Bye Bye, Wanne! Hallo Sportsitz!

Am Wochenende war definitiv der letzte Ausflug mit der City Supreme Wanne von unserem Emmaljunga.

Die junge Dame kann sich zwar noch nicht frei hinsetzen, aber wo sie entsprechenden halt hat oder zugreifen kann, setzt sie sich alleine hin. Eigentlich ja toll. Nur dabei bleibt es leider nicht. (Hallo? Junge Dame? Das ist doch schon wieder genug!)

Dieses Kind hat einen unglaublichen Entdecker-Drang. 8 Monate alt und würde am liebsten auf dem Asphalt krabbelnd die Welt erkunden.

So kam es, dass sie sich nicht nur in der Wanne hinsetzen wollte (was ich natürlich akzeptiert hätte), sie wollte gleich aus der Wanne klettern. Wir haben sie einige Male gerade noch aufhalten können, bevor sie über den Wannenrand geklettert und auf den Asphalt geknallt wäre.

Da die Wanne sowieso bald zu klein gewesen wäre, verabschiede ich mich nun schweren Herzens komplett von ihr. Den Sportsitz haben wir schon sporadisch ab und zu genutzt. Bisher nur in der Liege- oder Ruhe-Stellung. Aber nun halt auch in der Sitzposition. Und was soll ich sagen? Da ist jemand glücklich:

 

Ihre Augen wandern begeistert von einer Entdeckung zur nächsten. Ab und zu wird noch kontrolliert ob Mama da ist. Aber ansonsten werde ich ignoriert – oder sagen wir mal, ich bin eher uninteressant 😄

Den Sitz hab ich noch behalten vom City Cross. Dazu nutze ich den Allround Fußsack, den wir eigentlich passend zum Buggy (Emmaljunga Scooter 4S) gekauft haben. Allerdings können wir en noch nicht wirklich nutzen. Der kann nur nach vorne gerichtet und daran will ich sie langsam gewöhnen. Aktuell ist das noch zu viel. Zudem kann der keine ganz gerade Liegeposition.

Ohne Fußsack ist es viel zu kalt. Dieses Jahr ist das Wetter echt seltsam. Das ist so schnell richtig kalt geworden. Ich habe tatsächlich heute schon die Winterjacke angezogen, weil ich gefroren habe, als wäre es schon Ende Oktober.

 

Und was passiert nun mit der Wanne?

Die Wanne sucht nun ein neues Zuhause. Sie trocknet gerade vor sich hin. Ich habe sie gestern auseinander genommen, die waschbaren Teile in die Waschmaschine gesteckt und den Rest per Handwäsche gereinigt. Sobald sie trocken ist, darf sie weiterziehen. Insofern sie jemand haben will. Was ich hoffe. Denn ich war mit ihr sehr zufrieden und würde sie jederzeit wieder nehmen 🙂

Ein etwas anderes Wochenende

Meine Eltern haben es tatsächlich mal geschafft uns zu besuchen. Nach 8 Monaten haben sie endlich ihr zweites Enkelkind kennen gelernt.

Am Freitag kamen sie hier an. Mein Vater wollte uns zum Essen einladen. Schon in der Vorwoche bekam ich den Auftrag in einem (guten!!!) chinesischen Restaurant mit Live-Cooking einen Tisch zu reservieren.

Die Reservierung für 19 Uhr klappte allerdings nicht, denn um 18 Uhr klingelte das Telefon, man würde noch bei Osnabrück im Stau stehen und es definitiv nicht schaffen. Super. Ich rief im Restaurant an und verschob den Tisch auf 20 Uhr.

Mit Baby nicht wirklich ideal. Aber was soll ich machen? Ich hatte auch keine Lust spontan noch ein Essen zu hause zu planen. Die Unruhe zu hause wäre dem Baby ebenfalls nicht gut bekommen. Also gingen wir halt später essen. Eine bessere Idee hatte ich eben auch nicht.

Die Babydame war trotz der späten Uhrzeit aber ziemlich entspannt. Im Gegensatz zum Rest. Mein Mann war ziemlich verärgert und genervt. Was aber wohl auch mit der Arbeit zu tun hatte, denn mit der Stimmung kam er schon heim. Ich vergaß dann in dem Uhrzeiten-Stress noch mich umzuziehen und war dann mit meiner alten Jeans und einem Oberteil bekleidet an dem das Baby sich beim Mittagessen den Mund abgewischt hatte.

Aber wenigstens das Essen war gut. Wir waren bei Puti in Bremen und hatten wirklich ein tolles Buffet!

Noch beim Essen planten wir den nächsten Tag. Es war ein Besuch beim Heide Park vorgesehen, ein lang nicht-eingelöstes Versprechen seitens meines Vaters gegenüber meines Sohnes. Und wo wir nicht mal dort waren, versprach mein Vater meinem Sohn gleich das nächste Ding: Disneyland in Paris. Ich musste ehrlich gesagt hart schlucken. Wie haben wir uns als Kinder danach gesehnt da mal hinzufahren. Paris ist von zu hause nicht so weit. Man kann da innerhalb weniger Stunden mit dem Auto hin. Wir wollten da so gerne hin und es wurde nie auch nur versprochen. Wir waren als Familie genau ein Mal im Urlaub. Und an DEN kann ich mich lebhaft erinnern. Aber nicht positiv.

Und nicht nur das. Da plant der auch gleich, dass ich meinen Sohn ja in den Zug setzen könnte und er besucht mit ihm das Legoland und den Playmobil-Park. 🙊🙊🙊

Da ich ja aber weiß, was ich von solchen Versprechungen zu halten habe, blieb ich ganz entspannt. Wir wohnen jetzt 5 Jahre hier und ich hab immer noch nicht das versprochene Klebeband für meine Dunstabzugshaube. Und der Heide Park-Besuch wäre ohne Druck meinerseits auch noch immer nicht passiert. Es ärgert mich einfach für meinen Sohn. Das da Hoffnungen entstehen, die dann enttäuscht werden.

Samstag

Der Samstag lief dann auch zu Beginn sehr chaotisch. Das mit der Ankunft klappte nicht ganz so wie geplant. Was daran lag dass meine Eltern zur Kasse mussten, da sie einen Gutschein hatten. Und beim Heide Park ist vieles toll. Aber das Kassensystem müsste dringend mal einen Umbau erfahren. So ähnlich wie bei Primark wäre nett. Denn so wie es aktuell läuft, hat man nicht nur unübersichtliche Schlangen, wo sich einige Idioten vor drängeln. Es ist auch von den Parkplätzen aus kaum ein durchkommen möglich, weil die Leute dicht an dicht stehen bis zum Zaun.

Kurz nach 11 Uhr waren dann auch alle im Park und es konnte los gehen. Es wurde Achterbahnen gefahren, Wildwasserbahn und Drachenboot. Es gab ein leckeres Mittagessen beim Admiral und Eis beim Nitrogenie.

Der Butscher hat ganz schön abgesahnt bei seinen Großeltern. Nicht nur Ghostbusters-Nippes, sondern auch ein Lego-Set und ein kleines Einhorn. Das Babymädchen hat ein großes Einhorn zum kuscheln bekommen.

Der Tag lief insgesamt sehr gut, bis auf dass der Butscher im Spritzwasserbereich bei der „Krake“ stand und patschnass zurück kam. Bei nicht mal 16°C Außentemperatur. Eigentlich war ich schon wieder mit dem chaotischen Start ins Wochenende versöhnt. Wäre da nicht der Sonntag gewesen.

Sonntag

Wir hatten am Vortag beim Abschied vereinbart, dass wir alle ausschlafen, uns einen ruhigen Vormittag machen und sie dann irgendwann zu uns kommen. Meine Mutter wollte vorher anrufen.

Noch am Samstagabend hatte ich beim Butscher ein ungutes Gefühl. Er hatte kalt. Am Sonntagmorgen lag er dann mit roten Bäckchen und 39,1 Fieber im Bett. So was kommt halt davon, wenn man patschnass im Freizeitpark rumhängt. Obwohl wir ihn in den großen Föhn (die Trocknungsstationen bei der Wildwasserbahn und To-Pi-Lau-La) gestellt haben und ich auch versuchte seine Schuhe und Socken so trocken wie möglich zu bekommen, hat es wohl nicht gereicht. Oder die Zeit in der er patschnass durch die kalte Luft lief hat eben schon gereicht.

Aber nicht nur das war im Eimer. Auch meine Eltern waren verdächtig still.

Bis mein Bruder mir schrieb, dass zu hause der Keller unter Wasser steht. Er wollte eigentlich nach der Katze unserer Mutter gucken. Aber schon als er in die Einfahrt fuhr, kam ihm das Wasser entgegen gelaufen. Ein Ventil an der Heizung war geplatzt. Und nachdem die Keller voll genug waren, lief das Wasser halt an der Garage nach draußen. Mein Eltern packten also gerade in der Ferienwohnung und wollten noch am selben Tag nach Hause. Verständlich. Würde ich genauso machen. Allerdings ärgerte es mich ein bisschen, dass ich davon durch meinen Bruder erfuhr und nicht von meinen Eltern. Immerhin hatten sie versprochen mit dem Sohn zu spielen. Und was wäre, wenn wir für den Sonntag noch was geplant hätten?

Den Kuchen fürs Kaffeetrinken hatte ich jedenfalls umsonst gebacken. Sie waren dann nur kurz da um sich zu verabschieden, die Kinder noch mal zu knuddeln und das war es dann auch schon. Keine zwei ganzen Tage mit den Großeltern, die die Kinder sonst nie sehen. Hmpf.

Klar kann keiner was für den Wasserschaden. Aber wieso muss das ausgerechnet jetzt passieren? Murphy hat da irgendwie was dagegen. Was passiert denn bei der nächsten Taufplanung? Brennt das Haus ab?

Zahnarzt – das nächste Kapitel

Es gibt ein Zahnarztupdate.

Seit dem Beenden der Wurzelbehandlung war ich wieder nicht mehr in der Praxis.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mit der Ärztin nicht kann. Die hat nämlich zwischendurch gewechselt. Als ich damals schwanger in die Praxis kam, hat mich eine sehr nette, junge Ärztin behandelt. Ich konnte mit ihr absolut gut. Sie hat mit mir ein Handzeichen vereinbart falls etwas sein sollte, weh tut oder so, mir immer erklärt was sie macht, aber mich ansonsten immer mit Smalltalk abgelenkt, damit ich mich erst gar nicht auf das konzentriere was passiert. Sie fragte zwischendurch auch immer ob alles okay ist, ob es noch geht. Fand ich mega. Ich fühlte mich und meine Angst ernst genommen, gut aufgehoben.

Als die Wurzelbehandlung sich dem Ende neigte, behandelte mich plötzlich die Chefin selbst. Wieso und wo meine Ärztin ist, hat mir keiner gesagt. Für eine Praxis, die sich auf Angstpatienten spezialisiert hat, fand ich das seltsam. Als solcher würde ich dann doch gerne bei der Ärztin bleiben, bei der ich mich wohl gefühlt habe.

Die Chefin hat mich nicht schlecht behandelt. Aber sie war wortkarg, arbeitete eher zügig als behutsam und hat ihrer Arzthelferin ziemlichen Stress gemacht. Sie hat nie erklärt was sie gerade macht oder versucht mich abzulenken. Sie hat weder nach einem vereinbarten Handzeichen gefragt, noch sonst irgendwas. Und das ich Angstpatientin bin habe ich mehrfach betont und das hat man mir auch angesehen.

Die erste Ärztin hat damals gesagt, dass der Nachbarzahn auch nicht okay ist. Hat aber nichts daran gemacht. Ich vermute sie wollte in der Schwangerschaft nicht irgendwo rumpopeln wo es nicht zwingend notwendig ist.

Ich vermute ebenfalls sie hat es nicht in den PC eingetragen und die andere Ärztin hat gar nicht geguckt. Jedenfalls hat sie den Zahn nach der Schwangerschaft auch nicht behandelt.

Am Sonntag war es dann so weit und es war ein Loch in dem Zahn. Schmerzen hatte ich keine. Genau wie damals beim abgebrochenen Backenzahn. Und hatte ich ab dem Moment wo ich das Loch fühlte eine mittelschwere Krise. Zum einen weil ich genau weiß was mit bevorsteht. Zum anderen weil ich natürlich ebenfalls weiß, dass ich selbst dran Schuld bin.

Das ist eigentlich das schlimmste an der Zahnarztangst. So lange man keine Schmerzen hat, ist alles tutti. Natürlich weiß man, dass man gucken lassen muss, das wahrscheinlich irgendwo was im argen liegt. Aber man spürt es ja nicht. Also vertagt man es. Wieder und wieder. Schiebt es weg, das was einem Bauchschmerzen bereitet.

Wenn dann erst mal ein Loch da ist oder was weh tut, dann kommen gleich mehrere Dinge zusammen: Die Schmerzen, die Angst vor dem nun zwingend notwendigen Besuch und vor allem und am allermeisten die Vorwürfe an sich selbst. Weil man genau weiß, dass es so weit erst gar nicht hätte kommen müssen. Weil man genau weiß, dass man selbst Schuld ist.

Neue Ärztin!

Ich probiere es jetzt noch mal bei der Zahnärztin hier um die Ecke, habe schon viel gutes gehört, bekam sie auch empfohlen und eigentlich war das ja meine allererste Anlaufstelle, aber sie hatte damals ja Urlaub. Ich glaube, ich muss zukünftig zwei Dinge beachten:

  1. Ich brauche einen Arzt oder eine Ärztin die nah dran ist, wo ich niemanden brauche der mich hin bringt oder wo ich nur zu bestimmten Zeiten hin kann. Denn das war ein großes Hindernis für eine zeitnahe Weiterbehandlung.
  2. Ich muss zukünftig IMMER einen neuen Termin machen, wenn ich einen absage. Sonst wird die Hürde hinzugehen wieder größer. Und langsam wird es Zeit, dass ich wirklich was tue.

Um 11:15 Uhr hatte ich dann direkt am Dienstag einen Termin und sagte schon bei der Anmeldung, dass ich ganz schlimme Angstpatientin bin. Zuvor saß ich zuhause heulend im Badezimmer. Tja, so isses. Sonst ne große Klappe, aber wenn es um den Zahnarzt geht… lieber bekomme ich noch 20 Kinder, hacke mir einen Finger ab oder sonst was, als dass ich ein Mal zum Zahnarzt muss.

Im Wartezimmer zu sitzen und einen Bohrer zu hören ist der blanke Horror. Und tatsächlich hatte ich Fluchtgedanken. „Ich geh jetzt einfach wieder“. Bin ich dann aber doch nicht. Denn bevor ich aufstehen konnte, stand schon eine Arzthelferin vor mir, die mich ins Behandlungszimmer brachte.

Die Ärztin war sehr nett und hat gar nichts gemacht. Erst haben wir geredet, ich erzählte ihr was so alles passiert war, was mit dem anderen Zahn war und was ich mir wünschen würde. Nämlich, dass ein Arzt mal nicht nur das notwendige behandelt und dann den weiteren Weg offen lässt, sondern guckt was alles gemacht werden muss, einen Fahrplan mit mir bespricht und dann gleich mehrere Termine vereinbart. Damit ich weiß was auf mich zu kommt.

Sie hat dann auch nur geguckt und ihrer Arzthelferin diktiert wo überall was im argen liegt. Vermutlich. Denn sie meinte, erst müsste man eine Zahnreinigung machen, denn bisher ist das meiste nur reine Vermutung. Und ein Röntgenbild muss her. Das wurde dann hinterher auch direkt angefertigt. Und ein Termin für eine PZR vereinbart.

Am Loch hat sie nichts gemacht. Sie meinte das kann erst mal so bleiben, da sollte nichts passieren. Eine Wurzelbehandlung müsste her und die wolle sie mir jetzt nicht antun. Wenn doch was sei, wenn der Zahn wider Erwarten doch Theater macht, soll ich anrufen.

Hallo Wurzelbehandlung! Again…

Tja.. es ist doch was passiert. Direkt am Folgetag. Also Mittwoch. Da brach mir morgens beim Frühstück der halbe Zahn weg. Mist. Loch ist das eine, ein halber Zahn was ganz anderes. Scheiße. Scheiße, Scheiße, Scheiße!!!

Also direkt angerufen, Fall geschildert. Ich solle sofort kommen. Also packte ich das Baby ein und machte mich auf den Weg zum Zahnarzt. Ich will nicht! Hülfe!!!

Ich konnte bei der Ankunft direkt durch ins Behandlungszimmer. Die Ärztin betäubte ordentlich. Die Spritzen habe ich gar nicht gespürt. Und obwohl absolut gar nichts weh tat, saß ich die ganze Zeit verkrampft auf dem Stuhl. Ich hatte die Hände dermaßen zu Fäusten geballt, dass die Ärztin irgendwann eingriff, meine Hände nahm und meinte, ich solle sie gefaltet auf den Bauch legen. Und wenn das nicht ginge, könne sie mir auch einen Ball zum drücken geben.

Hinterher hat sie sich dann über den Gesamtbefund unterhalten. Auf dem Röntgenbild hat man einiges gesehen. Sie meinte, es müssten 12 Zähne gemacht und 4 gezogen werden. Sie empfiehlt mir, das alles komplett unter Vollnarkose machen zu lassen, da ich so große Angst habe. Es wäre schon einiges und wenn ich das in einzelnen Sitzungen machen lasse, wäre ich ein Jahr damit beschäftigt und müsste mindestens dieses Jahr noch jede Woche kommen. Das ist schon echt heftig.

Und ganz ehrlich, wenn ich an das Ziehen der Zähne denke, wird mir richtig übel und mich packt die nackte Panik. Ich habe wirklich große Sorgen, dass ich entweder in Panik alles abbreche, komplett die Nerven verliere oder zusammenklappe.

Allerdings ist das eine ganz schöne Stange Geld die da auf mich zukommt. Es ist ja nicht wenig zu tun und ich mache mir da keine Illusionen, dass ich mit 250 EUR für eine Stunde Narkose hinkomme. Ich werde versuchen mir meine Angst bescheinigen zu lassen, dann würde die Kasse zahlen. Wenn das nicht geht, muss ich halt schauen, dass ich das Geld so zusammen bekomme. Denn so geht es definitiv nicht mehr weiter. Seit Jahren ist das eigentlich mein größter Herzenswunsch. Das die Zähne in Ordnung sind. Denn das ist echt eine große Last. Und im Moment habe ich das Gefühl das rückt in greifbare Nähe. Hoffnung ist definitiv da.

Und ja.. Falls jetzt einer denkt „Selbst Schuld“ – ich weiß. 😖

Am heutigen Freitag musste ich dann noch einmal hin. Meine Wange ist im unteren Bereich ziemlich geschwollen. Am Mittwoch war alles okay. Gestern fing es dann an dass ich beim gähnen, sprechen oder berühren der Wange Schmerzen hatte. Nicht am Zahn. Sondern so allgemein. Man sieht es von außen nicht wirklich, aber eine leichte Berührung schmerzt schon sehr und beim tasten fühlt man auch die Schwellung deutlich. Ich vermute es kommt von der Spritze. Die Ärztin ebenfalls. Aber mir war es lieber noch mal drauf gucken zu lassen – denn immerhin ist sie die Ärztin und nicht ich! Wenn es morgen Theater machen würde, und ich zum Notdienst muss, würde ich es bereuen, dass ich heute nicht hin gegangen bin. Ich hab vorsorglich Antibiotika bekommen und hoffe übers Wochenende bleibt alles ruhig und die Schwellung geht weg. Ich werde es weiterhin kühlen, was ich gestern schon gemacht habe.

8 Monate

Und schon wieder wird ein Monatsbeitrag fällig. Am Montag war das Nordbabymädchen 8 Monate alt!

Seit Montag will ich das auch schon aufschreiben, aber ich kam nicht dazu. Dazu dann aber morgen mehr!

In dem einen Monat ist erschreckend viel passiert ist. Es ist wirklich krass was für einen extremen Sprung sie gemacht hat. Da wundert es mich auch nicht, dass sie seit letzter Woche quengelig ist und schlecht schläft. Sie hat halt viel zu verarbeiten.

Jede Menge neue Updates

Sie krabbelt! Endlich ist es so weit und das Kind macht das ganze Haus unsicher. Ich hatte schon befürchtet sie überspringt es, was nicht gut wäre. Aber jetzt krabbelt sie wie eine Weltmeisterin. Nichts ist vor ihr sicher. Sie ist inzwischen so schnell, dass ich gestern fast über sie drüber gefallen wäre, weil sie plötzlich und unerwartet hinter mir war. Keinen Mucks hat man gehört. Und ich hab mich fürchterlich erschrocken.

Aber nicht nur das ist neu. Sie steht auch! Ein paar Tage nach den ersten zaghaften Krabbelschrittchen, zog sie sich plötzlich im Laufgitter hoch. Und seitdem steht sie wo sie kann und freut sich einen Ast ab.

Was natürlich nicht ohne blaue Felcken abläuft. Denn sie fällt natürlich auch mal um weil sie sich nicht gut genug fest hält. So gab es letzte Woche eine dicke Beule, weil sie sich am Wäschekorb hoch zog und dann aus dem Stand umkippte und mit dem Hinterkopf auf die Fliesen knallte. Und das während ich nur ganz kurz auf der Toilette war. Natürlich hat sie geschrien wie am Spieß. Aber das hat mich andererseits auch gefreut. Denn ich wäre panischer gewesen wenn sie ruhig gewesen wäre.

Beim Sohn wäre ich danach direkt zum Kinderarzt oder zum Notdienst. Aber so wusste ich, auf was ich achten muss bei einer eventuellen Gehirnerschütterung. Und sie zeigte zum Glück keinerlei Anzeichen. Und die Beule war am nächsten Tag auch kaum noch zu sehen.

Für mich war das Stehen  der Anlass das Gitterbettchen und das Laufgitter tiefer zu setzen. Sonst wäre sie mir da mittlerweile sicher rausgepurzelt. Und ich glaube das geht nicht so glimpflich aus wie aus dem Stand umkippen.

Eigentlich wäre das ja schon mehr als genug Entwicklung. Aber das sieht das Babymädchen anders. Die lag nämlich zudem auch noch letzte Woche im Flur und sagte ganz spontan aus dem Nichts heraus: „MAMA“. Zum Glück war ich nicht alleine, sonst hätte ich auf Einbildung getippt. Aber es waren alle dabei. Und so guckten wir uns alle verdutzt an und ich fragte: „Hab ich das gerade richtig gehört???“

Ja hab ich. Sie sagt es nun auch öfter. Vor allem ruft sie mich wenn sie weint. Wenn sie Nähe braucht. Oder wenn irgendwas nicht richtig ist, ihr etwas nicht passt. Dann muss Mama her.

Und sie hat einen Bärenhunger. Was das Kind aktuell wegmampft ist echt nicht schlecht. Zu den drei Breimahlzeiten kommen mindestens drei Flaschen. Es kam auch schon vor das ihr die große Portion Abendbrei nicht reichte und sie da noch eine halbe Flasche hinterher abpumpte. Ich frag mich wo die das alles hinsteckt. 😄 Wahrscheinlich wacht die demnächst auf und ist 20cm größer. (Hoffentlich nicht!)

 

U5

Ach bevor ich es vergesse: Die U5 haben wir natürlich bestanden. Der Arzt war sehr zufrieden mit der jungen Dame.

Sie wog 7800g bei 67cm Körperlänge.

Seltsamer Haustürbesuch

Am Mittwoch gegen 11 Uhr klingelte es an der Haustür. Ich hätte nicht aufgemacht, wenn ich nicht sowohl Hermes als auch DHL erwartet hätte. Und der Herr hatte ein blaues Shirt an. Also Hermes. \o/

Aber nein. War er nicht. Der Herr da an der Tür war ziemlich ungepflegt und unangenehm und ich bereute direkt geöffnet zu haben. Er hielt mir einen laminierten, schon ziemlich abgegriffenen Zettel hin. Erzählte er sei vom Zirkus, sie wären auf dem Weg in ihr Winterquartier und nun würden sie Spenden sammeln. Aha. Bargeld hab ich so gut wie nie im Haus. Zum Glück. Das sagte ich auch. Nebenbei erwähnte er dann, dass er mal auf Toilette müsste.

Öhm.. nö. Also 1. lasse ich hier niemanden rein der fremd ist und 2. wenn der hier wirklich unterwegs ist, dann weiß er, wo es hier öffentliche Toiletten gibt. Und die Gaststätten sind hier auch so nett und lassen dich gehen wenn du freundlich fragst.

Im Hintergrund hörte ich ein Auto mit laufendem Motor. Das fällt hier besonders auf, weil wir in einer Sackgasse wohnen. Kein Durchgangsverkehr. Und unter der Woche ist es hier natürlich besonders ruhig am Tag. Sind ja nicht alle zuhause mit Baby, so wie ich. Da hört man so einen laufenden Motor sofort.

Was soll das? Ich wartete, bis er vom Grundstück war, hörte ihn noch bei der Nachbarin klingeln und schloss die Tür. Dachte dann aber „Guckste mal nach dem Kennzeichen!“ und ging wider raus. Aber es war niemand mehr da. Auch um die Ecke nicht. Sehr seltsam. Wenn die wirklich sammeln, wieso klappern sie dann nicht systematisch die Straßen ab? Offenbar waren sie nur in der Sackgasse und sind dann komplett woanders hingefahren. Wieso springen die?

Zudem wurde 1,5 Wochen zuvor schon von seltsamen Circus-Hausierern in anderen Ortsteilen berichtet. Wenn die auf dem Weg ins Winterquartier sind, wieso sind die so lange hier und ziehen nicht weiter?

Das kam mir dann doch ziemlich spanisch vor und ich rief die örtliche Polizeidirektion an. Dort schilderte ich was genau gelaufen war und beschrieb den Mann der an der Tür war. Der Polizist meinte, das klänge sehr nach ausspionieren wo was zu holen ist. Er lobte mein Vorgehen dass ich den Herrn nicht ins Haus gelassen habe. Man würde es der Streife melden, die gucken sich mal um ob sie die noch finden.

Am selben Abend habe ich übrigens dann noch mitbekommen, dass am Tag zuvor ein Mann, auf den meine Beschreibung passte, in einem anderen Ortsteil unterwegs war um für Frühchen zu sammeln. Sehr sehr seltsam. Ich bin froh ihn nicht rein gelassen zu haben! Ich helfe gerne. Aber nur wenn das Bauchgefühl stimmt. Und das stimmte ganz und gar nicht.