Armes, krankes Baby

Dass wir krank sind habe ich ja schon erzählt. Bei mir ist es mittlerweile fast vorbei und auch die Stimme lässt sich langsam wieder blicken. Was mich ehrlich freut. Denn nach über 6 Tagen ohne richtige Stimme macht man sich langsam Sorgen dass es dauerhaft so bleiben könnte! 😬

Leider geht es der Nordbabydame nicht ganz so gut. Ja, beim zweiten Kind wird man gelassener was Krankheiten angeht. Aber man kennt noch nicht alles. Es kommen neue Situationen, neue Krankheiten, andere Verläufe. Der Butscher war als Baby nie SO krank wie das Babymädchen jetzt.

Die Anweisungen des Arztes lauteten am Freitag von anderthalb Wochen noch Nase spülen und mit Salzwasser inhalieren. Aber Besserung brachte das eigentlich keine, außer dass sie besser durch die Nase atmen konnte. Der Husten wurde nur schlimmer. Am letzten Freitag hätten wir dann eigentlich den letzten Impftermin für die Rotaviren gehabt. Aber da sie so krank war, habe ich das nicht machen lassen. Ich bin trotzdem mit ihr zu dem Termin gegangen. Damit der Arzt sie noch mal untersuchen kann.

Ich dachte eigentlich er verschreibt uns irgendwelche Hustentropfen, Saft oder was man sonst Babys so verschreibt bei Husten. Da der Butscher das im Babyalter nur einmal leicht hatte und wir da Prospan-Zäpfchen bekamen (die es leider nicht mehr gibt) kenne ich mich da absolut nicht aus. Aber ich hatte definitiv nicht mit dem gerechnet was dann kam. Nämlich eine Verordnung für ein richtiges Inhalationsgerät.

Diagnose: Bronchitis. Sie hat richtig viel Schleim und kann es kaum abhusten. Ich solle gleich das Inhalationsgerät besorgen und mit ihr dann morgens, mittags und abends mit 2-3ml Kochsalzlösung und 2 Tropfen Salbutamol inhalieren.  Sollte es nicht besser werden müssten wir wieder kommen. Dann verabschiedete er sich mit dem Hinweis dass mir die Arzthelferin das Inhalationsgerät erklären würde.

Von der bekam ich dann auch direkt zwei Rezepte und eine Einwegspritze zum abmessen der Kochsalzlösung in die Hand gedrückt. Ich weiß nicht wie oft man mir danach innerhalb einer Stunde gesagt hat “Es ist egal wie viel Kochsalz, ob 2 oder 3  ml, ist nur der Träger fürs Salbutamol!” 😂 Aber als der Apotheker es noch mal sagte war ich schon tierisch genervt und meinte nur ich “Ja ich weiß!”

Nach Hause kamen wir dann mit einer großen Tüte:

Seit Freitag ist hier nun jeden Morgen, Mittag und Abend inhalieren angesagt. Und das ist wirklich gar nicht so einfach. Denn einem Baby kann man nicht erklären dass es das braucht, dass das gut und bitter notwendig ist um wieder gesund zu werden. Ein Baby hört nur dass es brummt, sieht die Atemmaske die ihr ins Gesicht gehalten wird und will dass das weg geht.

Am Anfang hab ich den Fernseher angemacht (ja ja, ich weiß dass sie noch ein Baby ist! Rabenmutter des Jahres Award!) was auch wirklich gut geholfen hat, da war sie abgelenkt. So viele bunte Farben und das bewegt sich auch noch! Faszinierend. Aber mittlerweile kann man sie damit auch nicht mehr locken. Sie zappelt, sie schreit, sie drückt die Maske weg. Und dabei muss ich noch versuchen die Maske irgendwie waagerecht zu halten damit die Flüssigkeit richtig verdampft und nicht ausläuft.

Und sie lässt sich wirklich durch nichts vom Protest abbringen. Egal ob man mit ihr redet, singt oder jemand anders vor ihr rumhampelt. Sie hat halt den Dickkopf ihrer Eltern. Da heißt es für uns beide einfach: Durchhalten! Ich hab schon die Menge der Kochsalzlösung auf das Minimum von 2 ml reduziert damit sie wirklich nicht länger als nötig mit dem Ding in Kontakt kommt. Aber das ist ihr natürlich egal. Ich mach mir drei Kreuze wenn das mit dem inhalieren vorbei ist! Auch weil ich zudem dreimal am Tag das Zeug reinigen muss, zusätzlich zum Flaschen spülen. Meine Hände sind trotz cremen sehr trocken 😩

Aber das ist alles vernachlässigbar. Denn es zählt nur dass es meinem Puffelchen bald wieder besser geht und sie gesund wird. Das inhalieren zeigt auf jeden Fall schon Wirkung. Sie hat zwar Nachts noch Hustenanfälle, aber bei weitem nicht mehr so schlimm dass ich Nachts mit ihr raus vor die Tür muss. Auch über Tag hustet sie schon weniger. Und insgesamt klingt der Husten schon deutlich besser. Ich bin also zuversichtlich dass wir den Arzt erst zum Impfen wieder sehen.

31 Jahre alt, 2 Kinder (2011 und 2017), verheiratet seit 2008.

Internetaffine Serienjunkie, Bücherwurm und Hörbuchfan, Gamerin, backt und kocht gerne, hängt an der (Strick-/Häkel-)Nadel und hat einen Hang zur Wollsucht.

Comments (1)

  1. Ich weiss es ist kein Trost für dich aber ich habe in der vergangenen Zeit öfters von Bronchitis bei Babys gehört. Scheinbar eine typische Babykrankheit.
    Ich hzmoffe euch geht es schob etwas besser. Ich selber hatte vor 3 Jahren auch Bronchitis. Da gibt’s mir so richtig mies, das wünscht man keinen und schon gar nicht so einen kleinen Würmchen.
    Gute Besserung

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