Baby ZwoPunktNull?

Wo soll ich bloß anfangen… Ganz am Anfang am besten.

Das wir Kinder wollen, das war sehr schnell klar. Nur klappen wollte es nicht auf Anhieb. Es dauerte knapp zwei Jahre bis ich schwanger wurde. Wobei wir ehrlicherweise nie Ovutests, Temperaturmessungen oder gar Zyklusaufzeichnungen gemacht haben – also auch keinen Sex nach Plan. Sonst hätte es vielleicht früher geklappt. Aber wir dachten uns: Wenn es sein soll, dann wird es schon so kommen wie das Schicksal sich das für uns denkt.

Als dann 2011 unser Sohn geboren wurde war ich Feuer und Flamme für weitere Kinder. Ich wusste irgendwie plötzlich ganz klar: Ich hätte gerne mal drei Kinder (mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher). Herr Nord war damals dagegen. Er als Einzelkind wollte erst mal gar keines mehr und meinte auch “Ein Kind reicht doch!” – Thema erledigt. Ich hatte mit Kind und Hund und Haushalt auch erst mal genug zu tun. Dann kam der Umzug und so weiter.. wie das Leben halt so ist 😉

Nun bin ich heute bei Zyklustag 33 und keine Tage in Sicht. Die letzten beiden Zyklen waren 29 bzw. 27 Tage lang und langsam aber sicher wurde ich am Wochenende unruhig. Denn mir war schlecht und schwindelig und ich hatte so komische Unterleibsschmerzen. Es fühlte sich nicht an als ob meine Tage sich ankündigen, sondern eher als ob da jemand einen Luftballon aufblasen will. Ich war innerlich total fertig. Mittlerweile ist der kleine Butscher schon fast 4 Jahre alt, auf dem besten Weg trocken zu werden und ich kann endlich die Kinderteller und den ganzen Kram weg packen, weil der junge Mann sicher mit Geschirr umgehen kann. Er geht endlich gerne in den Kindergarten und ich kann mir endlich eine Arbeit suchen. Will ich jetzt wirklich ein Kind? Wieder daheim bleiben? Wieder ein Baby haben? Wieder alles von vorne, mit Windeln und allem was dazu gehört? Und was wird mein Mann sagen, der doch keines wollte?

Am Dienstag bei ZT 31 erzählte ich dem Mann von meiner Sorge – und ich war auf ALLES gefasst  – aber nicht auf das was dann kam.

Nämlich: “Dann bist Du halt schwanger”. Ich schaute ungefähr so: 😮

“Ein zweites Kind wäre schon schön, das einzige was uns fehlt wäre Platz. Den Rest schaffen wir schon.” sprach er weiter. Okaaaay… ist das wirklich mein Mann?! Dabei blieb es dann auch erst mal. Sicher war ja noch nichts. Ich schwankte zwischen Testen und Hoffen dass meine Tage doch noch kommen.

Am Mittwoch hielt ich es dann nicht mehr aus und stiefelte nach dem Kindergartenkindabholen zum nächsten Laden und besorgte einen Schwangerschaftstest. Zuhause verzog ich mich dann schnell ins Badezimmer nachdem ich mein Kind versorgt hatte. Den Test legte ich umgedreht auf das Pipiglas und wartete drei Minuten lang. Während dieser drei Minuten habe ich versucht mir die Zeit zu vertreiben in dem ich den Papierkram vom SS-Test wieder verstauen wollte, Mensch hab ich gezittert 😀 Ich wusste nicht ob ich eher negativ oder positiv haben wollte, irgendwie nichts von beiden wirklich von Herzen. Es wäre halt nicht geplant. Aber unverhofft kommt oft, oder?

Die Sekunde der Wahrheit war gekommen. Ich drehte um – Negativ!

Hm… war ich darüber nun glücklich oder nicht. Ich schwanke noch immer. Tendiere aber zu traurig. Sonst gäbe es den Blog nicht. Frauen sind manchmal schon ganz schön Gefühlsbescheuert, oder?

Als mein Mann Abends nach Hause kam, sagte ich ihm gleich dass ich einen Test gemacht hätte und der negativ sei. Seine Antwort? “Och Schade. Dann sollten wir jetzt mal ernsthaft darüber nachdenken ob wir nicht ein zweites Kind machen wollen!” Dass ich solche Worte mal aus dem Mund meines Ehegatten hören würde, hätte ich nicht für möglich gehalten. Aber ja, dann denken wir da jetzt mal ernsthaft darüber nach. Auch ob er sich das gut überlegt hat 😉

31 Jahre alt, 2 Kinder (2011 und 2017), verheiratet seit 2008. Internetaffine Serienjunkie, Bücherwurm und Hörbuchfan, Gamerin, backt und kocht gerne, hängt an der (Strick-/Häkel-)Nadel und hat einen Hang zur Wollsucht.

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