Fluffige, süße Mini-Hefezöpfe

von Nordherz

Ich hab da mal ein Rezept für euch zum Seele streicheln. Ich weiß ja nicht wie es anderen geht, aber mich zermürbt es nur noch Nachrichten zu lesen und zu hören. 2020 dachte man, man müsse nur diese doofe Pandemie überstehen, da irgendwie halbwegs heil und gesund rauskommen, dann wird alles besser.

Und dann kam Putin. Und der Krieg. Kein Öl, kein Mehl. Und die Gaskrise. Und ich gucke inzwischen keine Tagesschau mehr und lese nur noch gezielt Nachrichten. Das kann ich nur empfehlen: Wenn euch das alles zu sehr belastet und runterzieht, zieht euch zurück. Lest nicht mehr alles. Das heißt nicht, dass man uninformiert ist. Man kann sich ja vornehmen, sich regelmäßig eine vorher festgelegte Zeit zu nehmen, um die Nachrichten zu verfolgen.

Aber lest und hört es nicht ständig. Vermeidet Doomscrolling. Versucht euch etwas zu suchen, das euch guttut und Spaß macht. Versucht zu entspannen und auch mal die Seele baumeln zu lassen, so schwer es auch ist.

Für mich gehört zum Seele baumeln und Kraft tanken auch gutes Essen, das die Seele streichelt. Soulfood.

Mögt ihr auch gerne so richtig fluffiges Hefegebäck? Buttrig-weich und süß? So richtig zum Niederknien?

Dann hab ich genau das richtige Rezept für euch: Es gibt fluffige Mini-Hefezöpfe! Aber wer mag, kann aus dem Teig natürlich auch einen großen Hefezopf machen. Der schmeckt auch pur ohne Butter oder Marmelade und ist ideal um sich mal in einem Moment Ruhe ein Stückchen davon zu gönnen, draußen in der Sonne, im Gartenstuhl.

Übrigens habe ich Hefeteige früher gehasst. Sie gelangen mir nie, sie gingen nicht auf und wurden ziemlich hart. Bis es irgendwann *klick* gemacht hat und ich den Dreh raus hatte. Aber es war nie der perfekte Hefeteig, wie ich ihn haben wollte: Fluffig und weich, auch außen. Mit langen Fasern die man so abzupfen kann. Aber jetzt! Jetzt hab ich ihn, den perfekten Hefeteig. Die perfekte Mischung und das perfekte Vorgehen für meinen Hefezopf.

Ich habe lange rumprobiert und vieles getestet. Ich habe festgestellt, dass es einen Unterschied macht, ob man mit Trockenhefe backt oder mit Frischhefe (tatsächlich wird der Teig mit Trockenhefe weicher und nicht so hart) und auch die Mehlsorte einen riesigen Unterschied macht. Deshalb verwende ich für Hefeteig nur noch Typ 550, nie das marktübliche 405er. Es macht sogar einen Unterschied ob man den Zucker so hinzugibt oder in der Milch auflöst.

Das Ergebnis all dieser Testerei könnt ihr nun hier lesen und selbst testen. Über Kommentare würde ich mich freuen.

Süße Mini-Hefezöpfe

Bewertung 5.0/5
( 1 Bewertungen )
Portionen: 6 Vorbereitungszeit: Koch-/Backzeit: Nährwerte p. P. 200 Kalorien 20 grams Fett

Zutaten

  • 700g Mehl Typ 550
  • 10 EL Zucker
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 300ml Milch
  • 100g weiche Butter
  • 1 EL Öl
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Salz

Für das Bestreichen:

  • 3 EL Butter
  • 2 EL Zucker oder Puderzucker

So wirds gemacht

Die Milch abmessen und mit dem Zucker erwärmen bis der Zucker sich fast vollständig aufgelöst hat. Die Milch darf zum verarbeiten höchstes lauwarm (maximal 40 Grad!) sein. Sonst tötet ihr die Hefe.

Alle Zutaten zu einem Hefeteig verkneten. Abgedeckt mit einem Tuch 30 Minuten gehen lassen. Dann noch mal richtig gut und fest per Hand durchkneten und den Teig anschließend noch mal 1,5 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig dann ohne ihn noch mal zu kneten(!) in 6 ungefähr gleich große Stücke teilen. Jedes dieser Stücke dritteln, die Drittel jeweils zu einem ungefähr 25cm langen Strang rollen und flechten.

 

Die fertig geflochtenen Hefezöpfchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und noch mal eine halbe Stunde gehen lassen.

Den Ofen in der Zwischenzeit auf 180°C Ober-/Unterhitze aufheizen und die Zöpfe anschließend für 20-25 Minuten backen. Je nach Backofen und gewünschtem Bräunegrad variiert die Zeit etwas.

Sobald die Zöpfe aus dem Ofen genommen wurden, mit geschmolzener Butter einpinseln. So bleiben sie schön weich. Anschließend mit etwas Puderzucker oder Zucker bestreuen.

Die Hefezöpfe schmecken am besten wenn sie frisch und noch lauwarm sind. Sie eignen sich übrigens super zum teilen mit einem lieben Menschen. Einfach jeder an einem Ende anfassen, auseinanderbrechen und zusammen genießen 😉

Notizen

Ich habe den Teig jetzt mehrfach in verschiedenen Konstellationen getestet bevor ich dieses Rezept aufgeschrieben habe. Auch mit Frischhefe, die ich eigentlich vorziehe. Und meine Erfahrung ist, dass der Teig mit Trockenhefe, dem Verarbeiten ohne vorheriges, nochmaliges kneten und dem Backen mit Ober/Unterhitze perfekt wird. Fast wie beim Bäcker.

Hast du mein Rezept ausprobiert?
Wie hat es dir gefallen? Tag mich auf Instagram @nerd.herz.

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