[Gastbeitrag] Gute Vorsätze fürs Neue Jahr – diesmal wirklich

Heute habe ich eine ganz tolle Bloggerin zu Gast, nämlich Lena von kraftvollmama.de. Das neue Jahr scharrt ja quasi schon mit den Hufen und klopft an unsere Tür. Zeit für neue Vorsätze, Zeit für neue Pläne! Lena erzählt uns in ihrem Gastbeitrag wie wir gut ins neue Jahr starten können.

Nur noch ein paar Tage, dann rutschen wir bereits in das Jahr 2018.

Hast du Lust, im neuen Jahr mal etwas anders zu machen?

Nein, ich meine damit nicht, ein paar Pfund ab- statt zuzunehmen, „weniger“ Alkohol zu trinken und „mehr“ Sport zu treiben.

Meine Einladung an dich lautet: Schlage 2018 den Weg der Zufriedenheit ein.

Auf diesem Weg lernst du dich selbst kennen, befreist dich von unnötigem Ballast und gewinnst Stärke und Selbstbewusstsein.

Klingt gut, oder? Nur – wie geht das? Wie kann ich meine Zufriedenheit beeinflussen?

Die gute Nachricht: Es liegt in der Macht unserer Gedanken, wie zufrieden oder unzufrieden wir uns fühlen.

Es gibt unendlich viele Arten, wie du deinen Gedanken einen Schubs in die richtige Richtung geben kannst. Ich möchte dir drei einfache Techniken vorstellen, mit denen du 2018 beginnen kannst:

Nummer 1: Richte deine Entscheidungen an deinen Werten aus.

Oft fühlen wir uns durch die Erwartungen anderer verunsichert oder unter Druck gesetzt: Erziehe ich mein Kind richtig? Habe ich mich für den richtigen Job entschieden? Bin ich genug für andere da?

Du wirst dich mit deinen Entscheidungen sicherer fühlen, wenn du zu innerer Klarheit findest.

Was ist dir im Leben wirklich wichtig? Welche Themen berühren dich? Wofür bist du bereit zu kämpfen? Was setzt bei dir Energie frei?

Hinter den Antworten verbergen sich deine Werte. Aber Achtung: Gemeint ist nicht die Einhaltung von Vorgaben, die du glaubst, anderen – der Gesellschaft, der Familie oder den Freunden – schuldig zu sein, sondern deine persönlichen, inneren Werte, von denen du wirklich überzeugt bist.

Solche Werte können sein: Verlässlichkeit, Freiheit, Sicherheit, Familie, Freundschaft, Loyalität, Reichtum, Macht, Wissen, Liebe, Dankbarkeit, Gesundheit und viele mehr.

Notiere dir die Werte, die dir persönlich wichtig erscheinen und kreise am Schluss die drei ein, die du für die wichtigsten hältst.

Diese drei Werte sind ab jetzt dein Werkzeug, um daran selbstbewusst dein Leben und deine Entscheidungen auszurichten.

Sobald dich jemand mit seinen Erwartungen an dich verunsichert, halte inne und überlege, wie du gemäß deiner Werte handeln möchtest. Nutze sie als deinen inneren Kompass. So bleibst du stets bei dir selbst.

Probiere es einfach mal aus. Du wirst sehen, ein Leben im Einklang mit deinen Werten macht definitiv zufriedener!

Nummer 2: Lenke deine Aufmerksamkeit auf das Positive.

Es ist ganz einfach: Negative Gedanken führen zu Unzufriedenheit.

Du bist nicht so schlank wie deine Freundin und ihre Kinder scheinen nie Wutanfälle zu bekommen?

Dreh’ den Spieß doch mal um: Auch du wirst etwas an dir finden, um das dich deine Freundin beneiden könnte. Vielleicht fällt es dir leichter, dich stilsicher zu kleiden und dein Kind ist mutiger, wenn es darum geht, etwas Neues auszuprobieren?

Es scheint leider Usus in unserer Gesellschaft zu sein, das Augenmerk stets auf die Defizite zu richten.

Ein Kind wird in der Schule danach bewertet, wie viele Fehler es macht. Ob es sich darüber hinaus durch besondere Begabungen, wie Kreativität oder soziale Kompetenz auszeichnet, fällt leider zu oft unter den Tisch.

Viele von uns wurden so schon als Kinder in dieser negativen Denkweise geschult. Es ist an der Zeit, uns (und unsere Kinder gleich mit!) umzuschulen.

Ein erster Schritt besteht darin, sich jeden Abend etwas Zeit zu nehmen, um alles Positive zu notieren. Wenn du möchtest, kannst du dir dazu ein schönes Notizbuch besorgen. Es funktioniert aber auch mit einem Blatt Papier. Zum Beispiel:

– Was habe ich (oder haben mein Kind oder mein Partner) heute richtig gut gemacht?
– Was kann ich (oder können mein Kind oder mein Partner) richtig gut?

  • Wofür bin ich heute dankbar?
  • Was ist mir heute Gutes widerfahren?
  • Was habe ich Schönes und Inspirierendes gehört oder gelesen? (Inspirierende Sprüche und Zitate findest du zum Beispiel jeden Donnerstag hier auf nordherz.blog)

Wenn du dies mindestens einen Monat lang täglich abends für dich festhältst, wird dir eine positivere Sichtweise auf dein Leben in Fleisch und Blut übergehen.

Versuche nicht, die negativen Gedanken zu verteufeln. Auch sie dürfen kommen – sie gehören zum Ganzen dazu. Nimm diese Gedanken wahr, akzeptiere sie, aber versteife dich nicht auf sie, sondern halte weiter Ausschau nach dem Positiven.

Wenn du so den Anteil deiner Gedanken hin zum Positiven verschiebst, wirst du dich automatisch zufriedener fühlen.

Nummer 3: Pflege deine sozialen Kontakte.

Damit ist nicht gemeint, dass du die Anzahl deiner Facebook-„Freunde“ im nächsten Jahr um zehn Prozent steigern sollst.

Es geht darum, enge Beziehungen zu pflegen, und zwar zu Menschen, die dir gut tun.

Wer aus deinem Umfeld legt dir keine Steine in den Weg, sondern fängt dich auf und unterstützt dich, wenn es mal Probleme gibt? Auf diese Kontakte kommt es an. Widme dich bewusst solchen Beziehungen.

Eine seit 75 Jahren andauernde Langzeitstudie in Harvard, unter Führung von Robert Waldinger, hat stabile, enge soziale Verbindungen als DEN entscheidenden Faktor für ein hohes Niveau an gefühlter Lebenszufriedenheit identifiziert.

Das leuchtet schnell ein: Wer über ein intaktes soziales Netz verfügt, den haut so schnell nichts um, weil er weich fällt.

Gerade für junge Mütter ist dieser Punkt von enormer Wichtigkeit. Wenn ihr – du und deine Kinder – in ein intaktes soziales Netzwerk aus Familie, Freunden und Nachbarschaft eingebunden seid, dann kannst du freier und flexibler agieren, welche Herausforderungen auch immer auf dich zukommen. Vor allem um die Betreuung deiner Kinder brauchst du dich dann zumindest nicht sorgen.

Um dieses Netzwerk aufzubauen, gib aus vollem Herzen. Auch andere Menschen benötigen Hilfe und haben diese verdient. Habe im Gegenzug keine Scheu, die Unterstützung anderer anzunehmen. Nach und nach wirst du so in deinem Umfeld eine Haltung des Gebens und Nehmens etablieren.

Ein schöner Nebeneffekt: Die Erfahrung für andere Menschen wertvoll zu sein, macht ebenfalls glücklich!

2018 kann kommen.

Jetzt bist du dran. Richte für 2018 bewusst Zeitfenster zur Selbstfürsorge ein. Zufriedenheit stellt sich nicht durch einen wundersamen Trick von heute auf morgen ein. Aber du kannst jeden Tag etwas tun, um deinem Lebensglück näherzukommen.

Über KraftvollMama

Der Blog KraftvollMama.de hilft Müttern, sich ihre Lebenszufriedenheit zurückzuerobern.
Hattest du dir das Leben als Mutter ganz anders ausgemalt? Fühlst du dich häufig gestresst und fremdbestimmt und stellst du deine eigenen Bedürfnisse zugunsten deiner Liebsten oft hintenan?

KraftvollMama unterstützt dich mit anregenden Texten, dein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Denn eine zufriedene Mama ist die beste Mama, die du sein kannst.

 

Auf Pinterest pinnen:

Lena Franck, 35, Mutter von zwei Kindern.
Studierte Medienwissenschaften, Psychologie und Wirtschaftswissenschaften.
Bloggt auf kraftvollmama.de darüber, wie Mütter ihren Alltag und alles drumherum mit mehr Gelassenheit und Entspannung meistern können.

Kommentar verfassen