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Schwangerschaft

Babymonate Schwangerschaft

Wie das Nordbaby zur Welt kam

Am Freitag war ich bei 39+4 bei der letzten regulären Vorsorge. Und kam mit einer Krankenhauseinweisung wieder aus der Praxis. Ich hatte zu hohen Blutdruck, 160/100. Und da das Wochenende vor der Tür stand, wollte die Ärztin auf Nummer sicher gehen und im Krankenhaus eine Präklampsie ausschließen lassen.

Ich dachte das wars jetzt. Die leiten sicher ein und dann ist bald das Baby da. Aber nein. Ich wurde stationär aufgenommen und mehrfach untersucht. Zwei Mal Gestationslabor, 24h Sammelurin, 24h Langzeitblutdruck etc. und am Dienstag wurde ich nach einem Dopplerultraschall wieder entlassen weil alles negativ war und Doppler perfekt.

Als ich mich im Schwesternzimmer verabschiedete, meinte die eine noch „Morgen sehen wir uns wieder“ –  Wie recht sie doch hatte 😂

Ich war froh endlich wieder im eigenen Bett zu schlafen. Den Mittwoch ging ich ruhig an, packte meine Kliniktasche neu, wusch meine Wäsche und machte etwas Haushalt. Ansonsten schlief ich noch eine Runde bis der Mann mittags den Butscher vom Kindergarten abholte und mitbrachte.

Nachmittags verzog sich der Butscher in sein Zimmer und baute dort Lego während wir „Westworld“ guckten. Bis zum KH-Aufenthalt kam ich nur bis Folge 6 und ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht!

Leider fingen da die Wehen an. Ich stoppte nebenbei ab 16 Uhr mit der Wehenzähler-App und wunderte mich dann irgendwann dass die Wehen alle in ziemlich kurzen Abständen kamen. Nicht regelmäßig, aber dafür alle 2 bis 5,5 Minuten. Keine mit mehr Abstand.

Herr Nord fragte ob er die Folge stoppen soll, ich stimmte zu und beschloss unter die Dusche zu gehen und zu schauen ob die Wehen verschwinden (wir haben keine Badewanne). Sie blieben. Nach einem kurzen Tweet mit der Bitte um Meinungen, rief ich im Kreißsaal an und schilderte meinen Zustand.

Ich solle vorbei kommen, man würde mal schauen.

Also sammelten wir alle Sachen (Kliniktasche etc.) ein, zogen uns an und fuhren um 17:30 Uhr ins Krankenhaus. Mit dem Sohn. Eigentlich wollten wir Abends zum Burger King. Diese Planung war dann erst mal dahin.

Unterwegs wehte ich weiter. Gegen 18:05 kamen wir am Krankenhaus an, um 18:15 Uhr hing ich am CTG,  welches auch richtig gute Wehen aufzeichnete. Von der Intensität waren die schon nicht mehr einfach, ich konnte auch nicht liegen und saß lieber und es ging nicht mehr ohne veratmen. Die Hebamme half mir dabei und befühlte in den Wehen den Bauch.

Zwischenzeitlich kam die Oma den Butscher abholen, welcher mit der Situation sichtlich überfordert war. Er hatte Angst um mich und wollte mich partout nicht verlassen. Erst nach einigem an Überredung stimmte er zu und verabschiedete sich.

Zirka 15 Min. danach machte es *plop* und ich saß im nassen. Die Fruchtblase war geplatzt. Es gluckerte nur so aus mir heraus. Wäre die Fruchtblase irgendwo im Laden gesprungen, wäre ich ohne zu übertreiben in ner Pfütze gestanden! Auch beim aufstehen lief noch einiges raus.  Ab da war klar dass wir heute das Krankenhaus nicht mehr verlassen würden.

Die Hebamme half mir die nassen Sachen auszuziehen und untersuchte mich. Ergebnis: Muttermund bei 3cm

Ich wurde mit Binden und Netzhöschen versorgt damit ich nicht alles einsaue, dann bekam ich ein Laken und wir durften gefen 19:10 Uhr in einen Kreißsaal unserer Wahl umziehen. Ich wählte den größten, der hat eine eigene Toilette, eine Sprossenwand und den fand ich von allen am angenehmsten.

Ab da ging es rund, die Wehen nahmen rasant zu. Ich kam ans Funk-CTG damit ich mich frei bewegen konnte, ganz ohne Kabel. Zudem bekam ich einen Zugang, für Medikamente und Infusionen. Standardvorgehen.

Ich lief umher, versuchte die Hüften zu lockern weil ich merkte dass die Wehen extrem ins Becken und beide Oberschenkel zogen, hielt mich an der Sprossenwand fest wenn eine Wehe kam während mein Mann mir den Rücken rieb.

Von den Hebammen gab es viel Lob, ich würde das alles sehr gut machen.

Leider war ich gegen 20:30 gezwungen mich hinzulegen. Ich solle es mit linker Seitenlage versuchen, da die Herztöne vom Kind seit einigen Minuten bei jeder Wehe in den Keller gingen. Es wurde dadurch allerdings nicht besser und ich bekam 1 Liter Infusion angehängt. Trinken war nicht mehr drin, mir war zeitweise sehr schlecht und ich merkte dass mein Magen alles wieder rausschmeißen würde,  was jetzt rein kam.

Während die Flüssigkeit reingluckerte, musste ich auf dem Rücken liegen da die Herztöne in der Position gut zu finden waren und relativ stabil blieben. Leider war das für mich alles andere als bequem oder angenehm, denn die Wehen zogen extrem in den Rücken auf den Bandscheibenvorfall. Ich hatte irrsinnige Schmerzen im Lendenwirbelbereich und fing irgendwann an zu jammern dass ich nicht mehr kann, die Schmerzen waren einfach zu stark.

Und dann muss ich mich bei einer heftigen Wehe wohl ziemlich doll bewegt haben und das Baby auch, denn plötzlich waren die Herztöne komplett weg und einige Versuche sie wieder zu finden missglückten. Die beiden Hebammen sahen sich an, die eine sprach „Rufst du an?“ und in mir stieg Panik auf. Ich sah mich schon im Not-OP am andern Ende des Flures mit Not-Kaiserschnitt weil mein Baby in Gefahr war. Und dann hörten wir nach einer gefühlten Ewigkeit ein dumpfes *bumm bumm bumm bumm* und ich glaube alle atmeten erleichtert auf.

Ich verlangte ein Schmerzmittel, weil ich es wirklich kaum noch aushalten konnte im Rücken. Außerdem fragte ich,  ob ich aufstehen könne, da ich mal auf die Toilette müsste.  Die Hebamme holte eine Paracetamol-Infusion und meinte die würden wir noch durchlaufen lassen, danach könnte ich auf Toilette gehen.

Das Problem war nur dass das Ding da schon gelaufen war. Also nicht die Infusion, sondern das Pipimachen. Mittlerweile musste es circa 21:30 Uhr sein, wenn nicht sogar 21:45 Uhr. Ich konnte auf der Toilette nicht mehr locker lassen, es ging absolut nichts. Ich hatte eher das Gefühl schon langsam mitpressen zu müssen und sagte das auch.

Die Hebamme meinte „Nein das geht nicht. Erst brauchen wir Pipi. Wenn das nicht alleine geht, dann halt mit Blasenkatheter!“ was ich akzeptierte. Weil allein ging definitiv nichts mehr. Kein einziger Tropfen.

Das waren die schlimmsten Minuten meines Lebens! Während sie den Katheter legte, musste ich Presswehen veratmen und dem Pressdrang widerstehen. Und das ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit! Ich hab ziemlich geschrien, irgendwo muss das ja alles hin, wenn schon nicht ins pressen 🙈

Nachdem der Urin dann endlich erledigt war, untersuchte sie mich und sagte die besten Worte überhaupt: „Muttermund ist vollständig offen, du kannst pressen!“ Aber nicht im liegen! Ich wollte Vierfüßler und durfte mich entsprechend positionieren. Zwei Presswehen lang zumindest. Dann hieß es für mich Position ändern. Man fand die Herztöne nicht in der Position.

Ich sollte mich ins Bett hocken und mich am Tuch festhalten. War mir in dem Moment ziemlich egal, denn ich wollte einfach nur pressen, die Schmerzen endlich weg haben und mein Baby im Arm. Entsprechend aktiv arbeitete ich mit. Nach nur vier Presswehen war das Nordbaby geboren und wurde mir auf den Bauch gelegt. Endlich geschafft. Mein Baby ist da! Ich kann es sehen, berühren ❤️

Nur was war es denn jetzt? Mädchen? Junge? Das war ja nie eindeutig. Ich fragte. Aber keiner hatte hingeschaut 😂Und man hatte gleich ein Tuch über das Baby gelegt damit es nicht kalt hat. Also hob mein Mann das Tuch und verkündete nach kurzer Inspektion: „Ein Mädchen!“ 😍

Nachdem wir unsere Tochter gebührend begrüßt hatten und der stolze Papa die Nabelschnur durchgeschnitten hatte, musste die kleine untersucht, gewogen und angezogen werden und ich hatte noch die Nachgeburt und meine Wundversorgung vor mir. Das alles wurde total entspannt erledigt. Die Geburtsverletzungen waren allerdings minimal. Ein Dammriss ersten Grades und ein paar Abschürfungen. Die Hebamme meinte, hätte ich nicht so doll gepresst wäre gar nichts passiert. Aber ich hatte solche Rückenschmerzen, ich wollte es einfach hinter mich bringen und ich wusste: Wenn das Baby raus ist, sind die Schmerzen weg. Also da nehme ich lieber den kleinen Dammriss in kauf 😉

Das Nordbaby brachte sage und schreibe 3970g auf die Waage. Und das bei 46cm Größe. Allerdings glaube ich dass die Hebammenpraktikantin sich vermessen hat, bei der U2 war sie 49cm groß.

Wir hatten gar keinen Stress den Kreißsaal bald freimachen zu müssen. Als wir alle fertig waren, half mir die Hebamme die kleine anzulegen und besorgte uns etwas zu essen.

Wir waren noch bis nach 1Uhr im Kreißsaal und danach bin ich so auf Station gelaufen. Ohne Kreislaufbeschwerden. Beim Sohn war das anders. Da bin ich beim ersten Aufstehen fast weggesackt, da wurde mir richtig schwarz vor Augen weil mein Kreislauf sich verabschiedet hat.

Uns geht es sehr gut. Wir konnten die erste Zeit im Familienzimmer genießen. Inzwischen sind wir schon Zuhause.

Schwangerschaft

Vier Tage

Heute: SSW 40 /39+3

Ich bin im neuen Jahr angekommen mit der Schwangerschaft. Puuuh. Das war eigentlich mein einziges Ziel, meine Hoffnung. Kein Dezemberkind. Kein Silvesterkind.

Wobei Silvesterkind ja nicht schlimm wäre, es wäre nur mein persönlicher Horror gewesen in DER Nacht unterwegs zur Entbindung zu sein, wo die Hälfte angetrunken unterwegs ist und die andere Hälfte Böller auf die Straße schmeißt oder man Feuerwerksbatterien umfahren muss. Gerade der Stadtteil wo meine favorisierte Klinik ist, ist nicht gerade einer der besten der Stadt. Und der Super GAU wäre dann gewesen, wenn das Kind just kurz nach Mitternacht zur Welt gekommen wäre und dann auch noch die Zeitung angefragt hätte ob man uns mit Foto veröffentlichen dürfe, weil es ja das erste Kind des Jahres wäre. Also nein, Dankeschön. Kein Bedarf. Kam ja zum Glück alles nicht so.

Es wird nun also ein Januarbaby. Nur welches genaue Datum wird es werden? Die Tage ziehen sich dahin, die Nächte noch mehr. Ich bin diese Woche ziemlich genervt, denn jede Nacht kommen ein paar Wehen und verziehen sich dann wieder. Mal waren es 6-7 in einem regelmäßigen Abstand, mal nur eine oder zwei. Heute Nacht waren sie unregelmäßig die ganze Nacht über und ließen mich kaum schlafen. Das ist unfair. Entweder ganz oder gar nicht! Halbe Sachen machen wir nicht, klar? 😠

Mein Mann singt schon von der Einleitung um den 20. Januar (*grml* nix da!!!).

Ich persönlich hätte ja liebend gerne auf den morgigen Vorsorgetermin bei meiner Frauenärztin verzichtet. Nach dem Diabetes-Theater bin ich wirklich nicht scharf darauf sie wieder zu sehen. Allerdings wird da vielleicht auch mal ein Fronten klärendes Gespräch fällig.

Wir warten mal ab. Es kann ja immer noch spontan los gehen und ich kann den Termin wirklich nicht wahrnehmen. Und wenn doch, ist das eben so. Dann mach ich eben das beste daraus.

Schwangerschaft

Thema erledigt (Schwangerschaftsdiabetes die letzte!)

Heute: SSW 38 / 37+3

…zumindest für mich!

Ich bin froh dass ich am Dienstag den Termin wahrgenommen habe und nicht einfach zuhause blieb. Wäre dann zwar gemütlicher gewesen, aber nicht entspannter. Denn dann hätte ich mir jetzt die ganze Zeit Sorgen gemacht welche Aufregung die Frauenärztin als nächstes macht und was sie mir dann vorwirft.

Die Dame war total nett. Ich habe mich gut mit ihr unterhalten, ihr auch von meinen Sorgen erzählt und welchen Druck mir die Frauenärztin am Montag zusätzlich gemacht hat!

Sie hat mir meine Angst, den Druck und den ganzen Stress total genommen. Denn ich hatte das Gefühl endlich mal mit jemand vernünftigem zu reden! Wobei die Diabetologin auch vernünftig war. Mittlerweile frage ich mich, ob die eventuell schon mal eine Patientin von der selben Ärztin geschickt bekam und deswegen gesagt hat ich soll halt messen, damit die Frauenärztin es dann schwarz auf weiß hat.

Jedenfalls hat die Diabetesassistentin gesagt sie wisse gar nicht was sie mit mir machen soll. Eigentlich wäre ich unnötig da. Alles ist gut.

Schwangerschaft

Weniger als 40 Tage

Heute: SSW 35 / 34+3

Nur noch 39 Tage. Wenn wir bis zum ET kommen. Ich hab schon länger im Gefühl dass wir das nicht schaffen. Ich hatte ja viel früher Übungswehen und nun auch schon Anzeichen für Senkwehen. Allerdings bisher ohne messbare Auswirkungen, der Gebärmutterhals ist noch voll erhalten. Aber beim Sohn hatte ich die erst zum Schluss, als ich eigentlich schon versuchte die Geburt anzuschubsen. Aber ist auch nur eine Vermutung.. ob es wirklich so kommt, wir werden sehen! Ich hoffe nur für das Kind, dass es nicht an Weihnachten kommt. Das wünscht man ja irgendwie keinem Kind. Zum einen haben die meisten Freunde halt keine Zeit für einen Kindergeburtstag, zum anderen ist das schon doof wenn Weihnachten und Geburtstag zusammenfallen und man eine sooooo lange Zeit überbrücken muss bis zu beiden Anlässen!

Unglaublich dass diese Schwangerschaft schon fast vorbei sein soll. Es kommt mir so unwirklich vor dass bald wieder ein kleines Baby hier wohnt. Als wäre es erst gestern gewesen, dass ich den Schwangerschaftstest machte. Die Zeit erscheint am Anfang so unglaublich lange. Man hangelt sich von Frauenarzttermin zu Frauenarzttermin. Und dann auch einmal geht es so schnell.In 1 1/2 Wochen habe ich den letzten FA-Termin im 2-Wochenabstand. Danach gehts Wöchentlich weiter. Ich bin echt gespannt wie viele Termine wir schaffen.

Für das Nordbaby ist so weit alles schon fertig. Der Wickeltisch steht und ist eingeräumt, das Bettchen ist bereit, die Babyschale und der Kinderwagen warten auf ihren Einsatz… Nur ein Badewannenkauf und der große Drogerieeinkauf stehen noch aus. Ach und der Mann muss noch die Wärmelampe an die Wand schrauben. Wird langsam Zeit 😁

Meine Kliniktasche habe ich inzwischen auch schon angefangen zu packen. Um genau zu sein vor zwei Tagen. Nachdem ich in der Arztpraxis am Montag schon vorsorglich die Krankenhauseinweisung ausgestellt und in den Mutterpass gelegt bekam und mir sämtliche Schwangerschaftsnewsletter empfahlen die Tasche zu packen, hab ich mich quasi dazu genötigt gefühlt.

Da fehlen auch noch einige Sachen. Ich möchte mir noch zwei Nachthemden kaufen für die Entbindung. Die von der letzten Entbindung habe ich getragen bis riesige Löcher drin waren und ich sie schweren Herzens dem Mülleimer übereignen musste.

Ich genieße jetzt erst mal noch die Vorweihnachtszeit. Es gibt noch so viel zu tun. Herr Nord hat bald Geburtstag und hat bei mir Kuchen für seine Arbeitskollegen bestellt, der Butscher will Kekse backen, bald muss ein Weihnachtsbaum ausgesucht werden ❤️

Schwangerschaft

Die siebte Vorsorge

Heute: SSW 32 / 31+0

Vor genau einer Woche, also bei 30+0 hatte ich die siebte Vorsorge bei der Frauenärztin. Es stand der große Ultraschall und das erste CTG an. Also ein richtig besonderer Tag und ich war entsprechend aufgeregt.

Nach dem üblichen Urinprozedere ging es direkt ins CTG-Zimmer wo eine große Überraschung auf mich wartete. Ich war ja früher schon in der Praxis bei der Schwangerschaft meines Sohnes. Und wo vorher eine große und recht gemütliche Arztliege stand, hatte man jetzt ein niedrigeres, breites Bett hingestellt. Gemütlicher geht es gar nicht!

Ich machte es mir auf der Liege bequem und die Arzthelferin suchte dann ziemlich lange nach den Herztönen. Für meinen Geschmack war sie da etwas zu hektisch bei der Sache. Aber es hat dann doch noch geklappt und wir durften dann einige Minuten den gleichmäßigen Herztönen unseres Kindes lauschen. Dann kam die Arzthelferin wieder und meinte das Kind wäre viel zu ruhig, wir müssten das mal wach machen und schubste am Bauch rum. Dann beträufelte sie noch ein Tuch mit Zitronenöl und meinte daran solle ich riechen, das macht das Baby munter.

Und das funktionierte auch sehr gut. So gut dass unser Nordbaby irgendwann kein Bock mehr auf CTG hatte und die Herztöne plötzlich weg waren weil es sich anders hingelegt hat 😀 Zum Glück fand ich die aber sehr schnell alleine wieder.

Nach dem CTG bekam ich dann Blutdruck gemessen – komischerweise ist der immer gut in dieser Praxis! Nicht mehr zu hoch. – und wurde gewogen. Dann bekamen wir noch einen Eltern.de-Koffer und jede Menge Zeitschriften geschenkt und durften direkt zur Ärztin.

Die Ärztin war wieder sehr lieb, hörte sich an was mit dem Zahnarzt passiert ist, notierte sich alles und dann ging es zur Untersuchung. Obwohl ich eher besorgt war dass die Entzündung durch den Stress noch vorhanden wäre, gab sie Entwarnung, alles okay! Der Muttermund hat auch eine schöne Länge, was mich sehr beruhigte, denn ich hatte schon Angst dass der sich durch den ganzen Stress verkürzt haben könnte. Und das Köpfchen liegt weiterhin unten. Braves Kind! 😁

Danach ging es auf die Liege zum Bauchultraschall. Leider ist unser Kind offenbar ziemlich schüchtern. Denn auch bei diesem Termin gab es nicht das erhoffte definitive Outing. Es ist echt zum verrückt werden! Dass es im Jahr 2016 mit den tollen Ultraschallgeräten und allem nicht möglich ist mal ein anständiges Outing zu bekommen, echt mal! Aber wenn das Kind eben nicht will… Die Ärztin sagte wieder dass sie davon ausgeht dass es ein Mädchen ist. Sie sah keine Hoden oder irgendwas, was auf Junge hindeutet, meinte aber: „Ich gebe keine Garantie! Streichen sie jetzt nicht das Zimmer rosa.“

Ich weiß ja dass sie nichts dafür kann, aber es macht mich echt verrückt. Ich würde sooooo gerne mindestens ein schönes Mädchen-Outfit für die Krankenhausfotos shoppen, aber ich trau mich nicht. Vielleicht überrascht es uns doch noch direkt im Kreißsaal und die Hebamme sagt „Herzlichen Glückwunsch, ein gesunder Junge“ – ich würde wahrscheinlich so gucken:

Auch wenn mir mein Gefühl ja seit Beginn der Schwangerschaft sagt „Mädchen!“. Ich bin mir unsicher ob ich mich darauf verlassen soll. Und es wäre echt Schade um die schönen Sachen, wenn das Nordbaby es dann nicht tragen könnte 🙁

Auch sonst ist das Nordbaby sehr Kamerascheu und hat sich mal wieder versteckt:

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Hier mit Hand vorm Gesicht.. naja, zumindest vor der einen Gesichtshälfte! Die Ärztin hat sie dann so lange geschubst bis sie die Hand weg gemacht hat und wir noch ein schönes Profilbild von der Seite bekommen konnten:

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Und wieder muss ich feststellen dass meine Gene sich durchgesetzt haben, auch dieses Kind bekommt die typische Nase meiner Familie. Sogar mein Mann sagt „Es ist total faszinierend, bei euch erkennt man an der Nase die Familienzugehörigkeit“ *grmpf* 😒 Und ich hatte so gehofft dass sie die Nase von meinem Mann erbt. Aber egal. Damit muss sie nun halt leben 😉

Die Maße sind super: 39cm und ca. 1560g. Der Butscher war bei 29+4 etwas größer, dafür aber satte 300g leichter. Ich bin gespannt wie viel sie bei er Geburt wiegen wird!

Schwangerschaft

Frauenarztwechsel in der Schwangerschaft bei 26+3

Heute: SSW 30 / 29+4

Nun liegt der erste Besuch bei der neuen Frauenärztin schon fast einen ganzen Monat zurück. Am Montag ist schon der nächste Termin.

Ich schrieb ja schon im September im Beitrag zur 5. VU dass ich nach dem letzten Besuch bei meiner alten Ärztin mehr als unglücklich und unzufrieden war. Der Entschluss zu wechseln war dann schnell getroffen und wurde von meinem Mann noch bestätigt. Nach einem Telefonat mit meiner alten Praxis, stand der erste Termin fest: Am 6. Oktober sollte ich meine neue Frauenärztin kennen lernen.

Ich war sehr aufgeregt, denn ich kannte zwar die Praxis, aber seit ich 2012 das letzte mal dort war hatte sich einiges verändert. Seit kurzem gab es eine angestellte Ärztin und bei der hatte ich nun den Termin. Entsprechend aufgeregt war ich dann an dem Donnerstag.

Aber die Aufregung war unbegründet. Die Ärztin war total nett und herzlich. Sie hörte sich all meine Sorgen an, hatte für jede Sorge auch konkrete Lösungen vorgeschlagen anstatt mich zu fragen ob ich eine Lösung wüsste – so wie die alte Ärztin. Gegen die Übelkeit schrieb sie mir Nausema und Seabands auf. Die habe ich übrigens nicht gebraucht, denn bis jetzt habe ich mich nicht mehr erbrochen. Ab und zu ist mir noch schlecht, aber nicht mehr so schlimm dass ich mich auch übergeben muss.

Meine Gewichtsabnahme fand sie erwartungsgemäß gar nicht schlimm. Sie meinte „Mir ist es sowieso lieber sie halten ihr Gewicht als dass sie zunehmen! Und so lange sie sich wohl fühlen und es dem Kind gut geht ist doch alles okay!“. Mir fielen riesige Brocken vom Herzen!

Meine Sorgen bezüglich meiner Reaktion auf die Rhesus-Prophylaxe konnte sie ebenfalls verstehen und sagte, sie würde mich dafür ins Krankenhaus einweisen zur Überwachung. Das wäre das beste. Dafür bekam ich dann auch gleich einen Einweisungsschein mit.

Nach dem Gespräch untersuchte sie mich, machte auch einen Abstrich und maß per vaginalem Ultraschall den Gebärmutterhals aus – die letzteren beiden Dinge hatte die alte FÄ ewig nicht gemacht, bzw. das ausmessen per Ultraschall noch nie! Dabei kann ich mir gar nicht vorstellen dass man eine eventuelle Trichterbildung ertasten kann. Wer das weiß, kann übrigens gerne kommentieren. Ich hatte die Ärztin nicht gefragt ob das möglich ist.

Beim Abstrich kam dann raus dass ich eine leichte Entzündung hatte und noch Tabletten benötige. Auch dafür gabs dann ein Rezept. Wer weiß wie lange ich die Entzündung schon hatte zu dem Zeitpunkt!

Danach machte sie einen ausführlichen Ultraschall über den Bauch. Leider zeigte sich das Nordbaby nicht gerade fotogen oder Ultraschallbereit. Es drehte den Kopf richtugn Plazenta und verweigerte sowohl eine Feststellung des Geschlechtes als auch ein anständiges Bild vom Kopf: Weder Frontalportrait noch Seitenprofil war möglich. So was das schönste Bild was die Ärztin uns mitgeben konnte nur eine Seitenansicht von Kopf und Rumpf. Ist mir egal, trotzdem schön 😍

blogus1016

Das Nordbaby wog beim Ultraschall ca. 1000g und war von Kopf bis Fuß ca. 35cm groß. Alles perfekt 🙂 Die Ärztin war auch beim Ultraschall total nett und entspannt, machte Smalltalk, erzählte von ihren Kindern. Ein ganz anderer Umgang als mit der alten Ärztin. Die hat nie viel erzählt und war sehr sachlich und kühl.

Ich bekam dann einen neuen Termin für Ende Oktober zum großen Ultraschall und erstes CTG, jede Menge Zettelkram sowie einen großes Paket von Eltern.de überreicht mit jede Menge Babykram und einem Elternmagazin drinnen. Und vor allem: Ich verließ sehr glücklich und zufrieden die Praxis.

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