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Meilensteine

Babymonate Meilensteine

9 Monate

Letzte Woche war es schon so weit, aber ich bin nicht dazu gekommen es zu verbloggen. Siehe mein Beitrag von Montag.

Aber ich will das Monatsupdate nicht unter den Tisch fallen lassen. Also hole ich es hiermit nach, wenn auch mit einiger Verspätung!

Irgendwie höre ich mich wie eine kaputte Schallplatte an, aber: Unfassbar! 9 Monate sind vorbei. Ein 3/4 Jahr. In nicht mal mehr drei Monaten ist das Baby schon 1. EINS! Der erste Geburtstag. Ich bin doch noch gar nicht so weit 😱 Das geht alles so rasend schnell.

Und die Nordbabydame hat schon wieder so viel neues gelernt.

Aktuell sind wir mitten in einem Entwicklungssprung. Schlafen ist zur Zeit sehr schlecht. Jedenfalls die Einschlafphase ist eine ziemliche Quälerei für sie. Sie braucht ewig zum einschlafen, ich bin mindestens eine Stunde mit ihr in unserem Bett. Im eigenen geht das gar nicht mehr. Da steht sie sofort auf und weint. Und selbst bei uns im Bett dauert es. Die richtige Schlafposition ist extrem schwer zu finden. Sie kann sich nicht entscheiden an wen sie sich kuschelt oder ob sie lieber etwas Abstand möchte. Auf dem Bauch, auf dem Rücken, alles ist doof.

Dafür schläft sie Nachts inzwischen so gut durch dass sie, wenn überhaupt, nur noch eine Flasche verlangt. Bisher kam sie so gegen 0 Uhr und dann zwischen 4 und 5 noch mal.

Krabbeln geht inzwischen in einer rasenden Geschwindigkeit. Wenn wir morgens den Papa verabschieden, müssen wir uns ziemlich beeilen, denn wenn das Baby im Wohnzimmer sitzt, ist sie schneller zur Tür draußen, als wir Abschiedsküsse geben können.

Das Stehen klappt auch immer besser, wobei sie noch relativ häufig umfällt.

Mittlerweile sind drei Zähnchen da, alle unten. Und der vierte ist auch unterwegs. Wir sind uns nur noch nicht sicher wo genau.

Bei dem Thema kommen wir auch schon direkt zum Thema Essen. Inzwischen will sie alles haben was wir auch essen. Egal was es ist. Das muss probiert werden. Und wehe die junge Dame kriegt nichts ab, dann wird eben verzweifelt auf eigene Faust danach geangelt.

Morgens mampft sie ab und zu stolz ein halbes Butterbrot oder etwas Brioche während ich frühstücke

Babymonate Meilensteine

Bye Bye, Wanne! Hallo Sportsitz!

Am Wochenende war definitiv der letzte Ausflug mit der City Supreme Wanne von unserem Emmaljunga.

Die junge Dame kann sich zwar noch nicht frei hinsetzen, aber wo sie entsprechenden halt hat oder zugreifen kann, setzt sie sich alleine hin. Eigentlich ja toll. Nur dabei bleibt es leider nicht. (Hallo? Junge Dame? Das ist doch schon wieder genug!)

Dieses Kind hat einen unglaublichen Entdecker-Drang. 8 Monate alt und würde am liebsten auf dem Asphalt krabbelnd die Welt erkunden.

So kam es, dass sie sich nicht nur in der Wanne hinsetzen wollte (was ich natürlich akzeptiert hätte), sie wollte gleich aus der Wanne klettern. Wir haben sie einige Male gerade noch aufhalten können, bevor sie über den Wannenrand geklettert und auf den Asphalt geknallt wäre.

Da die Wanne sowieso bald zu klein gewesen wäre, verabschiede ich mich nun schweren Herzens komplett von ihr. Den Sportsitz haben wir schon sporadisch ab und zu genutzt. Bisher nur in der Liege- oder Ruhe-Stellung. Aber nun halt auch in der Sitzposition. Und was soll ich sagen? Da ist jemand glücklich:

 

Ihre Augen wandern begeistert von einer Entdeckung zur nächsten. Ab und zu wird noch kontrolliert ob Mama da ist. Aber ansonsten werde ich ignoriert – oder sagen wir mal, ich bin eher uninteressant 😄

Den Sitz hab ich noch behalten vom City Cross. Dazu nutze ich den Allround Fußsack, den wir eigentlich passend zum Buggy (Emmaljunga Scooter 4S) gekauft haben. Allerdings können wir en noch nicht wirklich nutzen. Der kann nur nach vorne gerichtet und daran will ich sie langsam gewöhnen. Aktuell ist das noch zu viel. Zudem kann der keine ganz gerade Liegeposition.

Ohne Fußsack ist es viel zu kalt. Dieses Jahr ist das Wetter echt seltsam. Das ist so schnell richtig kalt geworden. Ich habe tatsächlich heute schon die Winterjacke angezogen, weil ich gefroren habe, als wäre es schon Ende Oktober.

 

Und was passiert nun mit der Wanne?

Die Wanne sucht nun ein neues Zuhause. Sie trocknet gerade vor sich hin. Ich habe sie gestern auseinander genommen, die waschbaren Teile in die Waschmaschine gesteckt und den Rest per Handwäsche gereinigt. Sobald sie trocken ist, darf sie weiterziehen. Insofern sie jemand haben will. Was ich hoffe. Denn ich war mit ihr sehr zufrieden und würde sie jederzeit wieder nehmen 🙂

Babymonate Meilensteine

7 Monate

Es ist schon wieder Zeit für einen neuen Monatspost! Unfassbar wie die Zeit rennt.

Sieben Monate ist das Babymädchen jetzt schon bei uns. Über ein halbes Jahr.

Den U5-Termin hab ich mal ganz cool verpennt. Der ist erst am 23. August. Also kann ich noch keine neuen Daten berichten. Das Kind auf der Küchenwaage zu wiegen ist mir dann doch zu heikel.

Mittlerweile haben wir die 56 und 62 komplett aussortiert und die ersten Sachen in 74 haben schon Einzug gehalten. Die junge Dame ist ordentlich gewachsen. Mein kleines Baby ist gar nicht mehr so klein. Allerdings passt sie tatsächlich immer noch in die Emmaljunga City Supreme Wanne, was ja bekanntlich die kleinste Wanne von Emmaljunga ist. Liegt sicher auch daran dass sie immer mit dem Kopf ganz oben liegen will. Ihr gefällt es wohl wenn sie am Kopf eine Begrenzung spürt.

Der erste Zahn hat sich auch schon blicken lassen und ich bin gespannt wann die anderen nach kommen!

Beim Essen isst sie fleißig und mit Begeisterung. Mittlerweile sind wir bei drei Breimahlzeiten angekommen. Beim Abendbrei hatte ich zu Beginn den Bebivita Apfel-Hafer, aber der hat ihr weder geschmeckt noch hat sie ihn vertragen. Da blieb immer 3/4 über und danach gabs Bauchweh. Seit wir umgestiegen sind auf Grieß-Banane von Hipp, ist auch Abends der Breiteller leer.

Nachts muss ich trotzdem noch zwei Mal raus. Da war der Butscher schon fast am durchschlafen. Und langsam merke ich dass mir das an die Substanz geht. Vor allem seit der Butscher in die Schule geht. Um 6:20 Uhr ist aktuell die Nacht zu Ende. Spätestens. Heute schon um 5:45 Uhr. Und meist fängt sie erst um 0:30 Uhr an, nach der ersten Nachtflasche. Die zweite folgt dann so roundabout 4 Uhr *gääääähn* Und knappe zwei Stunden später piept der blöde Wecker schon wieder. Aber so ist das eben. Kinder sind verschieden und wenn sie das braucht, dann bekommt sie das auch. Call me Mombie!

Krabbeln kann sie immer noch nicht. Aber ich bin gespannt, so lange kann das nicht mehr dauern. Vorwärts kommt sie schon. Während sie sich letzte Woche noch, nur mit der Kraft der Ärmchen nach vorne zog, hüpft sie jetzt mit den Hinterbeinchen nach vorne wie ein Frosch und lässt die Hände nach vorne weggleiten.. oder fällt auf die Nase. Letzteres ist bisher zum Glück immer nur auf weichen Unterlagen passiert und nicht auf hartem Boden. Da ist dann großes Heuli vorprogrammiert 🙈

Dafür hat sie jetzt beim Baden das plantschen entdeckt. Sie setzt seit neuestem immer das komplette Badezimmer unter Wasser und es gibt großes Protestgeheul wenn ich so böse bin und sie aus der Wanne nehme. Und dann bin ich auch noch so furchtbar fies, trockne sie ab und ziehe sie wieder an. Ich sollte mich echt schämen meinem Kind so etwas anzutun 😄

Ansonsten ist sie ein herrlich liebes Baby. Sie lacht und quietscht vergnügt bei ihren Krabbelversuchen, verlangt energisch nach ihrem Bett wenn sie müde ist und ist morgens direkt fröhlich sobald sie die Augen aufmacht! ♥

Meilensteine

Der erste Zahn!

Das Wochenende war echt aufregend. Neben der nicht statt gefundenen Taufe und der tollen Einschulung war da noch was richtig tolles:

Ich habe gestern Nachmittag den ersten Zahn vom Babymädchen entdeckt!

Somit hat sie früher als ihr Bruder das erste Zähnchen bekommen 😄 Dafür kann sie noch nicht krabbeln.

Das soll übrigens kein Vergleich sein. Mir ist bewusst das Kinder unterschiedlich sind und sich unterschiedlich entwickeln. Und das ist auch gut so. Wollte ich nur mal erwähnen 😉

 

Der Zahn hat sich übrigens nicht wirklich groß angekündigt. Sie hatte zwar so Phasen wo ich Zahnen vermutete. Aber so richtig „definitiv“ war da nichts. Osanit Kügelchen und Osa Pflanzenzahngel habe ich gekauft und vielleicht zwei Mal benutzt in der ganzen Zeit. Aber gerade die letzten Tage war sie total entspannt, hat wenig geweint und keinerlei Zahnungsanzeichen gezeigt. Jetzt, rückblickend, war nur etwas Durchfall den ich jetzt aufs Zähnchen zurückführen würde. Aber das war so minimal dass ich mir darum nicht mal Gedanken gemacht habe ob sie krank sein könnte. Die Konsistenz verändert sich ja öfter mal. Und jetzt drifte ich zu einem.. im wahrsten Sinne.. Kackthema ab 😄

Beim Zahnen waren wir. Zahnen!

Hat jemand einen Tipp für einen schönen Zahnkalender? Ich kenne nur den von „Hallo-Eltern.de“. Den habe ich für den Butscher benutzt. Aber ich hätte gerne was anderes. Also her mit euren Tipps! Aber bitte keine App. Was zum ausdrucken.

 

Kinderchaos Meilensteine

Endlich Schulkind! Eine wundervolle Einschulung und ein Wochenende das anders verlief als geplant

Es ist endlich so weit. Wir haben jetzt ganz offiziell ein Schulkind. Am Samstag war der große Tag: Die Einschulung.

Aber natürlich war schon vorher einiges los. Es musste einiges vorbereitet werden. Wir hatten ja auch direkt am Sonntag noch die Taufe der kleinen Schwester. Zwei Großereignisse an einem Wochenende.

Vorbereitungen

Im Vorfeld wurden zwei Torten gebacken, es wurden letzte Schuldinge (und Sachen für die Schultüte) besorgt, der Pfarrer war am Mittwoch zum Taufgespräch bei uns und ein Augenarzttermin mit dem Butscher stand auch noch an. Zudem musste einiges eingekauft werden für das Kaffeetrinken an beiden Tagen und fürs Grillen dass Abends geplant war. Die letzte Woche war also echt voll gepackt.

Der Freitag war für die Torten reserviert und so sah es dann auch hier aus. Meine Chaosküche:

Der Butscher hat sich natürlich eine Torte wünschen dürfen und wollte eine Schokoladentorte mit Marzipanfüllung. Hier noch „nackich“. Da kam noch ein Schokoladenüberzug drüber und eine Tafel drauf.

Die Tafel hatte ich schon Anfang der Woche gezaubert, aus holländischem Marzipan:

Da das ja schon gefragt wurde: Das Rezept werde ich dann auch hier verbloggen 🙂 Kommt morgen!

Für die Nordbabydame wurde es eine Buchtorte aus Biskuitteig und einer Himbeerquark-Füllung. Leider habe ich diese Torte ganz umsonst gemacht. Ein Bild mag ich trotzdem zeigen, denn sie ist wunderschön geworden:

Anders als geplant

Leider kam alles anders als geplant. Zum großen Wochenende haben sich Verwandte angekündigt und meine Eltern und mein Bruder. Die die Nordbabydame noch nie gesehen haben. Dementsprechend auch die Planung der Taufe am Einschulungs-WE. Meine Verwandten, darunter auch die Patentante vom Butscher, saßen am Freitag schon auf unserem Sofa als mein Handy klingelte mit einer Hiobsbotschaft: „Ich weiß nicht ob wir fahren können! Mama geht es ganz schlecht! Die Kann kaum laufen und sprechen.“

Oh fuck! War meine erste Reaktion. Und die sofortie Bitte mit ihr ins Krankenhaus zu fahren. Meine Mutter hatte schon zwei Schlaganfälle. Ein dritter soll unter allen Umständen vermieden werden.

Den Abend über gab es noch einige Anrufe, einen Arztbesuch, eine Einweisung ins Krankenhaus aber auch die Entwarnung: Kein Schlaganfall. Trotzdem war klar dass das mit dem Besuch bei uns nichts wird. Der Butscher war natürlich traurig. Und unter diesen Umständen habe ich auch die Taufe abgesagt.

Die Einschulung konnte man natürlich nicht verschieben. Aber wir hatten trotzdem einen schönen Tag und haben Bilder geschickt.

Einschulungstag

Samstag. Der große Tag. Um 6 klingelte schon der erste Wecker. Denn der Butscher wollte zum Einschulungsgottesdienst, der um 8:30 Uhr startete und vorher mussten noch die bestellten Kuchen beim Bäcker abgeholt werden. Wir hatten ja zwei große Tage geplant und mehr Leute.

Ich blieb mit der Nordbabydame zuhause. Wir machten uns fein und waren noch für den Hund zuständig. Das Einschulungsoutfit der kleinen Schwester:

Um 9:30 Uhr ging es dann herausgeputzt, mit Schulranzen und Schultüte (noch in elterlicher Verwaltung, die sollten die Kinder erst nach ihrer ersten Schulstunde bekommen) zu Fuß zur Schule.

Die Einschulung war toll gestaltet. Die Rektorin sagte ein paar Worte, erzählte eine kleine Geschichte und übergab dann an den Schulchor, der uns ein kleines Musical vorführte. Über Alec, den Außerirdischen der zu uns kam um auf der Erde „Menschlichkeit“ zu lernen. Denn das hatten sie auf ihrem Planeten verlernt. Sie hätten Technisch alles erreicht was möglich ist, aber die Menschlichkeit, die hatten sie leider verloren. Und darüber hinaus hat Alec auch gleich noch was anderes entdeckt, nämlich die Liebe!

Danach kamen die Lehrerinnen der beiden Klassen, die Kinder wurden namentlich aufgerufen und durften dann gemeinsam in ihre Klassen verschwinden. Während wir Eltern und alle Verwandten auf dem Gelände umherstromern und Kaffee und Kuchen genießen durften oder uns über den Förderverein informieren konnten. Nur eins war nicht erlaubt: Vor der Klasse spitzeln 😄

Ich musste derweil noch mal nach Hause laufen. In der Aufregung hatten wir den Schnuller vom Babymädchen vergessen. Die war müde und zum einschlafen braucht sie denn Schnuller, auch wenn sie ihn später wieder ausspuckt. Dadurch verging wenigstens die Wartezeit ziemlich schnell.

Und dann war der Butscher auch schon wieder da und meinte strahlend „Das war toll in der Klasse!“. Natürlich durfte er dann stolz seine Schultüte entgegen nehmen:

Danach war natürlich nichts mehr mit ihm anzufangen. Der wollte nur noch nach Hause. Ich dachte er zeigt seiner Patentante noch das Klassenzimmer. Aber Pustekuchen. Es zog ihn nach Hause. Schultüte auspacken. Der offizielle Teil war sowieso vorbei und daher verabschiedeten wir uns dann auch ziemlich schnell. Da waren wir auch nicht die einzigen.

Kaffee und Kuchen wartete ja zuhause. Näheres zur Schultüte und deren Inhalt verblogge ich dann noch mal separat diese Woche. Ich schreib das heute alles und hau das über die Woche raus. Sonst wird der Artikel ja noch länger 😉

Wir hatten auf jeden Fall einen tollen Tag. Es regnete zwar zwischendurch mal und wir mussten nach drinnen flüchten, aber Kaffeetisch und Grillabend blieben trocken. Und das war alles was ich mir wünschte.

Erster richtiger Schultag

Heute war dann der erste richtige Schultag.

Die erste Brotdose ist ziemlich voll und vor allem gefüllt mit dem was der Butscher am liebsten mag: Es muss reichen für zwei Pausen. Und da er heute morgen zu aufgeregt zum Frühstücken war, hatte er in der ersten Pause sicher einen Bärenhunger.

Eigentlich wollte ich noch Karotten dazu packen. Aber ich musste feststellen dass wir gar keine haben. Irgendwie hab ich letzte Woche vergessen dass ich ja nicht nur fürs Einschulungs-WE einkaufen muss, sondern auch für das normale Frühstück. Zum Glück ist morgen unser regulärer Einkaufstag.

Und um 7:30 Uhr ging es los zur Schule:

Beide Eltern waren mit dabei. Da der Klassenraum im ersten Stock ist und ich das Baby samt Kinderwagen schlecht mitnehmen kann, musste der Papa unten warten. Ich musste ja heute erst mal den ganzen Schulkram mitbringen und einsortieren. Zwei Stofftaschen voller Schulutensilien hatte ich dabei.

Und jetzt? Ist es ziemlich still hier. Die Nordbabydame schläft und sonst ist keiner mehr da. Alle weg. Und ich starre auf die Uhr und denke „Oh, jetzt hat der Butscher die zweite Stunde“, „Oh, jetzt hat der Butscher Pause!“ und so weiter 😄

Bis nächste Woche habe ich mich sicher dran gewöhnt.

Kinderchaos Meilensteine

Rausschmiss aus dem Kindergarten – Ein Abschied für Eltern und Kind

Am Dienstag war es so weit: Sämtliche Eltern von zukünftigen Schulkindern standen vor dem Zaun des Kindergarten Spalier und warteten gespannt auf den großen Akt: Der Rausschmiss der Kinder aus dem Kindergarten.

Die Kinder wurden bis letzten Jahr wirklich geworfen. In einem Tuch wurden sie geschwungen und landeten dann auf dicken Turnmatten. Dieses Jahr wurde es geändert und die Kinder hüpfen jetzt selbstständig von einem Bock in die Freiheit.

 

Entschuldigt dass ich kein besseres Bild habe. Aber da ich mit der DSLR gefilmt habe, konnte ch nur mit dem Smartphone fotografieren und durch das Zoomen und Gegenlicht sind die Bilder nicht gerade toll 🙈

Mit Wehmut schaute ich zu wie die Kinder, darunter auch mein Sohn, in die Freiheit hüpften. Raus aus dem Kindergarten. Auf dem Weg zur Schule. Als das Kindergartenjahr im August 2016 startete sagte ich meinem Sohn noch dass es ja noch eeeewig dauert bis zum Rausschmiss. Ich hatte das Gefühl das Gespräch wäre nur wenige Tage her gewesen. Das Jahr war rasend schnell um.

Kein Wunder. Durch die Schwangerschaft, das neue Geschwisterkind und viele andere Ereignisse verging die Zeit wie im Flug.

Nach dem Rausschmiss wurde von den Eltern das Geschenk für die Erzieher überreicht (ein Apfelbaum) und wir wurden in den Kindergarten gebeten. In den Gruppenräumen ging es dann nämlich weiter. Alle Kinder saßen im Kreis und jedes Schulkind bekam eine persönliche Karte, handgeschrieben, von den Erziehern vorgelesen. Jede individuell und mit viel Liebe. Dazu für jedes ein Geschenk. Für manches Kind war es wirklich der letzte Tag.Da wurden die letzten Sachen zusammengesucht, das Portfolio mitgenommen und letzte Umarmungen vergeben.

Für meinen Sohn ist der letzte Tag noch ein wenig hin. Ich will ihm noch die Bedarfszeit geben um so lange es geht den Kindergarten zu genießen. Aber dieser Tag war die letzte Gelegenheit sich von seinem Lieblingserzieher zu verabschieden. Der ist nämlich seit Mai in Elternzeit und erlebt so die letzten Wochen Kindergarten mit den großen Kindern gar nicht mit. Aber er hatte versprochen an diesem Tag da zu sein. Mein Sohn hängt wirklich sehr an ihm und hat schon so manche Träne vergossen weil er ihn vermisst und der doch bitte wieder kommen soll. Er ist wohl sein Papaersatz.

Auch ich habe mich verabschiedet und wollte ihm für die drei Jahre danken. Ich hatte den Rausschmiss, die Karten und die Geschenke ohne Probleme überstanden, aber da liefen dann plötzlich die Tränen und die herzlichen Gefühle übermannten mich fast. Das „Danke für tolle drei Jahre“ meinte ich wirklich von Herzen.

Ich wünschte ich hätte so einen tollen Kindergarten gehabt und so tolle Erzieher. Ich habe mein Kind vielleicht am Anfang mit einem großen Vertrauensvorschuss in eine „Fremdbetreuung“ gegeben. Aber es sind keine Fremden geblieben. Wir haben viel gesprochen, viel Hand in Hand gearbeitet was den Sohn betraf, Abende beim Elternabend und Nachmittage bei Festen miteinander verbracht. Es waren drei wundervolle Jahre.

Mir graut es heute schon vor dem wirklich letzten Tag. Wenn ich da schon so nah am Wasser gebaut war, wie wird es denn dann erst werden? Wenn wir alle unsere Sachen mit nehmen und ich weiß dass wir nicht mehr wieder kommen. Dass wir uns nicht mehr täglich sehen werden. Dass die lieb gewonnene Gewohnheit, die auch der Hund schon drin hat, nämlich am Tor vom Kindergarten abzubiegen und sich bei der Vordachsäule zu parken, ein Ende hat.