Die 24. Woche

Heute: SSW 25 / 24+2

Die 24. Woche startete mit ganz viel Husten, Schnupfen und einem blöden Elendsgefühl. Ich war richtig fett krank.

Und wenn ich eines hasse, das hatte ich hier schon mal thematisiert, dann ist es kranksein in der Schwangerschaft. Weil man es im Prinzip einfach ertragen muss. Weil man fast keine Medikamente nehmen kann. Und weil man selbst bei Hausmittelchen erst mal schauen muss “Was ist drin? Beeinflusst es die Schwangerschaft?” – Denn im Gegensatz zur oft gehörten Meinung “Homöopatische Mittelchen sind immer okay” – ist das eben nicht so. Denn gerade viele Kräuter sind je nach Menge auch in der Schwangerschaft bedenklich. Da gibt es diverse Listen im Internet. Und dazu gehören leider gerade Hustenkräuter. Da muss man aufpassen welche BonBons man lutscht, wie viel davon, was im Tee ist, was im pflanzlichen Hustensaft drin ist etc. pp.

Ich kochte mir Zwiebeln mit Kandis. Ein altes Hausrezept was mir schon meine Oma verabreichte. Half leider nicht wirklich.Der Husten wurde immer schlimmer. Am Mittwoch war ich dann in der Apotheke. Eigentlich wegen dem Hund, denn der hatte ungebetene Gäste (Flöhe) mitgebracht. Aber wo ich halt schon mal da war, konnte ich ja gleich was für mich mitnehmen.

Leider war die Apothekerin schon mit dem Flohzeug überfordert. Denn ich sagte: “Bitte kein Frontline! Der Hund verträgt das nicht. Da bekommt er Ekzeme” – wir hatten deshalb früher immer Advantix, aber das gibt es nicht mehr frei erhältlich. Nur noch gegen Rezept. Und jetzt nur wegen Flöhen mit dem Vierbeiner krank und hustend zum Tierarzt, muss ich auch nicht unbedingt haben. Die Apothekerin wühlte und wühlte.. kam dann mit zwei Flohhalsbändern wieder. Ich lehnte ab. Ich will die Dinger nicht. Zum einen kaum nützlich bei einem Langhaar-Hund, zum anderen teilweise bedenklich bei Kindern und in der Schwangerschaft. Ich hab auch keine Lust mir ständig die Hände zu waschen weil ich den Hund angefasst habe! Zudem stinken die Dinger meist ziemlich. Da gibts bessere Mittelchen.

Sie kam dann wieder mit “Advantage” – wie Advantix und Frontline eine Lösung zum Auftropfen. Laut Packungszettel gibt es auch keine Wartezeit zum Anfassen. Fand ich gut. Genehmigte ich.

Ich nahm dann für mich noch nach einigem Hin und Her Hustensaft “Phytohustil” und Nasentropfen “Olynth für Säuglinge” mit. Wer sich jetzt bei den Nasentropfen entsetzt vor die Brust schlägt: Keine Sorge. Sooo schlimm sind Nasentropfen nicht. Siehe Embryotox. Auch wenn sie eine Gefäß verengende Wirkung haben. Das Erstickungsgefühl bei einer verstopften Nase ist als Schwangere viel schlimmer. Und das durch den Mund atmen nicht gerade förderlich für den Husten. Die Nasentropfen füllte ich zuhause um in eine leere Nasensprayflasche und verdünnte sie nochmals mit Wasser. So habe ich jetzt eine ca. 0,15% Lösung. Die reicht vollkommen aus für eine freie Nase ab und zu. Und ich benutze das vielleicht zwei Mal am Tag.

Der Hustensaft war ein voller Erfolg. Obwohl es ein Hustenreizstiller ist, war es genau der richtige. Er nahm mir den übermäßigen Hustenreiz und ich konnte wieder einigermaßen ruhig schlafen. Am nächsten Tag hatte ich endlich die Kraft den Schleim abzuhusten. Was eine Erleichterung! Bis zum Wochenende war der Schleim komplett weg.

Leider verabschiedete sich über die Woche auch langsam meine Stimme. Die ist bis heute immer noch nicht richtig da bzw. sie verschwindet auch immer wieder, wenn ich gerade denke es geht endlich bergauf.

Das hat unter anderem leider auch mit dem Erbrechen zu tun. Nicht gerade toll für sowieso schon angegriffene Stimmbänder. Der Husten hat den Brechreiz noch verstärkt, so dass ich mich diese Woche fast täglich übergeben musste. Es nervt sehr. Es schränkt vor allem ein. An einem Tag hing ich gerade über der Toilette, als ich eigentlich los musste um den Butscher vom Kindergarten abzuholen. Sehr ungünstiger Zeitpunkt. Aber andererseits habe ich auch nicht gerade das Verlangen danach mich öffentlich zu übergeben.

 

So viel zu den Krankheiten und Zipperlein. Ansonsten war die Woche recht unspektakulär. Ich habe sämtliche vorhandene Babykleidung gewaschen und nach Größe sortiert verräumt.

Und dann habe ich am Wochenende angefangen meine persönliche Babyliste zu erstellen. Die Listen die man im Internet findet sind teilweise echt ein Witz! Auf der Liste von familie.de steht zum Beispiel nur je 3 Bodys und 2 Strampler in Größe 56 und 62 😂 Ich habe vollsten Respekt für alle die mit dem bisschen auskommen. Vor allem im Wochenbett wo man halt auch mal eher was liegen lässt und NICHT täglich die Waschmaschine laufen hat oder Lust hat gleich in der ersten Woche los zu rennen um weitere Sachen zu kaufen. Ich bin da eher bei 5-8 Stramplern und Oberteilen und 10 Bodys. Dazu noch je 2-3 Wickelhemdchen und Strampelhosen sowie weitere Jahreszeitspezifische Sachen wie Winteroverall.

Die teuersten Anschaffungen sind alle schon abgehakt. Jetzt fehlen nur noch die kleineren Sachen wie eine neue Matratze und Bettwäsche für den Kinderwagen, Kleidung, Wickeltisch- und Still-/Fütteraustattung. Da kommt am Ende auch noch mal eine schöne Summe zusammen. Kleinvieh macht auch Mist, wie man so schön sagt 😉

31 Jahre alt, 2 Kinder (2011 und 2017), verheiratet seit 2008.

Internetaffine Serienjunkie, Bücherwurm und Hörbuchfan, Gamerin, backt und kocht gerne, hängt an der (Strick-/Häkel-)Nadel und hat einen Hang zur Wollsucht.

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