette und restlichen Vorbereitungen waren wir kurz vor 8 Uhr abmarschbereit mit Matschsachen, gepackten Kindergartenrucksack inkl. Frühstück und allem was man sonst noch so braucht.. dachte ich… Bei uns ist Bringzeit zwischen 8 und 8:30 Uhr, um 8:10 waren wir kurz vorm Kindergarten, da fiel mir siedend heiß ein dass ich die Hausschuhe vergessen habe. AUSGERECHNET DIE HAUSSCHUHE!!! ARGH!!! Ich kann das Kind ja schlecht Barfuß in die Gruppe schicken, denn Socken hatte er wegen Sandalen auch nicht an 😩Also noch mal zurück nach Hause, Hausschuhe geholt und wieder zum Kindergarten. Und am besten ganz fix, damit wir nicht gleich am ersten Tag zu spät kommen.

So standen wir dann kurz vor 8:30 Uhr abgehetzt und ich mit dickem Bauch und verschwitzt vor dem Kindergarten. ABER wenigstens mit Hausschuhen im Gepäck ;D

Und der Butscher startete gleich ganz groß ins letzte Jahr: Zum ersten Mal hatte er keine Angst auf dem Hinweg und weinte auch nicht, als nach den Ferien (und somit nach längerer Abwesenheit) der Kindergarten wieder los ging. Bisher war das immer mit Bedenken und Hemmungen verbunden, auch wenn er seine Erzieher, den KiGa und seine Freunde mag. Aber wenn er länger nicht im Kindergarten war, war das jedes mal ein kleines Theater.

Er hat mir auch heute nicht gewunken sondern ist gleich los gezogen zum spielen. Ich denke das „Abschiedswinken“-Ritual kann ich daher fürs letzte Jahr auch knicken *schnüff*

Zuhause war es dann herrlich ruhig und ich war froh, mir ein bisschen Ruhe gönnen zu können. Denn im Gegensatz zu den drei letzten Wochen in denen Herr Nord zuhause war und ich mich spontan hinlegen konnte während er sich alleine mit dem Butscher beschäftigte, ging dass die letzten Tage natürlich nicht mehr.

Um kurz vor 14 Uhr habe ich dann ein fröhliches Kind wieder abgeholt. Mein Baby wird groß!