Allgemein Babymonate

Ein etwas anderes Wochenende

Meine Eltern haben es tatsächlich mal geschafft uns zu besuchen. Nach 8 Monaten haben sie endlich ihr zweites Enkelkind kennen gelernt.

Am Freitag kamen sie hier an. Mein Vater wollte uns zum Essen einladen. Schon in der Vorwoche bekam ich den Auftrag in einem (guten!!!) chinesischen Restaurant mit Live-Cooking einen Tisch zu reservieren.

Die Reservierung für 19 Uhr klappte allerdings nicht, denn um 18 Uhr klingelte das Telefon, man würde noch bei Osnabrück im Stau stehen und es definitiv nicht schaffen. Super. Ich rief im Restaurant an und verschob den Tisch auf 20 Uhr.

Mit Baby nicht wirklich ideal. Aber was soll ich machen? Ich hatte auch keine Lust spontan noch ein Essen zu hause zu planen. Die Unruhe zu hause wäre dem Baby ebenfalls nicht gut bekommen. Also gingen wir halt später essen. Eine bessere Idee hatte ich eben auch nicht.

Die Babydame war trotz der späten Uhrzeit aber ziemlich entspannt. Im Gegensatz zum Rest. Mein Mann war ziemlich verärgert und genervt. Was aber wohl auch mit der Arbeit zu tun hatte, denn mit der Stimmung kam er schon heim. Ich vergaß dann in dem Uhrzeiten-Stress noch mich umzuziehen und war dann mit meiner alten Jeans und einem Oberteil bekleidet an dem das Baby sich beim Mittagessen den Mund abgewischt hatte.

Aber wenigstens das Essen war gut. Wir waren bei Puti in Bremen und hatten wirklich ein tolles Buffet!

Noch beim Essen planten wir den nächsten Tag. Es war ein Besuch beim Heide Park vorgesehen, ein lang nicht-eingelöstes Versprechen seitens meines Vaters gegenüber meines Sohnes. Und wo wir nicht mal dort waren, versprach mein Vater meinem Sohn gleich das nächste Ding: Disneyland in Paris. Ich musste ehrlich gesagt hart schlucken. Wie haben wir uns als Kinder danach gesehnt da mal hinzufahren. Paris ist von zu hause nicht so weit. Man kann da innerhalb weniger Stunden mit dem Auto hin. Wir wollten da so gerne hin und es wurde nie auch nur versprochen. Wir waren als Familie genau ein Mal im Urlaub. Und an DEN kann ich mich lebhaft erinnern. Aber nicht positiv.

Und nicht nur das. Da plant der auch gleich, dass ich meinen Sohn ja in den Zug setzen könnte und er besucht mit ihm das Legoland und den Playmobil-Park. 🙊🙊🙊

Da ich ja aber weiß, was ich von solchen Versprechungen zu halten habe, blieb ich ganz entspannt. Wir wohnen jetzt 5 Jahre hier und ich hab immer noch nicht das versprochene Klebeband für meine Dunstabzugshaube. Und der Heide Park-Besuch wäre ohne Druck meinerseits auch noch immer nicht passiert. Es ärgert mich einfach für meinen Sohn. Das da Hoffnungen entstehen, die dann enttäuscht werden.

Samstag

Der Samstag lief dann auch zu Beginn sehr chaotisch. Das mit der Ankunft klappte nicht ganz so wie geplant. Was daran lag dass meine Eltern zur Kasse mussten, da sie einen Gutschein hatten. Und beim Heide Park ist vieles toll. Aber das Kassensystem müsste dringend mal einen Umbau erfahren. So ähnlich wie bei Primark wäre nett. Denn so wie es aktuell läuft, hat man nicht nur unübersichtliche Schlangen, wo sich einige Idioten vor drängeln. Es ist auch von den Parkplätzen aus kaum ein durchkommen möglich, weil die Leute dicht an dicht stehen bis zum Zaun.

Kurz nach 11 Uhr waren dann auch alle im Park und es konnte los gehen. Es wurde Achterbahnen gefahren, Wildwasserbahn und Drachenboot. Es gab ein leckeres Mittagessen beim Admiral und Eis beim Nitrogenie.

Der Butscher hat ganz schön abgesahnt bei seinen Großeltern. Nicht nur Ghostbusters-Nippes, sondern auch ein Lego-Set und ein kleines Einhorn. Das Babymädchen hat ein großes Einhorn zum kuscheln bekommen.

Der Tag lief insgesamt sehr gut, bis auf dass der Butscher im Spritzwasserbereich bei der „Krake“ stand und patschnass zurück kam. Bei nicht mal 16°C Außentemperatur. Eigentlich war ich schon wieder mit dem chaotischen Start ins Wochenende versöhnt. Wäre da nicht der Sonntag gewesen.

Sonntag

Wir hatten am Vortag beim Abschied vereinbart, dass wir alle ausschlafen, uns einen ruhigen Vormittag machen und sie dann irgendwann zu uns kommen. Meine Mutter wollte vorher anrufen.

Noch am Samstagabend hatte ich beim Butscher ein ungutes Gefühl. Er hatte kalt. Am Sonntagmorgen lag er dann mit roten Bäckchen und 39,1 Fieber im Bett. So was kommt halt davon, wenn man patschnass im Freizeitpark rumhängt. Obwohl wir ihn in den großen Föhn (die Trocknungsstationen bei der Wildwasserbahn und To-Pi-Lau-La) gestellt haben und ich auch versuchte seine Schuhe und Socken so trocken wie möglich zu bekommen, hat es wohl nicht gereicht. Oder die Zeit in der er patschnass durch die kalte Luft lief hat eben schon gereicht.

Aber nicht nur das war im Eimer. Auch meine Eltern waren verdächtig still.

Bis mein Bruder mir schrieb, dass zu hause der Keller unter Wasser steht. Er wollte eigentlich nach der Katze unserer Mutter gucken. Aber schon als er in die Einfahrt fuhr, kam ihm das Wasser entgegen gelaufen. Ein Ventil an der Heizung war geplatzt. Und nachdem die Keller voll genug waren, lief das Wasser halt an der Garage nach draußen. Mein Eltern packten also gerade in der Ferienwohnung und wollten noch am selben Tag nach Hause. Verständlich. Würde ich genauso machen. Allerdings ärgerte es mich ein bisschen, dass ich davon durch meinen Bruder erfuhr und nicht von meinen Eltern. Immerhin hatten sie versprochen mit dem Sohn zu spielen. Und was wäre, wenn wir für den Sonntag noch was geplant hätten?

Den Kuchen fürs Kaffeetrinken hatte ich jedenfalls umsonst gebacken. Sie waren dann nur kurz da um sich zu verabschieden, die Kinder noch mal zu knuddeln und das war es dann auch schon. Keine zwei ganzen Tage mit den Großeltern, die die Kinder sonst nie sehen. Hmpf.

Klar kann keiner was für den Wasserschaden. Aber wieso muss das ausgerechnet jetzt passieren? Murphy hat da irgendwie was dagegen. Was passiert denn bei der nächsten Taufplanung? Brennt das Haus ab?

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