Mein Besuch der Babywelt Messe Hamburg

Am Samstag waren wir in Hamburg auf der Babywelt Messe. Ich wollte wenigstens einmal diese Messe besuchen, hatte aber bisher nie die Möglichkeit dazu oder es passte schlichtweg nicht. Dieses Mal wollte ich aber unbedingt da hin. Komme was wolle. Ich habe Herr Nord zwei Wochen lang bearbeitet und in den Ohren gelegen dass ich ja so gerne da hin möchte.

Am Samstagmorgen haben wir also Baby und Kinderwagen eingepackt, den Butscher bei der Oma gelassen und uns auf den Weg nach Hamburg gemacht. Wir parkten im Parkhaus “Tanzende Türme” (Anmerkung: Kann ich sehr empfehlen für Hamburg-Besuche, wenn man eine Contipark-Karte hat, die in ganz Deutschland gilt, kostet das Parkhaus nur 5 EUR Tagespauschale statt 12 EUR!) und liefen zu Fuß die Strecke zur Messe. Schon von weitem ließ sich eine längere Schlange erkennen. Anstehen für die Tickets.

Wir hätten sie natürlich auch im Vorverkauf kaufen können. Aber ich hatte einen Gutschein von Rossmann, damit hat uns der Eintritt pro Person nur 8 EUR statt 12 EUR gekostet. Und das schließt Vorverkauf leider aus, den muss man zwingend an der Tageskasse einlösen.

Zum Glück ging das ganze schneller voran als erwartet und wir waren schon bald in der Messehalle und konnten uns umschauen. Was mich positiv überrascht hat war, dass man trotz den vielen Leuten mit Kinderwagen sehr gut durch kam. Die Gänge waren schön breit gehalten. Ich hatte gerade am Samstag eine brechend volle Halle erwartet, verstopft mit tausenden Kinderwägen. Aber dem war nicht so. Es hat sich gut verteilt.

Babywelt Messe Hamburg (klicken für größere Bilder)

Es gab einige interessante Sachen zu sehen. Auch wenn ich den einen oder anderen großen Hersteller auf der Babywelt vermisst habe. Avent/Phillips zum Beispiel. Oder Theraline und Ergobaby.

Aber dafür gab es auch einige Produkte zu sehen, die man im Geschäft nicht zu Gesicht bekommt. Zum Beispiel mein absolutes Messehighlight fand ich am Stand von “Kind der Stadt”:

 

Und zwar war das die Babytrage “Juno” von der Firma Mountain Buggy. Mountain Buggy ist eine Firma aus Neuseeland, die eigentlich, wie der Name schon sagt, Kinderwägen bzw. Buggys herstellt. Und jetzt gibt es eben auch eine Trage.

Ich habe mich sehr nett mit einer Dame von Mountain Buggy unterhalten und konnte die Trage auch anprobieren. Sie ist sehr ähnlich zur Manduca und Ergobaby, aber wirkt insgesamt durchdachter.

Das schlimme ist: Jetzt hätte ich auch gerne eine 😀 Dabei habe ich nun schon zwei Tragen und zwei Tücher. Reicht ja eigentlich dicke.

Aber vielleicht schmeiß ich auch alles über den Haufen, verkaufe die anderen beiden Trage und lege mir eine Juno zu. Falls das so kommt, werde ich definitiv hier noch über die Trage berichten, denn ich finde der gehört mehr Aufmerksamkeit geschenkt, da sie wirklich eine gute Alternative zu den bekannten Mainstream-Tragen ist.

 

Gegen Mittag hatte die Nordbabydame dann Hunger und ich zog mich in den Stillbereich zurück. Dieser war echt schön gestaltet. Mit Sessel und Sofas, es gab kostenloses Wasser auf allen Tischen, Stillkissen, Mikrowellen und Flaschenwärmer. Also alles was man als Mama für die kleinsten so braucht. Nur war der Bereich etwas klein. Als ich rein kam waren alle Plätze besetzt und es warteten schon mehrere Mütter mit ihren Babys auf einen freien Platz. Wer schon ein Breikind hatte, fütterte dies im Kinderwagen sitzend.

Auch der Wickelplatz nebenan war toll gestaltet. Es gab viele Wickeltische, kostenlose Windeln, Feuchttücher, Wundcreme und Desinfektionsmittel. So gehört sich das für eine anständige Babywelt Messe 👍

 

Danach konnte der Messebesuch satt und frisch gewickelt fortgesetzt werden:

 

Bei Lansinoh durfte ich eine Flasche mitnehmen zum testen. Das traf sich echt gut. Denn ich wollte die Messe eh dazu nutzen mir bei sämtlichen Herstellern eine Flasche zu erfragen. Denn ich habe das Gefühl dass die Nordbabydame mit den Aventflaschen nicht gut zurecht kommt. Der Butscher fand die damals toll, daher war das unsere Wahl. Aber irgendwie sind die Naturnahsauger sehr hart – oder kommt mir das nur so vor? Die Nordbabydame kaut da jedenfalls mehr darauf rum, als das sie saugt. Nun will ich natürlich nicht zehn verschiedene Flaschen kaufen, die ich danach nicht mehr brauche. Da dachte ich, wäre die Messe ja ein geeigneter Ort für Beratung und Test.

Leider war da der Stand von NUK eine herbe Enttäuschung. Denn statt Beratung waren die Mitarbeiter dort wohl eher für private Gespräche unter sich anwesend. Jedenfalls stand ich ewig ratlos da am Stand herum, während sich vier Mitabeiter hinter der Theke zusammen gluckten, am Quatschen waren und Standbesucher ignorierten. Fand ich sehr unglücklich. Gerade auf NUK hatte ich mich gefreut.

Bei Emmaljunga konnte ich den berühmten “Tough Viking” anfassen. Dieser Wagen hat einiges hinter sich! Was genau sieht man bei Youtube in einem Video. Der war wirklich sehr dreckig. Als ich ihn sah, dachte ich im ersten Moment “Ach du je.. wem gehört denn bitte dieser total abgeranzte Kinderwagen?” bis ich kapiert habe dass das der Tough Viking ist 😂

Mein Mann, der anfangs ziemlich genervt war, spazierte dann doch noch gut gelaunt und interessiert über die Messe und hat sich dann auch noch richtig heftig in ein Produkt verliebt. Er denkt mittlerweile ernsthaft über einen Kauf nach. Es geht um den Nomi Hochstuhl von Evomove.

Der Hochstuhl ist vom selben Erfinder wie der Stokke TrippTrapp. Kostet auch ungefähr genauso viel. Aber ich muss sagen, dass ich den Nomi viel besser finde. Denn im Gegensatz zum Babyaufsatz vom TrippTrapp, in dem die Babys eigentlich wie in der Babyschale sitzen, gibt es hier eine neigungsverstellbare Babywippe in der das Baby wirklich liegt! Die Nordbabydame durfte beim BabyOne Stand auch mal Probe liegen und fand es sehr bequem. Am liebsten wäre sie drin liegen geblieben.

 

Das waren meine Messehighlights der Babywelt Hamburg 2017. Nächstes Jahr komme ich wieder. Dann mit digitaler Spiegelreflex für mehr und vor allem schönere Bilder!

31 Jahre alt, 2 Kinder (2011 und 2017), verheiratet seit 2008. Internetaffine Serienjunkie, Bücherwurm und Hörbuchfan, Gamerin, backt und kocht gerne, hängt an der (Strick-/Häkel-)Nadel und hat einen Hang zur Wollsucht.

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