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Zwangspause

Eigentlich wollte ich nach Weihnachten und Neujahr nur eine kleine Blogpause machen und schon längst wieder loslegen.

Aber jetzt wurde aus der kleinen freiwilligen Pause eine Zwangspause.

Dieser Beitrag entsteht deshalb auch am Smartphone und nicht, wie sonst, am Computer. Daher entschuldigt bitte wenn die Bilder eine andere Größe haben sollten. Unbearbeitet sind se auch. Aber am PC kann ich den Fuß nicht hich legen und das ist momentan notwendig.

Unfall

Am Sonntag bin ich ungeknickt und böse gestürzt. Ich kann nicht mal genau sagen wie es passiert ist. Es war alles eine einzige Bewegung und nur ein Sekundenbruchteil.

Ich war mit dem Hund Gassi. Es war sehr kalt und ich war ohne K2 unterwegs, ganz allein nur mit dem Hund. Und genoss die Ruhe. Die Straße war gepflastert und uneben und ich vermute, das wurde mir zum Verhängnis.

Ich setzte den rechten Fuß auf, verlagerte mein Gewicht, stellte fest dass der Fuß keinerlei Halt gibt oder hat, schwankte, es krachte ganz fürchterlich und dann kam schon der Boden auf mich zu.

Die Sturzstelle

Ich hatte wahnsinnige Schmerzen und am liebsten wäre ich liegen geblieben. Aber ich musste da weg. Ich kann ja schlecht auf der eiskalten Straße liegen bleiben. Also setzte ich mich auf, zog mich an der Gartenmauer hoch und lehnte mich dagegen. Ohne den rechten Fuß zu belasten. Der tat so weh, dass ich überlegte meinen Mann anzurufen und ihm mitzuteilen, dass ich nicht laufen kann.

Aber dann dachte ich: Es sind 150m bis nach Hause, das wird schon gehen. Und machte mich humpelnd auf den Weg. Mit viel gejammer 🙈

Zuhause angekommen liefen mir die Tränen vor Schmerzen. Und der Schuh musste aus. Ganz dringend.

Ich legte den Fuß hoch und kühlte. Und jammerte. Es tat wirklich höllisch weh. Mein Mann war da noch gänzlich unbeeindruckt und etwas ratlos was zu tun ist.

Als der Fuß dann aber immer dicker wurde, entschlossen wir uns ins Krankenhaus zu fahren. Ich hab auf einen Schuh verzichtet am rechten Fuß. Socke anziehen war schon grenzwertig.

Im ersten Krankenhaus war kein Arzt verfügbar. Alle im OP. Ich solle mehrere Stunden warten. Mit zwei Kindern zuhause. Haha. Nein.

Im nächsten Krankenhaus ging es dann recht flott. Wir mussten nicht arg lange warten. Die Schwester meinte, heute Abend schlösse man das schlimmste aus, ob Bänder kaputt wären, würde sich aber erst in den nächsten Tagen zeigen. Ahja.

Ein junger Assistenzarzt befragte mich was geht und was nicht, untersuchte meinen Fuß, drückte (AUAAAAAA!!!) und schickte mich zum Röntgen. Im Rollstuhl.

Ganz ehrlich, man beneidet immer die kleinen Kinder darum, dass sie durch die Gegend gefahren werden. An dem Abend hab ich es gehasst wie die Pest. Schrecklich!

Als ich wieder abgeholt wurde, fragte mich die Schwester gleich welche Schuhgröße ich hätte.

Ich bekam eine Orthese. Der Arzt meinte es wäre nichts kaputt. Ich fragte ihn dann noch ausdrücklich wie wahrschleinlich es sei, dass Bänder kaputt wären. Er schließe das nahezu aus. Das wäre nur verstaucht. Ich soll die Schiene oft tragen, das wird wieder gut.

Doch schlimmer!

Leider wurde der Fuß dicker und dicker. Am Dienstag war nicht mal mehr zu erkennen wo genau der Knöchel ist. Dafür zeigte sich ein blauer Fleck.

Am Mittwoch fing die Schwellung dann an zurück zu gehen, dafür aber auch der Halt den selbige lieferte. Beim Aufstehen hatte ich das Gefühl, dass am Fuß was locker ist. Ganz komisches Gefühl. Auf Twitter wurde schon seit Sonntag Bänderriss vermutet. Und als ich dann Bilder von Bänderrissen googelte, die alle exakt wie mein Fuß aussahen, beschloss ich spontan den Orthopäden aufzusuchen.

Der warf ein Blick auf meinen Fuß:

So sieht ein Bänderriss aus!

Und stellte direkt fest „Das ist ein Bänderriss!“

Er bestätigte es dann per Ultraschall, zeigte es mir auch. Dann tastete er den Fuß noch ab und sagte, dass man das sogar tasten kann.

Dass der Arzt im Krankenhaus das sozusagen ausgeschlossen hat, fand er gar nicht lustig. Vor allem hätten meine Angaben, dass es ganz schlimm gekracht hat und wo es auf Druck weh tut wohl eindeutige Anzeichen für ihn sein müssen.

Die Schiene muss ich nun mindestens 6 Wochen lang Tag und Nacht tragen. Ohne ist der Fuß auch alles andere als stabil.

Laufen geht schwer, vor allem Unebenheiten bereiten mir Schmerzen. Und ich soll den Fuß hochlegen, kühlen und Schmerzmittel nehmen.

Zum Glück darf ich laufen. Ein Verbot wäre mein Untergang mit zwei Kindern und Hund.

Trotzdem muss ich es so weit wie möglich runterbrechen. Der Fuß meldet sich auch sehr deutlich wenn es zu viel wird.

Eins muss man mir ja lassen. Halbe Sachen mach ich nicht. Mit einer Dehnung oder Anriss geb ich mich nicht zufrieden. Das muss direkt ganz ab 🙄

Ungeahnte Probleme

Mit so einem kaputten Fuß steht man plötzlich vor ungeahnten Problemen. Zum Beispiel hab ich genau ein Paar Schuhe in die der Fuß mit Schiene rein passt. Und die sind eigentlich schon kaputt. Da muss ich wohl noch mal Schuhe shoppen. Dafür müsste ich aber besser laufen können 🙄

Auch so ein Problem ist Wäschekorb in den Keller bringen. Das muss der Mann dann wohl machen. Oder Flaschen runterbringen (unsere Getränkekisten stehen im Keller). Wobei letzteres mit Jutebeutel und mit dem Popo die Treppe runter ganz gut geht 😁 Man muss erfinderisch werden!

Jetzt wäre ein Notebook super. Dann könnte ich vom Sofa aus bloggen. Das Smartphone und die WordPress-App sind dafür nämlich nicht so mein Ding. Aber ich werds trotzdem versuchen und euch in den nächsten Tagen hoffentlich über den Beginn meines Fernstudiums und die Krippenanmeldung von K2 berichten.

Ich grüße vom Sofa!

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