Ich bau mir einen Schreibtisch / Battlestation inklusive Govee Beleuchtung

von Nordherz

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Über 10 Jahre saß ich im Wohnzimmer an meinem kleinen Eckschreibtisch und habe langsam die Nase voll.

Man kann da nämlich nicht in Ruhe arbeiten. Geschweige denn, dass ich überhaupt irgendwas arbeiten könnte, denn die meiste Zeit wird der PC von meinen Kindern okkupiert. Nun soll das große Kind einen eigenen Computer bekommen und ich will einen neuen Schreibtisch. Im Schlafzimmer. Wo ich auch mal die Tür schließen kann. Oder, sollte wieder Homeoffice-Pflicht kommen, der Mann in Ruhe arbeiten kann.

Die alte Wickelkommode fliegt raus und ich hätte Platz für einen Eckschreibtisch. Also einen großen. Nicht den kleinen MICKE vom Möbelschweden. Ich hätte gerne einen Eckschreibtisch. 1,70m x 1,15m wären die Maximalmaße. Und da find mal etwas, das passt. Ich habe jetzt wochenlang Möbel-Seiten gewälzt und hin und her überlegt. Und kam zum Schluss: Pfeif darauf, ich bau mir selber einen!

Als Tischplatte habe ich eine Küchenarbeitsplatte gewählt. Klingt vielleicht erstmal seltsam, aber Küchenarbeitsplatten sind robust und dick genug. Eine Schreibtischplatte sollte schon mindestens 30mm dick sein. Damit sie stabil genug ist und nicht mit der Zeit durchhängt. Da soll dann auch der Computer draufstehen, nicht drunter.

Die Planung

Mein Plan sah so aus: Es sollte ein Eckschreibtisch werden, mit einer langen und einer kurzen Seite. Damit ich die oben genannten Maße nicht komplett ausreize und noch Luft habe, entschied ich mich für 1,65m x 1,10m. Die kurze Seite sollte in der Tiefe nur 50cm haben, um an der langen Seite mehr Platz zu haben. Ich benötigte also zwei Platten: 1x 115cm x 60cm und 1x 110 x 50cm.

Schreibtisch Plan

Und ich hatte Glück als wir bei Toom waren um die Platten zu kaufen: Das von mir ausgesuchte Dekor der Platte war “Nussbaum Butcherblock”. Und just davon standen zwei Platten in einer Länge von ca. 150cm im Reste-Ständer. Zu je 8 EUR. Meine Zuschnitte gabs kostenlos obendrauf. Schnäppchen, Schnäppchen! Ich kam dann ziemlich gut gelaunt aus dem Baumarkt. Die Platten hätte eigentlich 35 EUR pro Meter gekostet. Also insgesamt ca. 80 EUR. Ich habe also gut 64 EUR gespart.

Die Einzelteile vom Schreibtisch aufgelistet:

  • 1x ALEX von IKEA 59,99 EUR
  • 4x OLOV von IKEA je 15,00 EUR
  • 2x Küchenarbeitsplatten inkl. Zuschnitt von Toom 16,00 EUR
  • 2x Lochplatten “HV-Flachverbinder Edelstahl” 135 x 55 x 2 mm je 3,50 EUR
  • Holzschrauben T20 Torx Edelstahl 4,0 x 30 mm 50 Stück 8,39 EUR

Macht unterm Strich Kosten von 152 EUR.

Der Schreibtisch-Bau

Und so sah dann der Zusammenbau aus:

Die Tischplatten habe ich verkehrt herum auf eine Decke gelegt, um die Oberfläche vor Kratzern zu schützen. Dann habe ich die Beine angeschraubt. Nur auf der einen Seite. Denn auf der anderen liegt die Platte ja auf dem ALEX-Schrank. Das hintere Bein (hier vorne) stützt beide Tischplatten, vorne und mittig habe ich die oben aufgeführten Lochplatten aus Edelstahl als Verbinder und Stütze gewählt, damit dort kein Tischbein stört. Die Lochplatten sind auf jeder Seite mit vier Edelstahlschrauben mit den Tischplatten verbunden.

Nach dem Zusammenschrauben kommt das umdrehen. Das ging erstaunlich gut alleine. Dabei sind die Arbeitsplatten nicht gerade leicht. Sieht ja schon mal gar nicht so schlecht aus, oder? Bereit zum bestücken!

Die Einrichtung

Da der Schreibtisch “nur” 60cm tief ist und ich variable Möglichkeiten mit dem Monitor haben wollte, habe ich bei Amazon eine Monitorhalterung mit einstellbarer Gasdruckfeder gekauft. Die war mit 30 EUR relativ günstig für die wirklich sehr robuste Halterung! Und man könnte sie sogar in einem Tischloch installieren und muss sie nicht von außen an den Tischrand klemmen.

Ergosolid Tischhalterung mit Gasfeder für 22-35 Zoll LCD-Bildschirme mit VESA max. 100 x 100 mm, bis 12 kg, H100, 22" - 35"
  • Professioneller Tischständer für PC-Bildschirme von 22 bis 35 und bis 12 kg.
  • Montage mit Backen (Stärke 25 80 mm).
  • Ergosolid
  • H100

Dazu kam dann noch ein RGB-Mauspad mit USB-Dock und natürlich eine vernünftige Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz (altes Haus, ja wir brauchen die!) und das Setup ist fast fertig. Mir fehlt nur noch die passende Rundum-Beleuchtung.

Lights On! Let’s RGB it.

Früher war ich ja nicht so ein Fan von RGB. Aber Razer Chroma hat mich da angefixt und spätestens mit dem neuen Computer wars dann letztes Jahr ganz um mich geschehen. Man kann das so schön individualisieren und dran herumspielen. Passend zu dem ganzen Setup wollte ich nun den Tisch noch mit einer indirekten RGB-Beleuchtung versehen.

Fündig wurde ich nach einer kurzen Recherche im Netz bei Govee. Zu Govee hab ich wirklich so viel Gutes gelesen und so schöne Bilder gesehen, dass ich sehr schnell sehr verliebt war.

Und da ich mir das so oder so gekauft hätte, hab ich bei Govee mal ganz mutig gefragt, ob sie nicht Interesse an einer Partnerschaft hätten. Hatten sie. Das Produkt ist also gesponsert. Meine persönliche Meinung beeinflusst das allerdings nicht.

Meine Wahl fiel auf den Govee RGBIC Pro LED Strip 5m. Und zwar aus folgenden Gründen:

  • Komplett individuell einstellbar bezüglich Effekte und Farben dank RGBIC
  • Per App, Razer Chroma und Alexa steuerbar, laut Reddit übrigens auch mit Siri.
  • Beschichtet und qualitativ hochwertig
  • Angemessener Preis

Ich weiß, beim Preis würde jetzt der eine oder andere die Nase rümpfen und sagen “Also das geht aber auch günstiger”. Ja aber dann haste so ‘nen Billokram mit Fernbedienung und ohne App oder schrottige Anbringung oder ohne Beschichtung. Und jetzt mal ehrlich: Selbst das vergleichbare IKEA Produkt dazu, der LEDBERG 5m LED-Streifen kostet 35 EUR. Fast so viel wie der Strip von Govee (bei Govee direkt 36,49 EUR, bei Amazon 42,99 EUR). Und die von IKEA kannste nicht so schön steuern. Und das Ding hat auch nicht so eine hochwertige Fernbedienung dran.

Ich hab da ein paar Ansprüche. Wenn ich sowas kaufe, dann soll das auch halten und ich will mich hinterher nicht ärgern müssen, dass ich Billokram gekauft habe, den ich am liebsten schon wieder in die Tonne kloppen will.

Govee hat mit dem RGBIC-Chip auch was tolles erfunden. Der IC-Chip (IC steht für Independent Control) ermöglicht eine unabhängige Steuerung der LEDs und die Anzeige mehrerer Farben in einem Segment sowie individuelle Farbanpassung für jedes einzelne Segment. Das sorgt für jede Menge Möglichkeiten bei der Beleuchtung. Auch Musik oder Stimme gesteuerte Effekte sind möglich. Ich werde damit bestimmt öfter mal rumspielen und das bei Instagram speichern.

Der RGBIC Pro Strip kommt in einem stylischen Pappkarton. Darin ist alles, was ich brauche und ich muss nicht mal zwingend eine Anleitung wälzen. Das ist wirklich selbsterklärend. Leuchtstrip, Fernbedienung, Stecker und Halterungen inkl. Schrauben.

Den Leuchtstrip befestigte ich einfach per Klebeband vom Strip. Muss man nur das Trägerband abziehen. Das geht wunderbar beim Verlegen und hält sogar an der 50cm-tiefen Platte die hinten ja abgeschnitten, also rau, ist. Übrigens hat auch die Fernbedienung doppelseitiges Klebeband. Die hab ich rechts unter den Tisch geklebt. Sieht keiner, aber für mich wunderbar zu erreichen, wenn die Beleuchtung ausgeschaltet sein soll.

Auch die Fernbedienung hält unten am Tisch bombenfest. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und da ich die Farben per App oder Razer Synapse steure, muss ich mir lediglich merken, wo sich der An-/Aus-Schalter befindet.

Thema Abschneiden / Strip kürzen. Der Tisch hat von Ecke zu Ecke ja eine Länge von ca. 2,80m. Da kann man sich ja nun fragen, was ich mit den restlichen 2,20m gemacht hab. Abgeschnitten? Nein. Man kann das wohl tun, sagen YouTube-Videos. Und zwar an den Lötstellen, die nach ein paar LEDS kommen. Aber ich hab es nicht gemacht und gebe daher keine Gewähr für eine unfallfreie und funktionale Kürzung. Ich hab einfach am Ende gewendet und den Strip doppelt geklebt. Die Platte ist dafür ja dick genug.

Govee App und Razer Synapse 3 Steuerung

Wenn man das Licht individuell einstellen möchte, benötigt man eine App. Und einen Govee-Account. Beides ist schnell heruntergeladen und eingerichtet. Die Verbindung des Strips mit der App geht erstaunlich schnell und einfach. Wir haben vor kurzem unsere IKEA Lampen neu mit der Home Smart App verbunden und dieses 6x an und aussschalten ist extrem nervig und funktioniert auch nicht immer. Da kann Govee wirklich punkten.

Ist dann alles verbunden, kann man sich stundenlang ausprobieren. Es gibt jede Menge Einstellmöglichkeiten und Variationen. Zudem kann man in den Farbeinstellungen zwischen einfachen Einstellmöglichkeiten (Segmentiert) und Fortgeschritten wählen. Bei Fortgeschritten hat man natürlich detailliertere Einstellmöglichkeiten. Dazu gibt es massenweise Szenen, Musik-Effekte und einen riesigen DIY-Bereich.

Da ich das Licht eigentlich über Razer Synapse und somit über meine eh schon für Endgeräte und PC-Hardware vordefinierten Farben steuern wollte, habe ich mit der Smartphone-App noch nicht so viel rumgespielt. Sondern das ganze relativ fix mit Razer verbunden. Die Verbindung via PC und Razer Synapse 3 klappt auch sehr einfach.

Dafür benötigt man die Govee Desktop App, die man direkt bei Govee runterladen kann und natürlich Razer Synapse 3. Eine entsprechende Anleitung findet man übrigens auch in der Smartphone App! Außerdem muss man einmal in der Govee App am Smartphone die Steuerung per LAN erlauben, sonst sucht sich die Govee Desktop App vergeblich den Wolf. Aber wenn man das erlaubt, geht die Verbindung sehr schnell und ohne Probleme.

Die Beleuchtungssteuerung mit Razer ist super und funktioniert echt gut. Was ich aber bemängeln muss, ist eine winzige Kleinigkeit: Die Govee App lässt sich nicht im Hintergrund ausführen, sodass man die App immer in der Taskleiste hat anstatt bei den ausgeblendeten Symbolen, wie zum Beispiel Razer Synapse, NZXT CAM oder Corsair iCUE. Das wäre echt toll, wenn das mal noch verbessert wird. Das ist aber echt meckern auf hohem Niveau.

Ich muss sagen, dass es mich inzwischen echt ärgert, dass wir für K1 vor kurzem den IKEA LED-Strip gekauft haben. Für ungefähr dasselbe Geld bekommt man bei Govee bei weitem mehr Leistung und einen hochwertigeren LED-Strip mit viel mehr Funktionen.

So sieht mein Schreibtisch nun fertig aus. Und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Aber falls jetzt jemand denkt “Aber die Wand ist noch so leer”. Ja, das soll natürlich nicht so bleiben. Das kommt dann als nächstes Projekt!

Transparenzhinweis:

Dieser Beitrag enthält Werbung in Form einer Kooperation und Affiliate-Links zu Amazon und Govee. Ihr zahlt deshalb nicht mehr, aber ich bekomme einen kleinen Teil vom Erlös.
Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst.

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1 Kommentare

Jette 6. Oktober 2022 - 13:19

Was für ein schöner Stil am Arbeitsplatz, einfach klasse;)

Antwort

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