Das war 2016

Ich bin kein Silvesterfan. Ich finde das ganze Drumherum albern. Dieses euphorische “Neues Jahr,  neues Glück” – als ob sich von einem Tag auf den andern etwas ändert nur weil das Datum wechselt. Da werden enthusiastisch gute Vorsätze geschmiedet und letztendlich doch nicht gehalten.  

Aber wenn ein Jahr zu Ende geht, werfe ich gerne einen Blick zurück. 

2016 war ein ziemlich aufregendes Jahr. 

Im Januar ging es direkt zu einer großen Filmpremiere nach Berlin. Hateful 8 im Zoopalast. Ich sah viele Stars, habe bis heute ein Rasierwassertrauma dank dem vor mir sitzenden Bosshoss-Frontmann (*puuh*), beobachtete wie Mr. Tarantino während dem Film den Saal verließ um Popcornnachschub zu holen und erkannte, dass Steven Gätjen live exakt so aussieht wie im Fernsehn. 

Der Sohn bekam zudem im Januar seine erste Brille. Auch ein großes Ereignis. Und mit vielen Sorgen verbunden: Wird er sie akzeptieren oder Theater machen? Werden die anderen Kinder ihn hänseln? Zudem ein Gefühl als ob ich als Mutter irgendwo versagt hätte. Vielleicht hätte ich ja irgendwas anders machen müssen und er bräuchte dann heute keine Brille? Albern, ich weiß. Aber das waren nun mal Gedanken von mir 😕

Der Februar verlief verhältnismäßig ruhig. Wir gewöhnten uns an die Brille, der Butscher hatte eine fiese Bindehautentzündung (ich vermute bis heute vom Optiker, die desinfizieren da ganz bescheiden!) und ich dann natürlich ebenfalls. 

Im März stand der 5. Geburtstag des Butschers an. Das Motto sollte “Piraten” werden. Im Verhältnis zu anderen Twitterern gebe ich mir wenig Mühe bei der Partygestaltung. Im Verhältnis zu den hiesigen Eltern übertreibe ich es 😂

Es gab Flaschenpost-Einladungen mit Sand und Muscheln drin. Einen Piratentisch mit Schatzkarte, Goldtalern und jede Menge ungesundem Esskram. 

Im April ging es für ein paar Tage nach Berlin. Wir hatten ein schönes und ruhiges Ferienhaus in Ketzin und erkundeten Berlin und Potsdam. Ich war mit dem Butscher im Natzrkundemuseum und bestaunte Dinosaurierskelette, im Lego Discovery Center und vieles mehr. Der Berlin-Trip hat ihn bis heute sehr beeindruckt. 

Im Mai stand unser Jahrestag an. Und zwar ein ganz besonderer. Denn Adele, deren Musik für uns eine ganz besondere Bedeutung hat, gab just am Jahrestag ein Konzert in Hamburg. Wir hatten ein Hotelzimmer gebuchtbund mal eine ganze Nacht für uns alleine. 

Das Konzert hat inzwischen noch eine andere Bedeutung. Denn da kam mir zum ersten Mal der Gedanke dass ich schwanger sein könnte. 

Am nächsten Tag machte ich Abends gleich einen Test als wir nach der Ankunft zuhause zur Ruhe kamen. Und der war sofort positiv. Aber  so was von 🙈

Ab da war das Jahr natürlich geprägt von der Schwangerschaft. Im Juni kauften wir direkt einen Kinderwagen, frei nach dem Motto “Was man hat, dass hat man!”. Zeitgleich ging auch die Waschmaschine kaputt und eine neue musste her 😩

Anfangs hatte ich noch große Sorgen, da ich im Gegensatz zu der ersten Schwangerschaft keinerlei Übelkeit oder ähnliches hatte. Das änderte sich dann allerdings schnell nach der 12. Woche. Denn ab Ende Juni startete die Kotzeritis. Und die sollte mich den ganzen Sommer über begleiten 😕

Im Juli besuchten wir meine Eltern und erlevten einige Abenteuer in meiner pfälzischen Heimat. Unter anderem eine Lama-Wanderung. Für Herr Nord das absolute Highlight, da Alpakas und Lamas seine Lieblingstiere sind. 

Danach gab es noch einen Kurztrip in den Heidepark mit Übernachtung im Abenteuerhotel. Das letzte Mal mit dem Butscher alleine. 

Im August startete das letzte Kindergartenjahr für den Butscher. Und ich begrüßte an meinem Geburtstag die 3 als vordere Zahl. Vorbei mit den wilden 20ern 😉

Im September gab es jede Menge Anschaffungen für das Baby. Ich beschloss einen Frauenarztwechsel weil mrine Ärztin sich nicht um meine Beschwerden und Sorgen kümmerte, sondern mir Stress wegen nichtigen Dingen machte. 

Im Oktober hatte ich dann direkt den ersten Termin bei der neuen Ärztin und war glücklich mit der Entscheidung. Überhaupt war das mein großer Arztmonat. Denn da brach mir obendrein der Backenzahn ab. Und aus einer erhofften einfachen Füllung wurde eine Wurzelbehandlung die mich zu drei verschiedenen Ärzten führte. Zudem musste ich eibe Nacht ins Krankenhaus weil ich in der letzten Schwangerschaft eine allergische Reaktion auf die Anti-D Spritze hatte.  Aber alles wurde gut. 

Der November brachte den ersten Schnee, einen lang ersehnten Spülbeckenaustausch und so langsam wurde alles bereit gemavht für die Ankunft des neuen Babys. Welches sich in keinem Ultraschall 100% outen wollte.

Der Dezember begann mit dem Geburtstag von Herr Nord, Weihnachtsdeko und weiterer Vorbereitungen. Ich packte endlich mal die Kliniktasche und regte mich sehr darüber auf, dass meine Frauenärztin mir unbedingt eine Schwangerschaftsdiabetes einreden wollte. Es folgte ein Besuch beim Diabetologen und unnötiges Zuckermessen die zu genau dem Ergebnis führten dass vorher schon klar war: Keine Diabetes! Das hat mir aber fast das Weihnachtsfest vermiest, da die Ärztin mir auch direkt mit Einweisung ins Krankenhaus drohte falls Werte schlecht ausfallen sollten.

Zum Schluss war der Sohn dann noch ganz schlimm krank. Schon am 1. Weihnachtsfeiertag bekam er Fieber,  welches dann einige Tage anhielt und teilweise über 41°C stieg. Dienstags waren wir direkt beim Kinderarzt, der bestätigte aber was ich schon vermutete. Grippaler Infekt. 

Leider war es mit fiebersenken nicht getan. Donnerstags war mir klar dass sein Körper nicht alleine mit dem Infekt fertig werden würde. Das Fieber war immer über 40°C, ich wechselte ständig zwischen Ibu und Paracetamol um es in Schach zu halten, er aß so gut wie nichts mehr, war blass und lag nur rum. Zudem war ich Nachts oft wach zum beruhigen, kontrollieren und Medikamente verabreichen. Richtig schlagen war nicht möglich, dabei ist das Baby noch gar nicht da. Und das konnte so nicht weitergehen. Wir bekamen beim Kinderarzt dann auch endlich Antibiotika. Das schlug auch direkt gut an. Am nächsten Tag war das Fieber ohne Fiebersenker nur noch bei 38,x und Tags darauf ganz weg. 

Viel Aufregung zum Jahresende. 

Ich bin gespannt wie das nächste Jahr wird. Mit zwei Kindern sicher aufregend. Manchmal macht es mir Angst. Aber mein Herr Nord macht mir Mut und ist zuversichtlich dass alles gut wird. Ich bin froh dass ich  ihn an meiner Seite habe ❤️

31 Jahre alt, 2 Kinder (2011 und 2017), verheiratet seit 2008.

Internetaffine Serienjunkie, Bücherwurm und Hörbuchfan, Gamerin, backt und kocht gerne, hängt an der (Strick-/Häkel-)Nadel und hat einen Hang zur Wollsucht.

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